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Tiefseemessmigea etc. im Stillen Ocean.
Nachdem das Vorstehende bereits gedruckt war, ging uns von dem Hydro
graphischen Departement der Admiralität zu London ein Bericht zu, welcher
über die hier besprochene Tkätigkeit der „Egetia 8 einige nähere Angaben
enthält. 1 ) Aus demselben geht hervor, dafs der Hauptzweck jener Lothungen
in der That die Prüfung und Untersuchung der erwähnten Bänke und Untiefen
war, und dafs die ,, IC geriet“ aufs.er den angegebenen Lothungen noch eine gauze
Anzahl anderer, zwischen die ersteren fallender (im Ganzen 298, anstatt der
angegebenen 66) gemacht hat, von deren Aufzählung wir, da sie mit den übrigen
harmonire» und wenig von denselben abweichen, hier Abstand nehmen. Da
gegen lassen wir unten noch eine Reihe von Lothungen folgen, welche von der
„¿üm'a“ später theilweise zur Kontrolle der früheren, theilweise zur Unter
suchung anderer Bänke ausgef'ührt worden sind.
So dienten die Lothungen No. 375 bis 390 2 ) zur Forschung nach dem
Vibilia Rock; die Lothungen 375 bis 380 fallen in einen Breitenparallel 2 Sm
nördlich von der für die Untiefe angegebenen Position und reichen von 177° 53'
bis 178° 58'0-Lg; sie nehmen von 3608 m (1973 Fad.) und 3670 m (2007 Fad.)
im Westen gleichmäßig bis auf 2811m (1537 Fad.) itn Osten ab; die Lothungen
No. 381 bis 385 fallen südlich von dem angeblichen Vibilia Rock, No. 386
bis 390 wieder 9 Sm nördlich von demselben. Alle Lothungen ergaben grofse
Tiefen und ein allmähliches Abfallen des Bodens von Westen nach Osten; bei
der gröfsten Aufmerksamkeit war nirgends ein Anzeichen von ßachem Wasser
zu entdecken.
Einige Beachtung verdienen die hier beobachteten Strömungen. So
lange die Tiefe über 3500 m (1900 Fad.) betrug, war kein Strom zu bemerken,
weiter östlich aber auf flacherem Wasser setzte ein Strom mit 1 Kn Geschwindig
keit nach Osten.
Die folgenden Messungen dienten zum Anfsuchen der Edith- und Somme-
Untiefen. Für dieselben sind die Positionen 30° 50' S-ßr, 178° 23' O-Lg und
30° 58' S-Br, 178° 4' O-Lg angegeben; in den Karten sind sie als eine Untiefe
eingetragen. Die Lothungen ergaben dasselbe Resultat, wie bei dem Vibilia Rock,
überall tiefes Wasser und kein Anzeichen von einer Untiefe.
Die westliche Wolverene - Bank wurde, nachdem daselbst die oben auf
geführte flache Stelle von 373 m (204 Fad.) gefunden war, 9 Tage ohne Unter
brechung untersucht, ohne jedoch eine geringere Tiefe zu konstatiren.
Auf oder an der Stelle der vermeintlichen La Rance - Bank wurden im
Ganzen 59 Lothungen ausgeführt, ohne ein anderes Resultat, als das oben an
gegebene, zu erhalten.
Die Umgebung der gefundenen 198 m« (108 Fad.-) Stelle (No. 64) näher
zu untersuchen, wurde durch schlechtes Wetter verhindert; die jedoch in der
Nähe derselben gelotheten geringen Tiefen weisen die Existenz einer hier
liegenden neuen Bank nach, welche sich möglicherweise noch weiter nordweat-
wärts erstreckt, wo später 14 Sm von der 198 m-Stelle 326 m (178 Fad.) ge-
lothet wurden.
Die Lothungen 304 bis 322 gelten der Seymour-Bank, welche nach einem
Berichte des britischen Schiffes „Pelorus“ vom Jahre 1861 in 21° 43' S-Br und
176° 42' W-Lg liegen sollte. Die geringste hier gefundene Tiefe betrug 1957 m
(1070 Fad.); der Meeresboden bestand ziemlich gleichmäfsig aus dunklem Schlick,
ah und zu gemischt mit vulkanischem Gestein und schwarzem Sand. Eine
Untiefe oder flaches Wasser machte sich nirgends bemerkbar.
Aus den ganzen Untersuchungen der s Egeria K gebt hervor, wie vor
sichtig man sein muß in der Meldung und in der Aufnahme solcher Meldungen
über Untiefen und Gefahren. Von allen untersuchten Untiefen ist Pelorus-Riff
die einzige wirklich existirende. Die übrigen, Vibilia Rock, Edith Rock, Somme-
Riff, östliche Wolverene-Bank, Kremhüda Rock, La Rance-, Seymour- und Mc Leo.d-
Bank sind infolge dieser Untersuchungen von den britischen Admiralitäts-Karten
entfernt worden.
0 Search for Reported Dangers in South Pacific between New Zealand and the Tonga Islands.
2 ) Als laufende Numjnenj sind bier die Lotlnuigsnummerri der „Egeria“ beibeiiftlten warden.