464 Die Kompensation der von elektrischen Beleuchtungsanlagen erzeugten Deviation,
Horizontalkräfio der Kurse, unter denen diese Beobachtungen angestellt wur
den, gefunden werden, um die wahre Einwirkung der Dynamomaschine auf den
Steuerkompafs kennen zu leraeB. Zu dem Behufe wurde die Zeichnung')
Figur 1 (Tafel 18) benutzt.
Da die Koefficienten 2t und (5 sich nicht verändern, so durften sic aus
früheren Beobachtungen 2 3 ) entnommen werden: y — 4-1° 25' (2t = taug y) und
@ = 0° 00h
Man trägt links s ) von der Diametralobeno ON die Winkel der De
viationen der magnetischen Kurse (Tabelle I u. II) S 64° 43' O und S 54° 10' 0
— NOR = —0° 43' und NOU = —2° 10' — auf, giebt, indem man jede
Deflektoreinheit zu 2 mm annimmt:
OR die Länge 176,2 mm = 88,1 Deflektoroinheiten,
Oü „ „ 182,0 mm = 91,0 „
Rechts®) von der Diametralebene zeichnet man den Winkel AOL =
+ 1° 25' =2 y. Von Q fällt man eine Linie auf ON, welche mit letzterer einen
Winkel bildet, der gleich der Summe der magnetischen Kurse ist; wenn die
Summe der Winkel >■ als 180° ist, so subtrnhirt man von derselben 180°,
wie in diesem Falle:
yi = S 64° 43' 0 = 180° — 64° 43' — 115° 17'
g>i — S 54° 10' 0 = 180° — 54° 10' = 125° 50'
+ SPss — 241° 7' # > 180°; — 241° 7' — 180° = 61* T,
also ist der Winkel NC'Q = 61° 07'.
Der Punkt 0, wo sieh dio Linien OL und QC schneiden, ist das Centrum
des Kreises, der der quadrantalen Deviation entspricht; der Radius derselben
CQ ist gleich der Gröfse A3MI (der Kraft, welche die quadrantale Deviation
hervorruft). Der Schnittpunkt dev Kreise QPTYQ und QPOQ ist der Pol des
Dygogramms der Deviation. Die Senkrechte C"C auf ON ist gleich /131H,
die Gröfse OC" entspricht der mittleren Schifiskraft X H.
Die Abschnitte UV und TR der Linien PV und PT müssen sich gleichen
(und entsprechen dem Wertho ¿Hj/SP-f P), welches eiu Zeichen ist, dafs die
Zeichnung mit genügender Sorgfalt ausgeführt wurde.
Um aus dieser Zeichnung die Deviation und die Richtkraft eines beliebigen
magnetischen Kurses zu linden, verbindet man den Punkt P (Pol) mit der Pe
ripherie PTVQP des Quadrantäl-Kreises in der Weise, dafs die neue Linie
z. B. Pab mit der Linie PRT (S64°43'0) einen Winkel bildet, der gleich der
Differenz der Kurse ist, und zwar so, falls der gewählte Kurs gröfsor als
S 64° 43' 0 ist (im Sinne der Uhrzeigerbewegung), auf die rechte, im entgegen
gesetzten Falle auf die linke Seite der Linie PRT 4 ) aufgetragen wird. Aus
dem Punkte b, wo die Linie Pab den Quadrantal-Kreis PTVQP schneidet,
trägt man die Gröfse TR — VU auf; den neu gefundenen Punkt B verbindet
mau mit dem Punkte 0, so ist die Linie aO gleich der Richtkraft und der
Winkel aON gleich der gesuchten Deviation des Kurses. Die Punkte R, a
und U liegen auf der Pascale’schen Schneekenlinie, doch im gegebenen Falle,
da die zu untersuchenden Kurse nur wenig von einander abweichen, darf man
dieselben als auf dem Kreise PRUQP liegend betrachten.
Die der Zeichnung Figur 1 entnommenen Werthe, entsprechend den in
Tabelle 111 verzeichueten Beobachtungen, sind folgende:
x ) Dieses von J. de Collongue zuerst im „Morskoi Sbornik* („Mbp-CRoft CÖopHitM,®) ver
öffentlichte Dygogramm findet man in: Archibald Smith, „The Dygogram'L 386.9 (Kead № the
Mathematica! Society of London, 10 tb Deeember 1868).
'(j Am 14./2S. Juli 1886 wurde die Deviation des Slcuerkompasses beobachtet, und man
fand die KoSMcienten: 21 -+-1°25', D <= +6° 06', © =+0° 07', ¡8 = — 6° 30 / , ©=—7°46 , ;
am 4./16. August 1886 wurde diese Deviation annähernd aufgehoben.
3) Aile negativen Werthe trägt man auf die linke, alle positiven auf die rechte Seite der
Linie ON auf.
■t) Indem der Pol P als Ausgangspunkt angenommen wird.