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Beiträge zur Navigirung im Schutzgebiete der Marscball- und Gilbert-Inseln.
von dieser Passage nach Süden anschliefsende Riff fällt nicht in allen seinen
Theilen trocken. Nicht zu grofse Wassertiefe ist nördlich vom Hauptdorfe an
der Südseite der Lagune vorhanden, wo man ca 14 m Wasser findet. Es ist
eine Handelsstation der Jaluit-Gesellschaft auf der Insel.
Makiu- oder Pitt-Ins. 1 ) Die südlichste Insel heifst Uni, die mittelste
Kiup. Die Hauptinsel Makin hat eine kleine Lagune an der Ostseite, welche
mit Kanoes von Aufsen befahrbar ist, jedoch nicht benutzt wird. Man landet
mit Booten an der SW-Seite beim Dorfe. Die Regierung befindet sich auf
Butaritari, jedoch soll die Königsfamilie aus Makin stammen.
Ueber das Ansteuern der Kongo-Mündung.
Nach einem Berichte des Kommandanten S. M. Kr. „Habicht“, Korv.-
Kapt. Rittmeyer, war beim Ansteuern der Kongo-Mündung 1 ) die niedrige
Spitze Kabenda mit Hülfe des Endes der Hügelkette, welche sich vom Kongo
aus nach Nord erstreckt, gut zu erkennen. Dagegen markirte sich Red Point
auf 10 bis 12 Sm Entfernung nicht. Das in den Segelanweisungen angegebene
auffällige weifse Haus konnte nicht bemerkt werden, dagegen drei weifse Häuser
bei Vista. 2 )
Nach den Vertonungen im Segelhandbuch „West Coast of Africa“ Vol. 3,
Washington 1887, Tafel XIII u. XIV, ist man versucht, auf weitere Entfernungen
den Süd-Abfall der Berge nördlich vom Kongo für die Spitze Boolambemba und
Red Clijfs für die Spitze Padron zu nehmen; die Spitzen Boolambemba und Shark
kommen jedoch erst auf nähere Entfernungen in Sicht. Es ist deshalb zu
empfehlen, auf die sicli sehr weit in einer ihrem Namen entsprechenden Weise
markirenden Red Cliffs frei von der Mona iliazea-Bank und den davorliegenden
Untiefen zuzusteuern, bis man die Leuchtbake mit Wärterhaus auf der Spitze
Padron genau erkennen kann, und dann mit Hülfe dieser, bei den Spitzen Shark
und Boolambemba am Südufer entlang, stromaufwärts zu fahren.
Sowohl beim Einlaufen mit der Pluth, als auch beim Auslaufen mit der
Ebbe wurde mit dem Handloth auch in dem in der Br. Adm.-Karte 625 (VIII,
No. 7) eingezeichneten Flufslauf stets Grund bekommen, 20 bis 30 m. Das
Schiff hielt sich an der südlichen Grenze des Flufslaufes.
Das Feuer auf der Spitze Padron steht nicht, wie man annehmen sollte,
an der Stelle der Küste, an welcher auf den Br. Adm.-Karten 604 und 625
(Tit. VIII. 6 und 7) „Padron Point“ verzeichnet ist, sondern 1,2 Sm weiter
nördlich am Strande in NWzN von King Antonios Town. Dies wurde beim
Ein- und Aussteuern durch Peilungen der Spitzen Shark und Padron und
gleichzeitiger Peilung des Leuchtfeuers konstatirt.
Seit dem Ausliegen der Tonnen im Banana Creek (vgl. No. 33 und 207
d. „Nadir, f. Seef.“ 1888) ist die Anbordnahme eines Lootsen nicht nöthig;
man braucht sich nur nahe an den schwarzen Tonnen, einsteuernd an B-B.,
zu halten. Der Rcgierungslootso kommt jedoch, auf Signal bei Annäherung an
die Tonnen, sehr schnell an Bord, und es werden für Ein- und Auslootsen von
Kriegsschiffen von diesem Regierungslootsen keinerlei Gebühren erhoben.
Das Kohleneinnehmen in Banana ist sehr leicht und schnell zu bewerk
stelligen, namentlich wenn das Fahrzeug, bis zu 4,3 m Tiefgang, an eine der
Brücken der holländischen Handelsgesellschaft anlegen kann; auf einen Kohlen-
vorrath von mindestens 1500 Tons soll man stets rechnen können.
J ) a. a. 0. pag. 949 und a. a. 0. pag. 79.
2 ) Africa Pilot Part. II 1884 pag. 89 und West Coast of Afrika Vol. 3 1877, Washington,
pag. 59.
3) Vgl. „Annal. d. Hydr. etc.“ 1887 pag. 211.