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Die Küste von Atacama, Chile.
Caleta Duendes ist eine unbedeutende Einbuchtung ca 2 Sm in N 30° 0
von Punta Tocopüla. Früher wurde hier der in der Mine Toco gewonnene Sal
peter eiDgesehifft, jetzt ist die Bucht von keiner Wichtigkeit mehr. Nahe dem
Einschiffungsplatze stehen einige Häuser, die gegenwärtig fast unbewohnt sind.
Punta Paquica. Diese Landspitze liegt 12 St» N W von Punta
Algodonales. Sie ist hoch, felsig, von dunkeier Farbe und fällt senkrecht zum
Meere ab. Ihre höchste Spitze erhebt sieh 200 m über den Meeresspiegel. Die
Küste zwischen der Bucht Dmndes und der Landspitze Paquica ist steil und
nicht ganz rein. Ungefähr in der Mitte derselben öffnet sich das Thal Mamüla
mit einem 100 m über dem Meeresspiegel liegenden guten Wasser platz, in dessen
Nähe Bäume und einige Schlingpflanzen wachsen, welche von See aus sichtbar
sind. Etwas nöidlich von diesem Thal trifft man auf eine Felsengruppe, welche
Guanillo genannt wird. Die zu dieser Gruppe gehörenden Felsen sind von
kegelförmiger Gestalt und mit Guano bedeckt. In der Nähe jund nördlich von
diesen liegt Punta del Mal Paso, eine steile Landspitze, an ¡deren Fufse sich
Klippen befinden. Nicht weit von derselben ist ein Wasserplatz, dessen Wasser
jedoch schlecht und salzhaltig ist. Zwischen Mal Paso und Paquica befindet
sich der sandige Landungsplatz Playa Ancha, der oft von Fischern benutzt
wird. In SW davon, ungefähr 100 m entfernt, liegt die blinde Klippe Tortuga,
auf welcher das Meer brandet.
Caleta Paquica ist eine in NO der gleichnamigen Landspitze gelegene
Bucht, welche auch Caleta de. Piedra Parada genannt wird. Sie ist nicht rein
und der Ankerplatz unsicher, weil er nur 1 Kabllg. von den Felsen entfernt ist.
Punta und Caleta Arenas. Die Landspitze liegt 16 Sm N 2° W von
Punta Paquica. Sie ist, wie ihr Name andeutet, sandig. Die Küste zwischen
ihr und Punta Paquica ist zum gröfsten Theil sandig, an einigen Stellen steinig
und steil und ganz unzugänglich. Ungefähr in ihrer Mitte liegt der 80 m hohe
runde Hügel Santa Lucia, an dessen Nordseite eine jener Landungsstellen liegt,
welche die Küatenbewohner Ucos nennen. Da dieselben sich zwischen Felsen
und Klippen befinden, ist das Landen stets mehr oder weniger gefährlich.
Die Bucht Arenas liegt au der NO-Seite der gleichnamigen Landspitze
und ist etwas vor Seegang aus südlicher Richtung geschützt. Nach Norden ist
sie offen, hat aber in 18 m Wasser einen guten Ankerplatz mit Sandgrund,
Der Landungsplatz ist gut, aber die dahinter liegende Küste steil und unzu
gänglich. Die Bucht ist von keiner Wichtigkeit.
Punta und Caleta Lautaro. Die Landspitze liegt 5,5 Sm in N 17° 0
von Punta Arenas. Sie ist ein steiler, 70 m hoher Hügel, dessen Gipfel mit
einer breiten Schicht Guano von weifslicher Farbe bedeckt ist. Rings um die
Spitze sind mäfsige Tiefen, und ist daselbst die Küste rein. Zwischen Punta
Lautaro und Punta Arenas ist die Küste fast ganz unzugänglich, nur 1,2 Sm
in SzO von der ersteren Landspitze befindet sich am Noidtufse eiues hohen
runden Felsens der Landungsplatz Colipi. Das Landen daselbst ist jedoch wegen
des felsigen Ufers und des Sogs nicht ohne Gefahr. Die enge Bucht Lautaro
liegt au der NO-Seite der gleichnamigen Landspitze. Sie ist in der Oeffnung
nur 500 m breit und dringt 250 tu ins Land ein. Ein guter Ankerplatz mit
23 m Wasser und Sandgrund liegt 2,5 Kabllg. von der südlichsten Spitze. Ein
guter Landungsplatz befindet sich an einem sandigen Ufer. Die Bucht wird
nur von Fischern besucht.
Punta Chileua ist eine niedrige, von Brandung umgebene Landspitze,
4 Sm N 3° W von Punta Lautaro. Sie ist zum Theil mit Guano bedeckt. Die
Küste zwischen den beiden Landspitzen Chilena und Lautaro ist hügelig und
an verschiedenen Stellen sehr steil. An drei Orten kann man bei ruhiger See
landen.
Caleta Huelen. Diese kleine Bucht liegt 1,3 Sm SSO von Punta
Chilena. An ihrer Oeffnung ist sie 400 m breit und dringt 200 m ins Land ein.
Das sie einschliefsende Ufer ist sandig, und hinter demselben erheben sich
50 m hohe Abhänge. In der Bucht ist ein mitfelmäfsiger Landungsplatz.
Der Finfa Loa. Er ist das bedeutendste Gewässer zwischen Copiapö
und Arica; seine Breite beträgt im Sommer ca 5 m und seine Tiefe 0,3 bis
0,4 m. Aus der Vereinigung der Flüsse Duice und Chiuchiu entstehend, fliefst
er mit ziemlicher Geschwindigkeit durch eine enge Schlucht, deren Breite sehr
Abu, d. Byär. etc., 1889. Heft XI. 5