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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Kieine Notiz«». 
man von See aus mit eiucm Kurse von ungefähr NO auf eine an der Nordseite 
der Einfahrt stehende Bake, Pfahl mit weifser Scheibe, zu halten. Diese Bake 
ist demnächst nördlich so frei von einem besonders hohen Baumwollenbaumo 
zu hallen, dafs sie sich am Südrande einer ea 200 m nördlich von jenem Baum 
stehenden Baumgruppe befindet. Letztere unterscheidet sich vom übrigen Gehölz 
durch eine gröfsere Höhe. Für die weitere Fahrt nach dem Passiren der Barre 
gilt das in der No. 238 der „Nachr. f. Seef.“ 1887 Gesagte. 
Durch eine zweite, in dieser Zeit bei Hochwasser 2,1 m tiefe Rinne 
konnte man in den Flufs gelangen, wenn man frei vom Südende der Barre 
direkt auf Land zu und in ca 100 m Entfernung von der Küste parallel zu 
dieser an der Innenseite der Brandung auf das nördliche Ufer zu hielt. 
Die Barre ist am schlechtesten in den Monaten Juli, August und Sep 
tember sowie an den Tagen des Voll- und Neumondes zu passiren. 
Für kleinere Fahrzeuge bietet sich 0,5 Sin vom Strande in der Peilung 
Signalmast der Faktorei Woermann iNNO auf 6 m Wasser und Muddgrund ein 
guter Ankerplatz. Die Faktorei steht am Südufer der Borns-Mündung. Ist 
jedoch kein besonderer Grund vorhanden, der eine möglichst nahe Lage zum 
Ufer wünschenswerth macht, so ist ein Ankern in gröfserer Tiefe wegen der 
hier bedeutend geringeren Dünung vorzuziehen. 
3. Ueber die Ansteuerung von Gibraltar berichtet der Kommandant 
S. M. S. „Kaiser“, Kapt. z. See IJoffmann, Folgendes: 
Von Westen kommend, ist für die Ansteuerung von Gibraltar neben den 
in den englischen Segelanweisungen aufgeführten Landmarken noch der Berg 
Marrueco als eine gute, weit sichtbare Marke zu erwähnen. Derselbe liegt nach 
der Karte Tit. VI No, 79 (Br. Adm. Karte No. 92) ca 15 Sm südöstlich von 
Cadix und kennzeichnet sich schon in einem Abstande von 30 Sm als ein 
scheinbar im Wasser stehender heller Felsen, auf dem man bei weiterer An 
näherung ein weifses Gebäude bemerkt. 
Die Motka- oder Patna-Berge machen sich namentlich durch ihre helle 
Sandfarbe kenntlich, ihre Vertonung in der Karte Tit. V No. 5 (Br. Adm.- 
Karte No. 142) ist sehr zutreffend, nur ein wenig zu dunkel. Der im „Medi- 
terranean Pilot“ Vol. I, Seite 32, beschriebene runde Thum auf einer der 
Höhen über der Spitze Camarinal fehlt in genannter Karte; derselbe ist aber 
ein besseres Peilobjekt, als der etwas nördlicher gelegene Gratia-Hlmm. 
4. Segelanweisung für den Ponga-Flufs. Westküste von Afrika. 
(„Notice hydrographique“ No. 6. Paris 1889.) Nach einem Berichte des Kom 
mandanten des französischen Schiffes „Dakar“ ist die Einfahrt in den Ponga- 
Flufs l ) die schwierigste von allen afrikanischen Flüssen an diesem Theile der 
Küste, denn die Mündung ist nicht betonnt, und es müssen die meisten Schiffe 
deshalb so lange ankern, bis Hochwasser eiutritt, da dieses alle Bänke mit 
ca 3 m Wasser bedeckt. 
Der in den SegelanweisuDgen als Landmarke angeführte und an seiner 
trapezoidalen Form gut erkennbare Berg Mayondi ist sehr häufig durch Wolkeu 
verdeckt. In diesem Falle ist der beste anzusteuernde Punkt die auf der 
Br. Adm.-Karte Nö. 1675 (Tit. VI No. 108) mit Observation Point bezeiehnete 
Stelle. Beim Einsegeln bei Niedrigwasser sind zwischen den Bänken zwei 
Kanäle benutzbar, von denen der nördliche jedoch nur von Schiffen mit weniger 
als 2 m Tiefgang befahren werden kann. 
Will man durch den südöstlichen Kanal eiusteuern, so mufs man den 
Kurs auf Observation Point (rw. N 33® 0) nehmen, jedoch an beiden Seiten des 
Schiffes lothen. Diese sehr steil aufsteigenden Bänke sind bei halber Ebbe 
bereits sichtbar. Sowie man die SÖ-Spitze der Insel Mooroora in rw. N 50° O 
peilt, kann man genau in der Mitte des Flusses zwischen den beiden erwähnten 
Punkten durehsteuern. 
Der Kommandant glaubte beim Eintritt in den Bo-npa-Flufs durch die 
Annäherung an das Land eine sehr starke Beeinflussung des Kompasses wahr 
zunehmen. 
5. Segelanweisung für den Mellacorde - Flufs. Westküste von 
Afrika. („Notice hydrographique“ No. 6. Paris 1889.) Derselbe Kommandant 
') „Africa Pilot“ Part I, 1885, pag. 182,
	        
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