Sfcmbfäüe im Nordatlantischen Oeean.
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Journal S. 3118. „Oscar“, Kapt. Ohr. H. Le Mo ult.
1887 Dezember 16 bis 22 von 25° N-Br und 27,5° W-Lg bis IQ® N-Br und
27,5° W-Lg: Die Luft stets diesig, gelbgrau und so von Staub erfüllt,
dafs kein Horizont zu sehen ist. Wind BSE bis NE 4.
Journal D. 964. Dampfer „Hamburg“, Kapt. W. Jösting.
1888 Januar 8 in 21,0° N-Br und 19,5® W-Lg: Diesige Kimm, Wind EzSÖ bis
ENE3; Nachmittags bemerkten, dafs alle Gegenstände an Deck voll
von Flugsand waren.
Journal D. 967. Dampfer „SantosKapt. Cb. Boie.
1888 Januar 10; Passirten die Insel St. Nicholas; Luft sehr diesig, das Land
nur 7 Sm weit sichtbar.
Januar 11 in 18,8° N-Br und 22,9° W-Lg: Morgens fanden das Takelwerk
mit gelblichem Staub bedeckt. Steifer Passat aus NEzE.
Journal D. 969. Dampfer „Valparaiso“, Kapt. J. Riedel.
1888 Januar 20 in 16,5° N-Br und 20,9° W-Lg: Morgens röthlicher Flugsand:
Wind NE 3;
in 18,7° N-Br und 20,2° W-Lg: Abends starker röthlicher Flug
sand; Wind E 3.
Januar 21 Morgens in 20,8® N-Br und 19,4° W-Lg: Starker rother Flug
sand; Wind NE 5.
Abends in 22,5° N-Br und 18,7° W-Lg: Sehr starker rother
Flugsand; Wind В 6.
Januar 22 in 24,4° N-Br und 17,8° W-Lg: Nach 8 Uhr Morgens ab-
klarend; Wind 817. Von 8° N-Br an nordwärts fahrend bis 24,4° N-Br
fortwährend sehr diesiges Wetter,
Journal D. 999. Dampfer „Argentina“, Kapt, W. Reteike.
1888 März 11 in 17° N-Br und 25° W-Lg: Die Luft war diesig und mit feinem
röthlichbraunem Sande ungefüllt, wovon wir am Morgen alle Gegen
stände am Deck bedeckt fanden, Wind E 5.
März 13 in 22,5° N-Br und 21° W-Lg: Bei Tagesanbruch fanden röthlich-
braunen Staub auf dem Takelwerk und den Gegenständen auf dem Ver
deck liegen. Wind NE 4.
Journal S. 2938. „Banco Mobiliar io“, Kapt. Warmuth,
1888 März 9 in 5,3® N-Br und 29,4° W-Lg: Es ist keine Wolkenform zu er
kennen; der Himmel ist gleichmäßig bedeckt mit einer dicken Dunst
schicht, ohne Regen. Wind ENE4.
März 12 in 10,8° N-Br und 38,6° W T -Lg: Die Luft ist äufserst diesig; der
Himmel, zeitweise ganz wolkenlos, ist mit einem grauen Dunstschleier
überzogen. Es scheint, als ob die Luft des Nachts reiner wäre, als
am Tage. Die Sterne scheinen viel heller und klarer, als man erwarten
sollte. Wind NEzN 4—5.
März 18 in 22,2° N-Br und 41° W-Lg: Die Luft hat während der Nacht
einen feinen rötblichen Staub abgesetzt. Derselbe ist nur in den oberen
Segeln bemerkbar, nicht an Deck, noch in den Untersegeln. Wind
NEzE 4—5.
(Anm. Die Position liegt von dem nächsten Punkte der afrikanischen
Küste 1300 Sm entfernt.)
Journal S. 3198. „Hamptm Court“, Kapt. D. Kruse.
1888 Oktober 28 in 20,5® N-Br und 20,7® W-Lg: In der Nacht auffrischende
lebhafte Briese aus NE, diesige Luft; Morgens entdeckten gelben Staub
(Wüstenstaub) am Takelwerk.
Journal D. 1131. Dampfer „Rio“, Kapt. W. Wichmann.
1888 November 11 in 15,8° N-Br und 22,6° W-Lg: Nachts starker Th au. Bei
Sonnenaufgang sehr undurchsichtige feuchte Luft mit sehr röthlicher
Färbung im Osten; oben klarer Himmel. Sahen die Insel Maya erst
in einem Abstande von 5 Sm. Nachmittags ging Boavisla schon auf
einem Abstande von weniger als 8 Sm aus Sicht. Luft sehr trügerisch;
klarer Himmel, doch keine Fernsicht. Röthlicher Dunst im Osten.
Wind NE 3.
November П in 19,2° N-Br und 21° W-Lg: Sehr feuchte röthlieh aus
sehende Luft in der Kimm; oben Himmel klar, Wind NE 4.