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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Windgeschwindigkeitsmessungen in verschiedenen Höhen. 
115 
Stationen beobachtete umgekehrte Gang der täglichen Periode der Wind 
geschwindigkeit bereits bemerkbar, indem gegen 10 Uhr Morgens ein Minimum 
und gegen 11 Uhr Abends ein Maximum eintrat. Dieser entgegengesetzte Gang 
tritt noch deutlicher in den Verhältnifszahlen hervor; das Yerhältnifs der Wind 
geschwindigkeiten an beiden Stationen ist nahezu konstant und gleich 5 zwi 
schen Mitternacht und 5 Uhr Morgens; dann fällt es rasch und wird gegen 
10 Uhr gleich 2, behält diesen Werth bis gegen 2 oder 3 Uhr Nachmittags, 
um sodann wieder regelmäfsig bis Mitternacht zuzunehmen. 
Stunde 
Eiffel 
turm 
m 
Meteoro 
logisches 
Central- 
Bureau 
El) 
Ver- 
hältnifs- 
zahl 
i 
0» 
Mittern. 
8,48 
1,85 
4,6 
1 
a. m. 
8,42 
1,73 
4,9 
2 
8,10 
1,61 
5,0 
3 
7,97 
1,62 
4,9 
4 
7,68 
1,60 
4,8 
5 
7,49 
1,50 
5,0 
¡1 6 
7,08 
1,64 
4,3 
7 
6,55 
1,86 
3,5 
8 
5,60 
2,09 
2,7 
9 
5,47 
2,40 
2,3 
10 
5,35 
2,66 
2,0 
11 
5,94 
2,95 
2,0 
! : 12 
6,03 
3,07 
2,0 
1 
p. m. 
6,32 
3,19 
2,0 
2 
6,44 
3,07 
2,1 
3 
6,21 
2,82 
2,2 
4 
6,46 
2,85 
2,3 
5 
6,69 
2,78 
2,4 
! 6 
6,73 
2,47 
2,7 
7 
6,98 
2,11 
3,3 
8 
7,72 
2,02 
3,8 
9 
8,12 
1,98 
4,1 
10 
8,60 
2,07 
4,2 
11 
V 
8,75 
1,95 
4,5 
Dafs diese geschilderten Eigenthümlichkeiten nicht etwa Störungen zuzu 
schreiben sind, welche in der Bewegung der Luft durch die Masse des Thurmes 
und seiner unter dem Einflufs der Sonnenstrahlen erzeugten Erwärmung ihren 
Grund haben, wird, wenn es schon von vorn herein in Anbetracht der Gestalt 
des Thurmes, seiner verhältnifsmäfsig grofsen Leichtigkeit und der geringen 
Oberfläche, welche er dem Winde bietet, sehr unwahrscheinlich ist, durch zwei 
Beobachtungsreihen widerlegt, die verschiedenen Witterungsverhältnissen an 
gehören. Die erste Reihe ist aus den Beobachtungen von 20 Tagen mit fort 
während klarem Himmel und mit Winden zwischen Nord und Ost, die zweite 
aus den Beobachtungen von 33 Tagen mit bedecktem Himmel und Winden 
zwischen Süd und West berechnet; beide Reihen ergaben Kurven, die nicht nur 
unter sich, sondern auch mit der aus dem Gesammtmittel der 101 Beobachtungs 
tage erhaltenen vollkommen ähnlich sind. 
R. 
Aim. d. Hydr. etc., 1890, Heft III. 
5
	        
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