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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Die Küste von Atacama, Chile. 
wechselt, und verliert sich ungefähr 500 in vom Meere im Sande. Sein Wasser 
ist Salpeter haltig und ungesund. Das Thal und Bett des Flusses sind fast nur 
mit solchen Pflanzen bewachsen, denen ein salpeterhaltiger Boden genügt. In 
einigen Theilen des Thaies sind Anpflanzungen von Viehfutter, das jedoch von 
sehr geringem Werthe ist. 
Die Bucht Loa. Sie ist von Punta Chilena und einer nördlich von ihr 
gelegenen Landspitze begrenzt, ungefähr 4 Sm breit und dringt 2 Sm ins Land 
ein. An der sie ©inschliefsenden Küste ist nur eine Stelle, wo man allenfalls 
bei ruhiger See landen kann. Diese befindet sich im Süden des Flusses Loa 
zwischen Felsen und einer aus weifsen Klippen bestehenden Landzunge. Die 
Küste zwischen Punta Chilena und der nördlich des Flusses liegenden sandigen 
Punta Chipana ist felsig und unrein. 
Im SO der Stelle, wo die Mündung des Flusses Loa angenommen wird, 
und etwa 5 Sm davon entfernt liegt die Mine Guachan, welche im Jahre 1885 
auf Gold, Silber und Kupfer mit günstigem Erfolg bearbeitet wurde. 
Staubfälle im Nordatlantischen Ocean. 1 ) 
(Mlttheikmg von der Deutschai Seewarte.} 
Nach den im vorigen Jahrgang dieser Annalen Seite 145 veröffentlichten 
sind der Seewarte noch folgende Berichte über Staubfällo im Passatgebiete des 
Nordatlantischen Oceans zugegaragen. 
Journal 8. 2952. „Marie“, Kapt. G. Thomascbewski. 
1887 Juni 3: Passirten 30 Sm westlich von St. Antonio (Kapverden). Diesige 
Kimm, obere Luft klar. 
Juni 4 in 14,7° N-Br und 25,6° W-Lg: Nachts leichter Thau, Morgens 
8 Uhr das Takelwerk mit rothem Staub bedeckt; Wind ЕЕ 6. 
Journal S. 2964. „Fürst BismarckKapt. W, v. d. Vring. 
1887 Juni 6 in 10,5° N-Br und 23,6° W-Lg: Vormittags bemerkten, dafs die 
Takelung an der Luvseite mit hellgrau aussehendem Wüstenstaub bedeckt 
war. Wind ENE 2—S. Seit Juni 1 in 20,9° N-Br und 23,9° W-Lg 
stets diesige Luft bei frischer, nachher abflaueeder Passatbriese aus 
NE bis E; vorher bei leichter nördlicher Briese sichtig, desgleichen 
vom 7. an, nachdem mit SE-Wind Regen eingetreten. 
Journal S. 2975. „Aeolus“, Kapt. Fr. Reinem 
1887 Juni 30 in 14,8° N-Br und 25,5° W-Lg: Sahen bei Tagesanbruch das 
Verdeck, die Segel und das Tauwerk mit gelbem Staub bedeckt. Wind 
EzN 3. Von 24° N-Br und 21,5° W-Lg (Juni 24) her stets diesige Luft, 
nach dem Staubfall sichtig. 
(Anm. Ueber die Staubfälle im Juni 1887 sind auch an früherer Stelle 
schon ©ine erhebliche Anzahl Berichte gegeben, woraus hervorgeht, dafs der 
Staubniederschlag damals eine grofse Ausdehnung hatte.) 
Journal S. 3076. „Arctums“, Kapt. B. Hollmann. 
1887 Juli 22 in 13,6° N-Br und 25,8° W-Lg: Luft klar, jedoch häsig; scheint 
afrikanischer Staub zu sein. Wind ENE 4—5. 
Journal S. 3013. „Richard Wagner", Kapt. 0. Romberg. 
1887 Juli 28 in 16,7° N-Br uud 20,4° W-Lg: Morgens die Luvseiten der Wanten 
sowie des Manilü-Tauwerks voll rothgelben Staubes. Wind NNW 6—5. 
Juli 29 in 15° N-Br und 20,2° W-Lg: Sonne rötklieh durch den Dunst 
scheinend. 
l ) Siehe diese Annalen Jahrgang 1886, Seite 113 ff., und Jahrgang 1888, Seite 145 ff.
	        
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