Staübfälle im Nordätlantisehen Ocean.
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Februar 16 in 19° N-Br und 21,8° W-Lg: Die Luft sieht aus, als wenn
dichter rother Nebel wäre. Morgens sämmtliche Gegenstände an Bord
dick mit rotkem Staub überzogen. Thau in der Nacht, Wind NEzE 3—4.
Bleibt sehr diesiges Wetter mit sehr starkem Thauniedersohlag in
der Nacht bis zum 18. Februar in 26° N-Br und 18° W-Lg; dann
klare Luft.
Journal D. 1182. Dampfer „Rosario“, Kapt. H. Langerbaufs.
1889 Februar 15 in 20,4° N-Br und 22,5° W-Lg: Von 18° N-Br her (Februar
14) nordwärts sehr diesige Luft, Nachts starker Thau, Mittags infolge
der Unsichtigkeit genaue astronomische Beobachtungen nicht möglich,
Nachmittags äufaerst diesig, sonst wolkenlos. Wind ENE 4.
Februar 16 in 22,1° N-Br und 21,1° W-Lg: Sehr diesige Luft, sonst klar
und mondhell. Morgens war das ganze Schiff an den vom Winde ge
troffenen Stellen dick mit rothem Staub bedeckt. Wind ENE 3—4.
Abends sehönes klares Wetter.
Journal D. 1187. Dampfer „Uruguay“, Kapt. H. Mä hl mann.
1889 Februar 16 in 13,3° N-Br und 26,4° W-Lg: Von 10,5° N-Br her diesig.
Um IO 1 * p. m. sehr dicke Luft, durch rothgelblichen Staub hervorgexufen.
Wind NEzN 3.
Februar 17 in 14,6° N-Br und 25,6° W-Lg: Luft dick voll Staub, Fanden
bei Tagesanbruch Alles mit gelblich rothem Staub bedeckt. Um l h p. m.
Luft etwas sichtiger werdend. Wind NEzN 3.
Jouxmal D. 1185. Dampfer „Hermann“, Kapt. A. Hohlmann,
1889 Februar 16 in 9,2° N-Br und 26,9° W-Lg: Von 7,4° N-Br her nordwärts
häsige Kimm, Wind NE 3—4.
Februar 17 in 11,9° N-Br und 26,1° W-Lg: Nachts sehr häsigo Kimm,
Morgens starker Niederschlag von feinem rothem Sandstaub. Nach
mittags abklarend, bleibt jedoch etwas häsige Kimm bis zu den Kap
verden (Februar 18). Wind NEzN 4.
Journal D. 1188. Dampfer „Hamburg“, Kapt. E. Jäegermann.
1889 Februar 17 in 12° N-Br und 26,6° W-Lg, 8 l ‘a. m.: Ein heller rothbrauner
Staub legte sich über das ganze Schiff. Wind ENE 2. Diesig von
10° N-Br (am 16.) bis St. Vincent (am 18, Februar).
Journal D. 1190. Dampfer „BelgranoKapt. J. Riedel.
1889 Februar 21 in 17,3° N-Br und 21,1° W-Lg, um 6 h p. m.: Gelber Staub
auf Rauen und Deckgegenständen. Von 4° N-Br her, wo der NE-Passat
einsetzte (Februar 18), diesige, zuletzt sehr diesige Kimm. Der Dunst
vergeh windet nach starkem Thau am Morgen des 23. Februar in un
gefähr 23,5° N-Br.
Norwegisches Schiff „HöidenKapt. S. Jörgensen. 1 )
1889 Februar 18 in 5,4° N-Br und 31,6° W-Lg: Die Luft ward dick und diesig
und sah ans, als wäre sie voll von Bauch. Dies dauerte ein paar Tage,
bis wir nach 9,5° N-Br und 34,5° W-Lg kamen, wo wir Takelung und
Segel mit einem feinen braunen Staub bedeckt fanden. Der Wind war
NE und meistens frisch.
Jouimal D. 1209. Dampfer „ArgentinaKapt. J. Schreiner.
1889 März 29 in 18,4° N-Br und 24,1° W-Lg: Morgens zeigte sich röthlicher
Staub an den dem Winde ausgesetzten Schiffstheilen. Von 10° N-Br
(am 26. März) her sehr diesige Kimm, am Abend des 29. März klarer
werdend. Wind NEzN 3—4.
März 30 in 21,8° N-Br und 22,1° W-Lg: Morgens war die Windseite
wieder mit rothem Staub bedeckt. Etwas diesig, nach dem Staubfall
klar. Wind NE 3—4.
Journal S. 3184. „Oscar“, Kapt. Chr. H. Le Moult.
1889 März 31 in 30,4° N-Br und 70° W-Lg: Wolkenleerer Himmel, jedoch eine
sehr trübe, von Staub angefüllte Luft. Die Farbe an Deck ist Morgens
von Staub gelb. Wind NE 3.
') Bericht, mitgetheilt von Herrn Professor H. Möhn, Direktor des Meteorologischen Instituts
in Chrütianm. ■ ■ ...