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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Kleine Notizen. 
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segetung von Joana verdi™* der Umstand, dafs der dortige Leuchtthurm nicht 
unmittelbar am Strande, sondern einige Seemeilen landeinwärts steht. 
Die Witterung in Joana war sehr regnerisch, bei vorherrschenden nordwest 
lichen bis westlichen Winden und heftigen Böen in der Stärke 6 bis 8. Der 
Himmel zeigte sich fast immer vollständig bedeckt; der Luftdruck hielt sich 
meistens auf 756 bis 757 mm (uored.), die Luftwärmo auf 25° bis 27° C. 
Am 20. Januar 1888 verlief® die Rhede von Joana, um nach 
Samarang zu segeln und dort die Laduög zu vervollständigen. Erst nach einer 
fünftägigen Fahrt wurde der letztgenannte Hafen am Abend des 25. Januar 
erreicht. Während dieser Reise herrschte auch durchweg böiges regnerisches 
Wetter.“ 
Einige Bemerkungen über die Strömung und das Lootsenwesen in der 
Bali - Strafse. 
„Nachdem unser Schiff in Samarang voll beladen worden war, traten wir 
am 13. Februar 1888 die Reise nach Falmouth für Order an nnd nahmen dabei 
den Weg durch die Z?«&-Strafse. Hach Aussage des Lootsen, den ich hier an 
Bord hatte, rnufs man sieh sehr hüten, im südlichen Theile der Strafse der 
Bali-Küste zu nahe zu kommen, weil man hier leicht in eine nach der Lombok- 
Strafse setzende Strömung geräth, von der es schwer sein soll, wieder frei zu 
kommen. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dafs Schiffe auf diese Weise 
durch die ganze Lombok-Str afse zimiekgetrieben wurden nnd, um den Indischen 
Ocean zu erreichen, zuttf zweiten Male die Bafö-Strafse zu durchsegeln hatten. 
Ferner machte der Lootse darauf aufmerksam, dafs von Norden kommende 
Schiffe, welche vor der Bari-Strafse einen Lootsen haben wollen, nicht auf die 
Tauben-Insel, sondern auf die BalBKüste zu steuern haben. Die Lootsen haben 
zwar ihre Station auf der genannten Insel, verlassen diese aber, sobald ein an 
segelndes Schiff in Sicht kommt, und stehen gleich nach Bali hinüber, um hier 
die Annäherung des Schiffes abzuwarten. Der Lootsenkutter führt im Topp 
eine blaue Flagge mit einem weifsen P. Das Lootsengeld beträgt für ein Schiff 
von 6 m (20 Fufs oder 60 Palmen) Tiefgang bis Banjrmangi 140 und bis 
Sembuluang 210 Gulden.“ 
9. (D. S.) Reisen des deutschen Vollschiffes „Ferdinand 
Fischer“, Kapt. D. Kruse, an der Westküste von Nordamerika. Am 
3. März 1887 erreichte „Ferdinand Fischer“ nach einer 70tägigen Reise von 
New Castle, N.-S.-W., welche auf der östlichen Route zurüekgelegt war, den 
Hafen von San Francisco. Das englische Schiff „Lord Raglanwelches gleich 
zeitig mit „Ferdinand Fischer“ New Castle verlassen, aber die Route zwischen 
den Inseln des Stillen Oceans hindurch genommen hatte, kam zur selben Stunde 
mit diesem in San Francisco an, wohingegen ein anderes Schiff auf der letzteren 
Route eine Reise von 96 Tagen hatte. 
Der sehr schlechten Frachten nach Europa wegen wurde „Ferdinand 
Fischer“ für zwei Reisen in der Kohlenfährt von Nanaimo, B. C., nach San 
Francisco oder San Pedro beschäftigt. Die erste Reise von San Francisco nach 
Nanaimo trat das Schiff am 3. April 1887 an. Der in den Sommermonaten an 
der Küste wehende NW-Wind hatte bereits eingesetzt, und war somit die Reise 
gegen diesen auszuführen. Indem man zunächst bei dem Winde landabwärts 
stand, erreichte man die gröfste westliche Länge (130,4° West) am 11. April 
in 40° N-Br, von welchem Paukte aus meistens Kurs gesteuert werden konnte. 
Am 17. April, nach 14tägiger Roise, erreichte man Kap Flattefy, woselbst ein 
Schlepper angenommen wurde, der das Schiff an seinen Bestimmungsplatz brachte. 
Infolge einer am 3. Mai stattgehabten Kohlengasexplosion dehnte sich der 
Aufenthalt in Nanaimo auf volle 9 Wochen aus, so dafs dieser Hafen erst am 
19. Juni mit einer Kohlenladung für San Pedro wieder verlassen werdon konnte. 
Am folgenden Tage erreichte das Schiff im Schlepptau eines Dampfers Kap 
Flattery. Hier fand man leichten nordwestlichen Wind vor, der aber schon 
12 Stunden später auffrischte und die Reise dermafsen förderte, dafs man nach 
Verlauf von 8 Tagen auf der Rhede von San Pedro, Cal., den Anker fallen 
lassen konnte. 
Nachdem die Kohlenladung gelöscht und Ballast wieder eingenommen 
war, trat das Schiff am 10. August 1887 seine zweite Reise nach Nanaimo an. 
Mäfsige westliche bis westsüdwestliehe Winde erlaubten es nicht, luvwärts von
	        
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