accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

449 
Die Küste von Atacama, Chile. 
Caleta Duendes ist eine unbedeutende Einbuchtung ca 2 Sm in N 30° 0 
von Punta Tocopüla. Früher wurde hier der in der Mine Toco gewonnene Sal 
peter eiDgesehifft, jetzt ist die Bucht von keiner Wichtigkeit mehr. Nahe dem 
Einschiffungsplatze stehen einige Häuser, die gegenwärtig fast unbewohnt sind. 
Punta Paquica. Diese Landspitze liegt 12 St» N W von Punta 
Algodonales. Sie ist hoch, felsig, von dunkeier Farbe und fällt senkrecht zum 
Meere ab. Ihre höchste Spitze erhebt sieh 200 m über den Meeresspiegel. Die 
Küste zwischen der Bucht Dmndes und der Landspitze Paquica ist steil und 
nicht ganz rein. Ungefähr in der Mitte derselben öffnet sich das Thal Mamüla 
mit einem 100 m über dem Meeresspiegel liegenden guten Wasser platz, in dessen 
Nähe Bäume und einige Schlingpflanzen wachsen, welche von See aus sichtbar 
sind. Etwas nöidlich von diesem Thal trifft man auf eine Felsengruppe, welche 
Guanillo genannt wird. Die zu dieser Gruppe gehörenden Felsen sind von 
kegelförmiger Gestalt und mit Guano bedeckt. In der Nähe jund nördlich von 
diesen liegt Punta del Mal Paso, eine steile Landspitze, an ¡deren Fufse sich 
Klippen befinden. Nicht weit von derselben ist ein Wasserplatz, dessen Wasser 
jedoch schlecht und salzhaltig ist. Zwischen Mal Paso und Paquica befindet 
sich der sandige Landungsplatz Playa Ancha, der oft von Fischern benutzt 
wird. In SW davon, ungefähr 100 m entfernt, liegt die blinde Klippe Tortuga, 
auf welcher das Meer brandet. 
Caleta Paquica ist eine in NO der gleichnamigen Landspitze gelegene 
Bucht, welche auch Caleta de. Piedra Parada genannt wird. Sie ist nicht rein 
und der Ankerplatz unsicher, weil er nur 1 Kabllg. von den Felsen entfernt ist. 
Punta und Caleta Arenas. Die Landspitze liegt 16 Sm N 2° W von 
Punta Paquica. Sie ist, wie ihr Name andeutet, sandig. Die Küste zwischen 
ihr und Punta Paquica ist zum gröfsten Theil sandig, an einigen Stellen steinig 
und steil und ganz unzugänglich. Ungefähr in ihrer Mitte liegt der 80 m hohe 
runde Hügel Santa Lucia, an dessen Nordseite eine jener Landungsstellen liegt, 
welche die Küatenbewohner Ucos nennen. Da dieselben sich zwischen Felsen 
und Klippen befinden, ist das Landen stets mehr oder weniger gefährlich. 
Die Bucht Arenas liegt au der NO-Seite der gleichnamigen Landspitze 
und ist etwas vor Seegang aus südlicher Richtung geschützt. Nach Norden ist 
sie offen, hat aber in 18 m Wasser einen guten Ankerplatz mit Sandgrund, 
Der Landungsplatz ist gut, aber die dahinter liegende Küste steil und unzu 
gänglich. Die Bucht ist von keiner Wichtigkeit. 
Punta und Caleta Lautaro. Die Landspitze liegt 5,5 Sm in N 17° 0 
von Punta Arenas. Sie ist ein steiler, 70 m hoher Hügel, dessen Gipfel mit 
einer breiten Schicht Guano von weifslicher Farbe bedeckt ist. Rings um die 
Spitze sind mäfsige Tiefen, und ist daselbst die Küste rein. Zwischen Punta 
Lautaro und Punta Arenas ist die Küste fast ganz unzugänglich, nur 1,2 Sm 
in SzO von der ersteren Landspitze befindet sich am Noidtufse eiues hohen 
runden Felsens der Landungsplatz Colipi. Das Landen daselbst ist jedoch wegen 
des felsigen Ufers und des Sogs nicht ohne Gefahr. Die enge Bucht Lautaro 
liegt au der NO-Seite der gleichnamigen Landspitze. Sie ist in der Oeffnung 
nur 500 m breit und dringt 250 tu ins Land ein. Ein guter Ankerplatz mit 
23 m Wasser und Sandgrund liegt 2,5 Kabllg. von der südlichsten Spitze. Ein 
guter Landungsplatz befindet sich an einem sandigen Ufer. Die Bucht wird 
nur von Fischern besucht. 
Punta Chileua ist eine niedrige, von Brandung umgebene Landspitze, 
4 Sm N 3° W von Punta Lautaro. Sie ist zum Theil mit Guano bedeckt. Die 
Küste zwischen den beiden Landspitzen Chilena und Lautaro ist hügelig und 
an verschiedenen Stellen sehr steil. An drei Orten kann man bei ruhiger See 
landen. 
Caleta Huelen. Diese kleine Bucht liegt 1,3 Sm SSO von Punta 
Chilena. An ihrer Oeffnung ist sie 400 m breit und dringt 200 m ins Land ein. 
Das sie einschliefsende Ufer ist sandig, und hinter demselben erheben sich 
50 m hohe Abhänge. In der Bucht ist ein mitfelmäfsiger Landungsplatz. 
Der Finfa Loa. Er ist das bedeutendste Gewässer zwischen Copiapö 
und Arica; seine Breite beträgt im Sommer ca 5 m und seine Tiefe 0,3 bis 
0,4 m. Aus der Vereinigung der Flüsse Duice und Chiuchiu entstehend, fliefst 
er mit ziemlicher Geschwindigkeit durch eine enge Schlucht, deren Breite sehr 
Abu, d. Byär. etc., 1889. Heft XI. 5
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.