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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Die Kompensation <ier von elektrischen Beleuchtungsanlagen erzeugten Deviation. 467 
oder die beständige Kraft —- 55,0 Deflektoreinheiten = 0,8430 M. M. S. (Ganss 
sehe Einheiten), 1 ) der Winkel derselben = ISO* 5 -f 21° 30' — 201° 80' (von 
der Diametralebene der Yacht gerechnet)) die veränderliche Kraft ist bei 
100 Ampere — 30,251 Deflektoreinheiten = 0,4637 M. M. S., der Winkel der 
selben = 54° 40' (von der Diametralebene der Yacht gerechnet). 
Tabelle VII. 
Vergleichung der beobachteten und 
berechneten Werthe der veränder 
lichen Kraft. 
Tabelle VIII. 
Werthe der veränderlichen Kraft für 
verschiedene Stromstärken in mm 
und Deflektoreinheiten, 
No. der 
Beobach 
tung 
Stromstärke 
in 
Ampère 
x W 
Beobachtet 
ertne 
Berechnet 
Ampère 
CK *= «--x 
in mm 
CK = « —x | 
in 
Deflektor- ] 
einheiten |j 
I 
117,5 
15,25 
20,9021) 
20 
12,101 
6,050 
Tt 
99,0 
32,50 
32,095 
30 
18,151 
9,075 
III 
86,0 
39,90 
39,961 
40 
24,201 
12,100 
IV 
70,0 
48,60 
49,641 
50 
30,252 
15126 
V 
52,0 
61,50 
60,532 
60 
36,302 
18,151 
VI 
19,5 
85,00 
80,196i) 
70 
42,353 
21,176 
VII 
45.0 
64,50 
64,768 
80 
90 
48,403 
54,453 
24,201 
27,226 
1 
Diese Werthe waren ans 
der Rechnung 
100 
60,503 
30,251 jj 
| als zweifelhafte ausgeschlossen. 
110 
66,553 
33,276 
1 
120 
72,604 
36,302 1 
Der automatische Kompensator nnd dio Aufhebung der von 
den Dynamomaschinen erzeugten Deviation. Wie man aus den Beob- 
/ achtungen ersieht, wirkten zwei Kräfte 2 3 * ) auf den Kompafs, die nur während 
der Arbeit der Dynamomaschinen hervortraten. 
Um diese Kräfte aufzuheben, mufste ein automatisch wirkender Kom 
pensator konstruirt werden, der nur während der Arbeit der Dynamomaschinen 
(dem Erscheinen der* schädlich wirkenden Kräfte) in Tbätigkeit war. Das Ein 
fachste war, wie schon in der Einleitung erwähnt wurde, den elektrischen Strom 
des die Deviation oi’zeugenden Dynamos zur Aufhebung (dieser Deviation) zu 
benutzen. 
Dementsprechend wurde eine Vorrichtung konstruirt, deren Beschreibung 
hier folgt. Dieselbe besteht aus einem Messingrohre AA (Figur 4, Tafel 19), 
welches vermittelst der Flansche E unter dem Kompafakesscl im Naehthause 
befestigt wird, so dafs die verlängerte Axe des Rohres AA durch die Kompafs- 
pinne geht. Das Rohr AA trägt zwei Elektromagnete B und C, die unabhängig 
von einander in einem beliebigen Winkel und Entfernung zu und von den 
Kompafsrosen-Magneten durch die Klemmschrauben DD auf dem Rohre AA 
befestigt werden können. 
Die an den Bofestigungshulsen G G der Elektromagnete B und G befind 
liche Gradtheilung und der auf dem Rohre A A angebrachte Index, wie die 
daneben befindliche Längentheilung s ) gestatten eine Bestimmung des Winkels 
und der Gröfse der von den Elektromagneten ausgeübten magnetischen Kraft. 
Auf einem dor Elektromagnete sind etwa 3200 Windungen Neusilberdraht 
von 0,2 mm Durchmesser angebracht. Der Widerstand der Drahtwindungen 
dieses Elektromagneten mufs wenigstens gleich 800 Ohm sein, wenn die elektro- 
1) Vermittelst dieses hier verwendeten Deflektors wurde die Horizontal kraft in Kronstadt am 
31. Juli/12. August 1886 an einem eisenfreien Orte gemessen, und man fand dieselbe zu 107,0 De 
flektoreinheiten = 1,64 Millimeter Milligramm-Sekunden-Emheiten. 
2 ) In Wirklichkeit vier magnetische Kräfte, wenn man die Vertikalkräfte auch zur Rech 
nung zieht. 
3) Oder eine (berechnete) Kräftetbeilung, oder, was zwar ungenauer, dieselbe kann vermittelst 
des Collongne’sehen Deflektors praktisch bestimmt werden.
	        
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