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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

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Kleine Notizen. 
des österreichisch-ungarischen Schiffes „Miramar“, Liniensch.-Kapt. Oscar Conte 
Cassini, werden zu Korfu 1 ) grofse Hafenbauten beabsichtigt. Die Wellen 
brecher und Kaimauern sollen aus kleinen Quadersteinen ausgeführt werden. 
Für den Bau des grofsen westlichen Wellenbrechers, welcher eine Länge von 
750 m erhalten soll, waren noch keine Vorbereitungen getroffen, ebenso waren 
zur Zeit der Anwesenheit des Schiffes „Miramar“ noch keine Bagger im Hafen 
von Korfu vorhanden. 
Dieser im Bau befindliche neue Hafen hat hauptsächlich nur für die 
Handelsschiffe Wichtigkeit, während die Verhältnisse für Kriegsschiffe unver 
ändert bleiben werden. Die voraussichtliche Dauer der Arbeiten konnte nicht 
in Erfahrung gebracht werden. 
4. Wassertiefen im Hafen von Port Mula an der Nordküste der 
Insel Crab oder Bieque. Virginische Inseln. (Notice to Mariners 3/37. 
Washington 1890.) Nach den Berichten der Schiffsführer der britischen Schiffe 
„A. B. Crosby“, Kapt. Joseph G. Smith, und „Maria W. Norwood u , Kapt. 
A. P. Thompson, hat das hydrographische Nebenamt zu Neio-York am 
13. Januar d. J. bekannt gemacht, dafs sich beinahe querüber der Einfahrt vor 
dem Hafen von Port Mula 2 ) eine Barre oder ein Riff aus zerbrochenen Korallen 
befindet, auf welchem nur 2,7 bis 4,9 m Wasser ist. Innerhalb dieses Riffes 
sind 4,6 bis 6,4 m Wasser, aber es sind auch daselbst viele flache Stellen. 
Beide Kapitäne empfehlen deshalb, aufserhalb der Barre oder des Riffs 
und zwar in nicht weniger als 11 m Wasser zu ankern, da innerhalb der 
11 m Grenze die See besonders bei starken nördlichen Winden brandet. Der 
Ankergrund innerhalb der lim Linie ist auch sehr schlecht. 
5. Bemerkungen über den Hafen von Santos. 3 ) Brasilien. 
(Notice hydrographique. No. 13. Paris 1889.) Nach einem Berichte des Kom 
mandanten des französischen Schiffes „Dumont d’Urville“, Fregatten-Kapt. 
Parfait, ist das in der Hafeneinfahrt von Santos liegende Fort Trinxheira 
nicht mehr zu erkennen, weil es durch die Vegetation ganz verdeckt wird. 
Das Schiff ankerte in folgenden rechtweisenden Peilungen: Mont Serat in S70° 0; 
Nordspitze von Outeiro in S 2° 0 und Batterie auf der Spitze Itapeina in S 29° 0. 
Auf diesem Ankerplätze mit gutem Ankergrund belästigt man nicht den Ver 
kehr der Handelsschiffe und man hat auch mehr von den Seebriesen, als wenn 
man vor der Stadt liegt. 
Die Süfswasserleitung führt in die Stadt bis zu den Anlegebrücken. 
Nimmt man daselbst das Trinkwasser mit eigenem Boote ein, so zahlt man nur 
2,44 M. pro Tonne. Auch kann man das Wasser aus einem öffentlichen 
Brunnen in der Nähe des Hafenamts entnehmen. Der Dampfer, welcher den 
Schiffen das Trinkwasser anbieten kommt, nimmt 12,80 M. pro Tonne. 
Das Lootsenwesen ist frei, und haben die Lootsen keinen festen Tarif; 
dieselben kommen den Schiffen bis in See entgegen. 
6. Bemerkungen über Ceiba, westlich der Spitze Congrehoy. 
Honduras. (Notice to Mariners 6/98. Washington 1890.) Nach einem Bericht 
des Hydrographischen Nebenamts zu New-York vom 31. Januar d. J. heifst ein 
Ende Strand gleich westwärts der Spitze Congrehoy an der Nordküste von 
Honduras, Ceiba}) Dieser Ort liegt in 15° 45' N-Br und zwischen 86° 52' und 
86° 56'W-Lg mit ca 600 Einwohnern. Die Dampfer gehen bis ca Vs Sm vom 
Strande auf 7,3 m Wasser. Ein Hafen ist nicht vorhanden. Die Ladungen, aus 
Bananen bestehend, werden an Bord der Dampfer in Fahrzeugen und Booten 
gebracht. Die Schiffe haben keine Abgaben zu zahlen. In der nächsten Nähe 
von Ceiba giebt es kein Leuchtfeuer, das nächste ist das auf der Insel Utilla. 
b Mediterranean Pilot, Vol. III, 1880, pag. 267. 
ä ) West India Pilot. Vol. II, 1887, pag. 185 und „Carribbean Sea and Gulf of Mexico“ 
Vol. I, Washington, 1877, pag. 435 und 1888, pag. 258. 
s ) South America Pilot. Part I, 1885, pag. 144. 
V West India Pilot. Vol. I, 1883, pag. 329.
	        
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