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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Schmetterlinge auf dem Södatlantisohen Ocean. 
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amerikanischen und afrikanischen Küste und weitab von irgend einer Insel, er 
scheint die verwunderte Präge des Kapitäns „woher mag der wohl gekommen 
sein?“ wohl gerechtfertigt. Glücklicherweise ist aber auch in diesem Falle 
durch weiteres Beobachtungsmaterial, das bei der Seewarte eingegangen ist, 
die Möglichkeit geboten, die Herkunft mit ziemlicher Sicherheit nachzuweisen. 
Aus den Journalen mehrerer Schiffe, welche sich um die Zeit unweit der 
brasilianischen Küste befanden, geht nämlich hervor, dafs am 24. November 
eine Depression auf den Ocean hinaustrat, die, südostwärts ziehend, ein Um 
laufen des Windes von N nach SW verursachte und, wenigstens in südlicheren 
Breiten, von einem sehr schweren Sturme begleitet war. „Paul Thormann“ 
hatte den Wind nur leicht, doch läfst die verzeichnet© Richtungsänderuog dos 
Windes: von ENE durch SE nach W, sowie die Schwankung des Barometers 
erkennen, dafs auch dieses Schiff von der Depression berührt wurde. Kurze 
Zeit, bevor der Schmetterling an Bord kam, hatte der Wind nach vorhergehen 
der Stille mit Stärke 3 aus W eingesetzt. 
An Bord der auf der Reise von Hamburg nach Callao befindlichen Bark 
„Louise“, Kapt. J. Köhue, kamen in Begleitung dieser Depression am 24. No 
vember um 8Vs- p.m., als mit dem Eintritt des tiefsten Barometerstandes von 
753,8 mm der Wind von NNW 7—8 nach SW 6 umsprang, wieder ganze Schwärme 
Schmetterlinge und Landvögel angeflogen. Der Ort des Schiffes war zur Zeit 
19,9° S-Br und 36,3° W-Lg, 190 Sm entfernt von der Küste der brasilianischen 
Provinz Espirito Santo. Es ist nicht unwahrscheinlich, dafs zu diesem landab 
getriebenen Schmetterlingsschwarm auch das bis zum Schiffe „Paul Thormann“ 
verflogene Exemplar gehörte. Unter dieser Voraussetzung würde dasselbe in 
gerader Richtung nach S0 1 40 1300 Sm auf den Flügeln zurückgelegt haben 
und dabei nahezu 5 Tage unterwegs gewesen sein. 
Reise-Chronik 
der Schiffe und Fahrzeuge der Kaiserlichen Marine 1889. *) 
(Das vor dein Orte stehende Datum bezeichnet die Ankunftszeit an demselben, das Datum hinter 
dem Orte die Abgangszeit ans demselben.) 
1. S. M, Vermessnngsfahrzeng „Albatrofs“. 
Im Sommer Vermessungen in der Nordsee. 
2. S. M. S. „Alexandrine“. 
2/4. Wilhelmshaven 15/4. — 22/4. Gibraltar 24/4. — 2/5. Port Said 4/5. 
— 12/5. Aden 14/5. — 22/6. Albany 26/8. — 6/7. Sydney 24/7. — 
2/8. Blanche-Hafen (Salomons-In.) 3/8. — 5/8. Carola-Hafen 8/8. — 9/8. 
Greet-Hafen (Matupi) 16/9. — 18/9, Finschhafon. — 1/11. Sydney 30/11. 
— Apia. 
3. 8. M. S. „Ariadne“. 
16/4. Kiel 11/6. — 15/6. Arendal 24/6. — 1/7. Dartmouth 15/7. — 
27/7. Vigo 6/8. — 11/8, Madeira 8/9. — 13/9, Teneriffa 17/9. - 
26/9. St. Vincent (Kap Verden) 30/9. — 28/10 Bahia 14/11. — Trinidad. 
4. 8. 1. S. „Carola“. 
6/11. 1888 Zanzibar 11/7. 1889. — 18/7. Aden 27/7. — 9/8. Zanzibar 10/11. 
29/11. Bombay. 
>) Fortsetzung der Chronik von 1888, siehe Annalen 1888, S. 534.
	        
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