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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

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Ann. d. Hydr. etc., XVIII. Jalirg. (1890), Heft IV. 
121 
Bemerkungen und Zusätze zu den Segelanweisungen für die 
Küsten des Japanischen Meeres; China Sea Directory, Vol. IV., 
1884-, Seite 126 bis 149. 
Nach den Berichten des Kommandanten S. M. Iinbt. „Iltis“, Korv.-Kapt. Ascher. 
Hierzu Tafel 7. 
Allem Anschein nach rührt die englische Admiralitätskarte 2347 
(Tit. XI, 136), sowie auch die betreffenden Angaben in der vorangeführten 
Segelanweisung, soweit sie sich auf die obigen Küstenstreeken beziehen, fast 
ausschliefslich von fliegenden Vermessungen her, welche in den Jahren 1854 
und 1855 durch die russische Fregatte „Pallas“ und die französische„ Virginie“ 
ansgeführt sind. —■ Daraus und aus dem Umstande, dafs nur bei der Aufnahme 
von Port LazareffPosiette Harbour und dem Turnen-Flufs Boote benutzt zu 
sein scheinen, wird es erklärlich, dafs nicht einmal die Umrisse der Küste, 
welche auf der Karte viel zu gerade verläuft, mit einiger Genauigkeit angegeben 
sind, und dafs die Länge der Küstenlinie sehr ungenau ist und z. B. bei 
Tihhmeneff Point und bei Ping-hai zu östlich liegt, während sie weiter nördlich, 
auf 38° Breite, eher zu westlich gezeichnet scheint. Auch die Einzeichnung 
der Küstenberge mufs ganz willkürlich (scheinbar nur so, wie sie sich von 
Norden aus darstellen) erfolgt sein. 
So war es unmöglich, obwohl nur mit einer Fahrt von durchschnittlich 
6 Sm und in einem Abstande von 2 bis 5 Sm bei klarem Wetter an der Küste 
entlang gedampft wurde, auch nur einen einzigen der in Karte und Segel 
anweisung angegebenen Berge auszumachen; beispielsweise sind auf ersterer 
die 800 bis 2000' hohen Berge um Fusan herum überhaupt nicht angegeben, 
während die ganz flach abfallende Küste bei Kap Clonard bergig gezeichnet 
ist; in der Segelanweisung sind diese beiden Fehler vermieden. 
Auf unrichtige Länge war ich bereits durch den Shanghai-Lootsen auf 
merksam gemacht worden; später hörte ich, dafs die japanischen Postdampfer 
ebenfalls von der Vermessung der Strecke Fusan—Gensan gar nichts hielten 
und erst von Gensan nach Norden sich, der Karte entsprechend, näher an die 
Küste heranwagten. Dort haben die Russen für neuere und bessere Ver 
messungen gesorgt, bezw. beschäftigen sie sich noch damit. Jene Dampfer 
sind über die einzelnen Einbuchtungen zwischen Fusan und Gensan und darüber, 
ob sie daselbst einlaufen können, vollständig im Unklaren. 
1. Beim Verlassen des Hafens von Fusan fiel zunächst auf, dafs der 
als Landmarke erwähnte Chaldron-Berg, 2040' hoch, weder sich irgendwie abhob, 
noch auf der Karte verzeichnet war. 
2. Die südlich von Tikhmeneff - Point eingezeichnete und als be 
trächtlich grofs geschilderte Insel wurde trotz eingehender Nachforschung vom 
Schiff und mittelst Kutters nicht gefunden, obwohl die beobachtete Mittags 
breite mit der Karte übereinstimmte; dagegen befindet sich dort eine Halbinsel, 
die, von Nord oder Süd gesehen, wohl vermuthen lassen kann, dafs sie nicht 
mit dem Festlande verbunden sei. — Weder eine „Flufsmündung“ noch eine 
„grofse Bucht“ befand sich in der Nähe; auf der Karte ist übrigens die innere 
Seite der Insel und der Umrifs jener Bucht nur angedeutet.
	        
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