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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Die Kompensation der von elektrischen Beleuchtungsanlagen erzeugten Deviation. 471 
Nachtrag. 
In diesem Jahre (1889) wurde auf dem Steuerkompasse der Yacht 
„Dershaiva“ eine von den Dynamomaschinen hervorgerufene Deviation von 44° 
beobachtet. — Da auf der Yacht neue, größere Bellevillekessel aufgestellt 
wurden, so kann die neue Deviation den größeren Bisenmassen, die von den 
Dynamos inducirt wurden, zugeschrieben werden. 
Demnach waren wir gezwungen, stärkere Elektronaagnete und iu gröfserer 
Entfernung vom Kompasse änzubringen. Die gröfsere Entfernung (500 mm) der 
Elektromagnete vom Kompasse wurde durch die zur Aufhebung der quadrantalen 
Deviation verwendeten gröfaeren (254 mm ~ d) Eisenkugeln bedingt. Die Pole 
der neuen Elektromagnete kamen den Kugeln so nahe, dafs der in den Kugeln 
inducirte Magnetismus die direkte Einwirkung (in der früheren Entfernung von 
300 mm) der Elektromagnete auf den Kompafs zum grofsen Theil wieder aufhob. 
Die neue automatische Aufhebung wirkte zur vollen Zufriedenheit. 
Bemerkungen über einige Plätze an der Westküste Afrikas. 
Nach dem Berichte des Kommandanten S. M. Kr. „Habicht*, Korv.-Kapt. Kittmeyer. 
1. Corisco - Bucht. Auf dou Ankerplatz nordöstlich der Insel Klein- 
Elobi 1 ) zu gehen, ist nur mit Hülfe eines Lootsen zu empfehlen; auf das übliche 
Signal kommt ein solcher, ein Eingeborener, an Bord. Da S. M. Kr. „Habicht“ 
nur kurze Zeit verweilen und nicht auf einen Lootsen warten wollte, ankerte 
derselbe westlich von Groß-Elobi, die Nordspitze dieser Insel 0‘/iN und die 
Südspitze SO peilend, auf 10 m Wasser. Der Ankergrund, Schlick, war vor 
züglich, doch stand hier bei SW-Wind Nachmittags und Abends eine starke 
See. Der Weg zum Landungsplätze bei den Faktoreien zwischen den Inseln 
hindurch ist für Boote leicht zu finden. 
Beim Ansteuern und Verlassen des Ankerplatzes mit SO- und NW-Kurs, 
7 bezw. 5 Sm von der Insel Corisco ab, wurden nie über 18 m Wasser gelothet, 
obgleich in der Karte Tit. VI No. 158 (Br. Adm.-Karte No. 1356) Tiefen bis 
zu 19 Fad. (34,7 rn) verzeichnet stehen. 
2. Bata-Bucht. An der Bai«-Bucht 2 ) liegen vier Faktoreien. Die 
nördlichste, eine englische, liegt an der Mündung des Otomfe-Müsses, die drei 
anderen liegen westlich vom Bata-Berge am Strande. Der Bata-Berg markirt 
sich gut als ein rund abgestumpfter Kegel. Die nordöstlichste dieser drei 
Faktoreien gehört der Firma Woermann, die südwestlichste der Firma 
Jantzen & Thormählen, zwischen beiden liegt eine englische. Bei der 
südwestlichsten Faktorei befindet sich der französische Militärposten und das 
Wohnhaus des französischen Beamten; hier wird die französische Flagge geheifst. 
Vor der südwestlichsten Faktorei zieht sich ein Riff längs der Küste nach NO 
zu und bis zu 1 Sm in die Bucht hinein. 
Der beste Ankerplatz ist vor der Woermann’schen Faktorei. S. M. Kr. 
„Habicht“ ankerte beide Male in der Peilung: Bata-B&rg SOzO und die sichtbare 
Südspitze der Bata-Bucht (die nächste Spitze südlich des Militärpostens) in 
SWViS auf 10,5 m Wasser; Ankergrund Schlick mit Muscheln. 
In der Karte Tit. VI No. 157 (Br. Adm.-Karte No. 1361) ist die Peilung 
nicht genau einzutragen, da die Konturen des Landes zu ungenau sind, um die 
betreffende Landspitze zu erkennen. Man findet diesen Ankerplatz, wenn man 
die Faktorei von Woermann SzO'/zO ansteuert, und zwar so, dafs ein 
kleines zurückgelegenes Haus eben frei von der SW-Kante der weifsen Um 
zäunung der Faktorei kommt und man den Weg zwischen beiden einsehen 
kann, in dieser Linie ankert man auf 10 bis 12 m Wasser; nördlich derselben 
ist auf dieser Wassertiefe die Küste frei, südlich derselben würde man sich 
dem Riffe zu sehr nähern. 
i) „Africa Pilot“, Part II, 1884, pag. 15. 
s ) a. a. O. pag. 9. 
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