Zusätze zu den Segelanweisungen für die Küsten des Japanischen Meeres.
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ihm zufolge verläuft die Westseite der Bucht in einer geraden Linie etwa
SzW—NzO, und ein auf dem eingezeichneten Ankerplatz liegendes Schilf würde
von etwa Ost bis SSW ungeschützt sein; in Wirklichkeit bildet die Bucht eine
Art Halbkreis, sich nach WNW ins Land hinein erstreckend, die Nord- und
Siidhuk peilen SSO—NJSW zu einander, und ein möglichst weit innerhalb ver
ankertes Schilf würde dieselben in NzW bezw. SO haben. — Der Kutter peilte
50 m von Laud bei 7 m Tiefe die innere Nordhuk Nord, die Südhuk SO, 100 m
von Land betrug die Tiefe 10 m und wuchs allmählich bis zu 27 m im äufseren
Theil der Bucht.
Der im Plan vermerkte Flufs ist vorhanden, die an demselben belegene
Ortschaft nannte sich Chang-go-tung.
8. Noch schwieriger ist der Ankerplatz Chagu Chien Dogu aufzufinden,
eine der vielen Einbuchtungen, welche sich von der nordwestlich vom Kap
Duroch beginnenden grofsen Bucht aus weiter abzweigen; eine wirkliche Ver
messung wüi’de meiner Ueberzeugung nach mehrere, wenigstens für Kanonen
boote brauchbare Häfen in dieser Gegend ausfindig machen.
9. Kein einziger der zwischen Kap Duroch und Codrika Point be
schriebenen und eingezeichneten Punkto, erstgenanntes Kap mit eingeschlossen,
ist mit Sicherheit auszumachen, beziehungsweise liegt richtig zu den übrigen;
nicht einmal Mouchez-Island und Observation-Island machen in Bezug auf ihre
Lage eine Ausnahme hiervon.
Sobald Mouchez-Island gesichtet und erkannt ist, macht die weitere Ein-
segelung bis zum Ankerplatz westlich von Chotofcu-tö nicht die geringste
Schwierigkeit mehr.
10. Innerhalb der Broughton-ßucht, soweit ich durch kleinere Kreuz
fahrten unter Segel Kenntnifs von derselben erhalten habe, stimmen die
Lothungen mit der Karte überein; die Küstenlinien und die Lage der einzelnen
Punkte zu einander ist ungenau. — Ob sich nicht noch mehr flache Stellen
finden, wie diejenige bei Chotoku-to, auf welche ,,Porpoise“ im vorigen Jahre
auflief („Nachr. f. Seef.“ 1888, 2397), ist ungewifs.
Cong-Insel, welche auf dem Plan von Port Lazareff nicht als solche be
zeichnet ist, ist jedenfalls die zwischen Zavalishin und Vishnevski-Island ge
legene Insel; ebenso fehlt die Benennung Shin-tó oder Annenkov-Island bei
der nördlich von Tai-shin-td und Sho-shin-to befindlichen Insel.
11. Die japanische Niederlassung in Gensan macht denselben Eindruck,
wie diejenige in Fusan, nur ist sie bedeutend kleiner.
Der Handel zwischen Gensan, dem Binnen- und dem Auslande (besonders
Japan, China und für Rinderausfuhr Wladiwostok) nimmt stetig zu; es betrug
in den Jahren
1884 die Einfuhr 166 000 Doll., die Ausfuhr 99 OOODoll., dieRückausfuhr 7 OOODoll.,
1886 „ „ 827 000 „ „ 151000 „ ,, * 13000 „
1888 „ „ 1009000 „ „ „ 333000 „ „ „ 8000 „
die Anzahl ausgehender Schiffe
1884: 34 mit 12 000 Tons,
1886: 30 „ 38 000 „
1888: 44 „ 42 000 „
die Zolleinnahme
1884: 14 000 Doll.
1886: 46 000 „
1888: 61000 „
Hauptgegenstände der Ausfuhr waren Bohnen, Hanfkleider, getrocknete
Fische (als Nahrungsmittel, nicht als Dünger) und Häute (hauptsächlich von
Rindern und Hunden); von der Bohnenausfuhr wird angenommen, dafs sie, da
sie viel Gewinn abwirft, stark zunehmen wird.
Eingeführt wurden besonders Paumwollzeug (aus den südlichen korea
nischen Provinzen), Shirting, dünne Leinwand (lawn) und Petroleum.
Die Bevölkerung betrug 5 Europäer (sämmtlich im Zolldienst) 433 Japaner
und etwa 11 000 Koreaner.
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