Windgeschwindigkeitsmessungen in verschiedenen Höhen.
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Stationen beobachtete umgekehrte Gang der täglichen Periode der Wind
geschwindigkeit bereits bemerkbar, indem gegen 10 Uhr Morgens ein Minimum
und gegen 11 Uhr Abends ein Maximum eintrat. Dieser entgegengesetzte Gang
tritt noch deutlicher in den Verhältnifszahlen hervor; das Yerhältnifs der Wind
geschwindigkeiten an beiden Stationen ist nahezu konstant und gleich 5 zwi
schen Mitternacht und 5 Uhr Morgens; dann fällt es rasch und wird gegen
10 Uhr gleich 2, behält diesen Werth bis gegen 2 oder 3 Uhr Nachmittags,
um sodann wieder regelmäfsig bis Mitternacht zuzunehmen.
Stunde
Eiffel
turm
m
Meteoro
logisches
Central-
Bureau
El)
Ver-
hältnifs-
zahl
i
0»
Mittern.
8,48
1,85
4,6
1
a. m.
8,42
1,73
4,9
2
8,10
1,61
5,0
3
7,97
1,62
4,9
4
7,68
1,60
4,8
5
7,49
1,50
5,0
¡1 6
7,08
1,64
4,3
7
6,55
1,86
3,5
8
5,60
2,09
2,7
9
5,47
2,40
2,3
10
5,35
2,66
2,0
11
5,94
2,95
2,0
! : 12
6,03
3,07
2,0
1
p. m.
6,32
3,19
2,0
2
6,44
3,07
2,1
3
6,21
2,82
2,2
4
6,46
2,85
2,3
5
6,69
2,78
2,4
! 6
6,73
2,47
2,7
7
6,98
2,11
3,3
8
7,72
2,02
3,8
9
8,12
1,98
4,1
10
8,60
2,07
4,2
11
V
8,75
1,95
4,5
Dafs diese geschilderten Eigenthümlichkeiten nicht etwa Störungen zuzu
schreiben sind, welche in der Bewegung der Luft durch die Masse des Thurmes
und seiner unter dem Einflufs der Sonnenstrahlen erzeugten Erwärmung ihren
Grund haben, wird, wenn es schon von vorn herein in Anbetracht der Gestalt
des Thurmes, seiner verhältnifsmäfsig grofsen Leichtigkeit und der geringen
Oberfläche, welche er dem Winde bietet, sehr unwahrscheinlich ist, durch zwei
Beobachtungsreihen widerlegt, die verschiedenen Witterungsverhältnissen an
gehören. Die erste Reihe ist aus den Beobachtungen von 20 Tagen mit fort
während klarem Himmel und mit Winden zwischen Nord und Ost, die zweite
aus den Beobachtungen von 33 Tagen mit bedecktem Himmel und Winden
zwischen Süd und West berechnet; beide Reihen ergaben Kurven, die nicht nur
unter sich, sondern auch mit der aus dem Gesammtmittel der 101 Beobachtungs
tage erhaltenen vollkommen ähnlich sind.
R.
Aim. d. Hydr. etc., 1890, Heft III.
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