Kleine Notizen.
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hat ferner berichtet, dafs das Anstenern des MellacorSe-Flusses 1 ) ganz leicht
ist, da das viereckige Plateau von Saüakfook sowie ein Baum bei der Spitze
Bdlansang gute Landmarken abgeben.
Die nördliche Bank hat sich südwärt« verlängert und verengt den One
rnile Channel, in welchem rw. N 30° 0 von SaUahtook an Stellen, wo in der
Karte 4,5 bis 5 m Wassertiefe angegeben ist, nunmehr eine solche von 3 m zu
finden ist. Der französische Dampfer n Tallabah u lief etwas östlich der an
gegebenen Stelle auf und legte zur Betonnung des Fahrwassers zwei kleine
Tonnen aus. Wenn dieselben erhalten bleiben, so hat man die südliche dieser
Tonnen anzulaufen und von dort auf den grofsen Wollbaum bei der Spitze
Benty (Bfintee) zu steuern, welcher oberhalb des französischen Wachtpostens
steht und auf grofse Entfernung zu sehen ist.
Zur Bezeichnung der die Einfahrt 1 bis 2 Sm unterhalb der Spitze Benty
einengenden zwei Felsbänke wurden auf denselben zwei Baken errichtet, von
denen die auf dem südlichen Felsen nicht genau auf dessen Band gesetzt ist;
man mufs daher ca 50 m nördlich von derselben passiren.
6. (B. S.) Die Tiefen- und Bodenverhältnisse der Rhede von
Montevideo. Kapt. F. Warneke von der deutschen Bark ^Ameiia u berichtet:
„Auf unserer Reise von Cardiff nach Montevideo sichteten wir am 18. Januar
1888 um D/V a.m. das Feuer von Kap Santa Maria, als dieses gerade über
den Horizont hervortrat; um ll h a. m. erhielten wir einen Lootsen und passirten
um 12 Uhr Mittags Kap Maldonado in einem Abstande von 4 Sm. Um 12 Uhr
Nachts ankerten wir auf der Rhede von Montevideo oder, besser gesagt, liefen
daselbst auf dem weichen Mudd fest. Seit dem Passiren der Spitze Brava
steuerte das tiefbelädeue, 960 Reg.-T. grofse Schiff sehr schlecht, eine Folge
davon, dafs es zu wenig Wasser unter dem Kiel batte, was bekanntlich stets
einen nachtheiligen Einflufs auf die Steuerfähigkeit eines Schiffes hat. Aus
diesem Grunde ist es auch gefährlich, mit einem tiefgehenden Schifte die Rhede
von Montevideo in der Nacht auzulaufen, da man Gefahr läuft, mit dem einen
oder dem anderen der dort ankernden Schiffe zusammenzustofsen. Die letzten
1 bis 2 Sm des Weges, bevor das Schiff festlief, liefs es sich überhaupt gar-
nieht steuern, sondern bahnte sieb unbekümmert um die Ruderlage seinen Weg
durch den wei eben Mudd. Dieser war nicht im Stande, auf dem Ankerplätze
eine leichte stampfende oder schlingernde Bewegung des Schiffes zu verhindern,
doch schwaite das Schiff erst auf den Wind, als wir 3 bis 4 Tage gelöscht
und das Schiff einen Fufs geleichtert hatten. Eine Gefahr für das Schiff ist
mit dem Festgcrathen nicht verbunden, wenn man es nur dagegen schützt, dafs
es auf seinen Anker zu sitzen kommt.“
Ueber die schädlichen Folgen des Genusses eines frisch gefangenen Fisches
berichtet derselbe Kapitän, wie folgt: „Auf der Reise von New-Castle N. S.W.
nach San Diego (Cal.) passirten wir am 1'2. August 1888 um l k p.m. auf etwa
37,7° N-Br und 162,8° W-Lg einen im Wasser treibenden runden Balken von
ungefähr 6 m Länge und 45 cm Durchmesser, der schon ziemlich stark bewachsen
war. Eine Menge Goldkarpfen —■ von den Seeleuten gewöhnlich Delphine ge
nannt —• umschwammen denselben. Es gelang uns, einen dieser Fische zu
fangen. Alle von der Mannschaft, welche von diesem Fische gegessen hatten,
bekamen Hitze im Gesicht und einen duukelrothen aufgedunsenen Kopf, Zittern
am ganzen Körper, und es stellte sieh bei allgemeinem Unbehagen starkes
Kopfweh ein. Nachdem dieser Zustand zwei Stunden gewährt hätte, trat bei
den Erkrankten die natürliche Gesichtsfarbe wieder ein, und nach 5 bis 6 Stun
den verschwand allmählich auch das Unwohlsein.“
7. (D. S.) Bemerkungen aus dom meteorologischen Journale
der deutschen Bark „Inca“, Kapt. J. F. Gille.
Auffälliges Aussehen der Meeresoberfläche. Auf der Reise von Hamburg
nach Mazatlan wurde am 25. September 1887 um 5Va Uhr Morgens auf
8° 46' N-Br und 100° 59' W-Lg in unmittelbarer Nähe eine Stelle passirt, an
der die Meeresoberfläche das Aussehen hatte, wie solches über einer Untiefe
der Fall ist. Eine sofort artgestellte Lothung blieb resultatlos insofern, als
kein Grund erreicht wurde.
i) »Africa Pilot“ Part I, 1885, pag. 192.