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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Aus dem Reiseberichte der deutschen Bark „Agustina 4 
S2 
sm 
cos 
+ 83 
— 168 
+•115 
— 135 
+ 142 
— 95 
+ 162 
— 49 
+ 174 
— 2 
+ 177 
+ 45 
u. 
s. w. 
und analog für alle anderen Tiden. 
Die Abkürzung der numerischen Rechnung, welche man hierdurch erzielt, 
ist eine sehr bedeutende, da man die Argumente nur für das erste Hochwasser 
zu ermitteln braucht. Die3 Verfahren in Verbindung mit den oben unter b 
erwähnten graphischen Darstellungen machen die Methode I zu der bequemsten, 
wie sie schon die genaueste von allen Verfahrungsweisen war, die man ein- 
schlagen kann. 
(Fortsetzung folgt.) 
Aus dem Reiseberichte des Kapt. J. Zimdars, Führer der 
deutschen Bark „Agustina“. 
(Mittheilung von der Deutschen Seeicartf.’) 
I. Die Ansegelung von Cooktown. 1 ) 
Am 14. April 1887 standen wir auf der Reise von Melbourne nach Gook- 
touon in 16° 46° S-Br und 146° 17' O-Lg und setzten dann unsern Kurs, um 
die in der Karte von Imray and Son N0. 282 „South and Eastcoast of 
Australia 1886“ angegebenen Passage in dem grofsen ßamer-Riff beim Kap 
Grafton zu durchsegeln. Nachdem wir bis 1> p. m. WSW — die Richtungen 
sind stets mifsweisend —- 4 Sm zurückgelegt hatten, sichteten wir von Deck 
aus recht voraus zuerst ein und dann mehrere Riffe, die sich, von oben ge 
sehen, aber als ein einziges, zusammenhängendes grofses Riff darstellten. Das 
selbe ist in der oben angeführten Karte nicht niedergelegt. Wegen der diesigen 
Luft war selbst um 1 ! /s Uhr und auch eine halbe Stunde später Green-hland 
noch nicht zu sehen; nur das Riff an dessen Nordseite. Wir hielten daher ab, um 
nach der TWmty-Oeffnung zu segeln, und erblickten darauf, bei abklarender Luft 
und reiner Kimm, um 3 h p. m. die genannte Insel in SW 3 /*W, als gleichzeitig 
die Insel Fiteroy SSW'/kW peilte. Wir standen somit 3 bis 4 Sm von dem 
Riff entfernt. Als wir uns demselben bis auf etwa ‘/* Sm genähert hatten, 
steuerten wir auf NNW-Kurs an demselben entlang. Um 4" p. m. wurde die 
Nordostspitze des Riffs, auf welchem Oyster Gay liegt, passirt und eine halbe 
Stunde später bei auffrischendem Winde die blinde Klippe, ungefähr mittewegs 
zwischen den beiden eben genannten Punkten, Süd und die kleine, in der Karte 
unbenannte Insel W l /sS gepeilt. Das Riff, welches letztere Insel umsäumt, er- 
strekt sich weiter nach Osten, als es nach der Karte den Anschein hat. Bei 
frischer Briese aus SSE steuerten wir von nun an einen WSW-Kurs. Hierbei 
fanden wir, dafs das Riff an der Südseite der kleinen Insel in unmittelbarer 
Nähe passirt werden kann, während die Nordseite zu vermeiden ist. Als die 
Insel um 5 11 p. m. in N ‘/a W war, setzton wir unsern Kurs auf Low Island, wo 
selbst wir um 8 h p. m,, bei einer frischen Briese aus SEzS, auf einer Wasser 
tiefe von 16 m (9 Ead.), das Leuchtfeuer in SzOYsO 2 Sm entfernt, ankerten. 
Bei der Durchsegelung der Trinity-Passage hat man einen scharfen Aus 
guck für die schon erwähnte, unter Wasser liegende Klippe zu halten, auf der 
bei schönem Wetter die See nur leicht bricht. Sobald dieselbe passirt ist, hat 
*) Näheres über Cooktown bringen diese Annalen Jahrgang 1880, Seite 251.
	        
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