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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Die Durchsegelung der Allas-Strafse, 
als räthlich erscheinen liefsen, weshalb von 8 h p. m. au wieder nach NO gesteuert 
wurde. Die Briese dauerte aber nur eine Stunde; dann flaute sie ganz plötzlich 
bis zur Windstille ab, das Schiff wurde steuerlos und trieb mit der Strömung 
schnell an der Westseite der Dubbel - Insel wieder nach Süden. Um 12 h p. m. 
hatte sich das Schiff der Spitze Ringit bis auf ca 4 Sra in SWVsS genähert. 
Der Strom hatte mithin das Schiff in drei Stunden 9 Sm südwärts getrieben. 
Die Stromkabbelung erreichte eine solche Höhe, dafs sie über die Reling an 
Deck schlug. 
Von 12 h bis 4 h a. m. den 16. Juni wurde bei schwachem Sß-Winde nord 
wärts gesteuert, ohne dafs man viel gewann, denn Rmgit-Spitze war fortwährend 
im SWzS in Sieht. Der nach Süden setzende Strom wurde indessen nach und 
nach schwächer, und von 3 h a. m. an lief der Strom wieder nach Norden. Um 
6 h a. m. stand das Schiff wieder dwars ab von dem Dorfe Bally, und nachdem 
bei schwachem südsüdöstlichen Winde die Fahrt fortgesetzt worden war, peilte 
um 8 h a. m. die Insel Vogel SO'/sO und die Insel Belang NO*/?N. Nach der 
Loggrechnung hatte der Strom das Schiff stündlich 1,5 Sm nach Nord gesetzt. 
Um 8Va k a. m. schien der Strom von Neuem zu kentern und setzte bald darauf 
wieder mit bedeutender Geschwindigkeit nach Süden. Das Schiff trieb daher 
bei der leichten südlieben Briese zurück; erst von 10 h a. m., als der Wind bis 
zur Stärke 3 aufgefi'iscbt war, konnte es seine Position behaupten. Um 12 Uhr 
Mittags peilte die Insel Dubbel auf 3,5 Sm Entfernung O l /«N, worauf bei SE 2 
nach Lombok hinüber gesteuert und um 2 h p. m. etwa 1,5 Sm von der Küste, 
im Norden von Bally, auf einer Wassertiefe von 22 m (12 Faden) geankert 
wurde. Der Ankergrund hier ist gut haltend; er besteht aus schwarzem Sande, 
vermischt mit kleinen Steinen und zerbrochenen Muscheln, und peilt von dem 
Ankerplätze ans das Dorf Bally SW l /a W und die Insel Dubbel OSO. Der nach 
Nord setzende Strom wurde vermittelst der Logge zu einem Knoten bestimmt. 
Um 5 h p. m. kenterte der Ström südwärts. Die Geschwindigkeit des südwärts 
setzenden Stroms, der um 5 h p. m. wieder begann, wurde um 6 h p. m. durch die 
Logge zu 1,5 Knoten gefunden. Von ll l /* h p. m. bis 6 h a. in. lief der Strom 
wieder mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Knoten nach Norden. 
Um 10'/s h a. m. am 17. Juni ging das Schiff Anker auf und segelte mit 
leichtem SSW-Winde weiter nordwärts. Um 12 l /a Uhr Mittags passirte man 
bei etwas auffrischender südsüdwestlicher Briese zur Zeit des Stromwechsels 
mehrere Stromwirbel. Es wurde jetzt von der Lombok - Seite nach Sumbaiva 
hinübergehalten, in der Voraussetzung, dafs dort der mitlaufende Strom stärker 
sein würde; doch setzte derselbe während des Nachmittags nur mit einer sehr 
geringen Fahrt nach Norden. Erst um 6 b p. m., als Lombok - Huk, bei dem 
Dorfe Lombok, NW 1 /^ und die Insel Belang O’/^N peilte, begann ein starker 
Strom nach NW zu laufen, und da nach 7 h p. in. der Wind, allmählich von SE 
auf SW holend, bis zur Stärke 3 auffrischte, gelang es, den Berg Mantar auf 
der Insel Sumbawa um 8 h p. m. in SzO und Lombok-Pik in W‘/sN zu bringen. 
Mit dem seit 9 h p. m. mit der Stärke 4 wehenden SW-Winde die Reise fort 
setzend, wurde um 12 h p. m. der Pik von Lombok, bei einer Entfernung von 
etwa 8 Sm von der Nordostspitze dieser Insel, in die Peilung WSWV?W 
gebracht; das Schiff stand mithin, klar von Allem, aufserhalb der Allas-Strafse. 
Zur Durchsegelung derselben waren 2'/s Tage erforderlich gewesen. Die 
benutzte Spezialkarte der Englischen Admiralität, herausgegeben am 25, Oktober 
1866 und berichtigt im September 1879, wurde trotz des kleinen Mafsstabes 
als ziemlieh genau befunden. 1 ) Der in der Strafse nach Süden setzende Strom 
hatte stets eine bedeutendere Geschwindigkeit, als der nach Norden setzende. 
Die jm Vorstehenden angeführten Kompafsrichtungen sind rechtweisend. 
J) Es ist dies die Nummer 895-
	        
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