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Volltext: 14, 1891

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1891 No. 5 — 
In Frage 14 des Programms der Internationalen Meteorologischen Konferenz habe ich vorgeschlagen, 
dass in erster Linie solche Beobachtungen um den Nordatlantischen Ozean herum ausgeführt werden. Wir 
haben schon zwei vollständige Stationen, üpsala und Blue Hill. Zwei oder drei auf Inseln, z. B. Azoren, 
Bermudas und Westindien, ein paar Stationen etwas nördlich vom Aequator, eine im nördlichen Afrika, 
wie in Biskra, eine in Italien, je eine im Innern der drei Kontinente, Amerika, Europa und Asien, und 
endlich eine oder ein paar Stationen im hohen Norden, wie in Grönland, Island oder dem nördlichsten 
Theil von Skandinavien würden mehr als hinreichend sein, um die mittleren Höhen und Bewegungen der ver 
schiedenen Wolkenformen festzustellen. Diese vollständigen Stationen, wo Messungen ausgeführt werden sollten, 
würden von noch grösserem Nutzen sein, wenn man gleichzeitig, wie oben gesagt, auf mehreren Stationen 
nur einfache Beobachtungen über Form und Gang der Wolken ausführte. 
Natürlich wäre es noch besser, wenn auch anderswo, besonders im Monsungebiete, Indien, China, 
Japan, solche Beobachtungen gleichzeitig angestellt werden könnten. 
Auf Grund des Obigen wage ich vorzuschlagen, dass der Kongress diese Frage als wichtig erklären 
wolle und einer Kommission den Auftrag gebe, einen detaillirten Plan für solche Beobachtungen auszu 
arbeiten, die Durchführung desselben nach Kräften zu fördern und wenn er gelingt, die Arbeit zu leiten 
und zu überwachen. Es ist selbstverständlich, dass Niemand, der jetzt als Mitglied in diese Kommission 
eintritt, dafür einstehen kann, dass in seinem Lande solche Beobachtungen auch wirklich zu Stande kommen, 
er verspricht nur, die Frage gründlich zu untersuchen und womöglich nach Kräften zu fördern.
	        
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