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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Die Küste von Atacama, Chile. 
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Caleta San Pedro, eine kleine Bucht in Lee von Punta Grande. Beim 
Einsegeln und Ankern ist darauf zu achten, dafs sich 200 m in NW der daselbst 
befindlichen Mole eine blinde Klippe befindet. In einer Entfernung von etwa 
500 m von der Mole liegt die Kupfermine San Pedro. Wasser ist in der Nähe 
nicht vorhanden und wird von Tocopilla geholt. 
Nördlich von Punta Grande ist die Küste bis nahe Punta Bandurria mit 
Seetang eingefafst. 
Punta und Caleta Bandurria, 2,8 Sm in N8° W der Punta Grande 
liegt die hohe und felsige Landspitze Bandurria. Von den vor ihr liegenden 
Klippen ist eine blinde besonders gefährlich. Dieselbe befindet sich auiserhalb 
der Linie Punta Grande—Punta Bandurria. Westlich von letzterer Landspitze 
liegt eine kleine Insel von weifser Farbe, die sich von der dunkelen Küste 
deutlich abhebt. Zu beiden Seiten von Punta Bandunna sind kleine Buchten, 
von denen die südliche Caleta de los Chinos und die nördliche Caleta Bandurria*) 
genannt werden. In beiden sind gute Landungsplätze. 
Caleta Guanillo del Sur ist eine geringe Einbuchtung der unreinen 
felsigen Küste und liegt von Punta Bandurria NNO 0,6 Sm. Der Ankerplatz 
ist offen, befindet sieh 2,5 Kabllg. vom Lande und hat 22 m Wasser. Der Grund 
besteht zum gröfsten Theü aus Sand und Steinen. In der Mitte der Bucht, 
400 m in N 33° W vom Molenkopfe, liegt eine Klippe, welche bei Niedrigwasser 
trocken fällt. Es ist daher besser, weiter aufseu oder nach der Südküste der 
Bucht hin zu ankern, Die Bucht ist kenntlich an den an ihr liegenden Häusern 
und der chilenischen Flagge, welche bei Annäherung eines Schiffes geheifst wird. 
Lebensmittel und andere Schiffsbedürfnisse sind nicht zu haben, ebenso 
wenig Wasser, welches von Gatico und Copaca geholt wird. In der Umgegend 
und in geringer Entfernung vom Strande befinden sich reiche Kupfergänge. 
Guanillo del Sur ist mit Cobija durch einen ziemlich bequemen Fahrweg 
verbunden, auf welchem ein reger Verkehr stattfindot. 
In N -1° W von der Bucht Guanillo befindet sich in einer Entfernung 
von 1300 m die Landspitze Guanillo und I Sm in NzO von dieser ein kleiner, 
ziemlich schwer zugängiger Landungsplatz, welcher Hur von Fischern benutzt 
wird. Diese Küstenstrecke ist niedrig, felsig und unrein. Der zwischen Punta 
Guanillo und dem Landungsplätze liegende Tfaeil ist von 5 bis 7 m hohen Ab 
hängen eingefafst. 
Punta Ampa, Diese Landspitze liegt N8° W 3,5 Sm von Punta Ban 
durria. Sie ist felsig und niedrig, verlängert sich ca 750 m und entsendet 
mehrere Klippen. Es ist daher geboten, sich mindestens 1 Sm von derselben 
entfernt zu halten. Die Küste zwischen Punta Guanillo und Punta Ampa ist 
sehr unrein, denn in einer Entfernung von 500 m vom Strande brandet die See 
an verschiedenen Stellen. Gegenüber der Punta Ampa ist der Eingang zu dem 
nach Osten hin liegenden Thale Ampa, in welchem Kupfererzgänge sind. 
Punta und Caleta Copaca. Die Landspitze dieses Namens liegt 
8,5 Sm in N 6° W von Punta Grande. Sie ist niedrig und felsig. Auf ihrer 
Spitze liegen einige kleine Hügel, ln geringer Entfernung nordöstlich von ihr 
befindet sich die kleine Bucht Copaca mit gutem Landungsplätze und aus Sand 
und kleinen Muscheln bestehendem Strande. Es sind dort zwei Brunnen, welche 
sehr gutes Wasser enthalten und daher von den Bewohnern der Umgegend 
sorgfältig gehütet werden. Zwischen den östlich gelegenen Hügeln sind einige 
Quellen, z. B. im Thale La Higuera, welches der ebenso benannten Bucht 
gegenüber liegt. Die Bucht Copaca ist sehr fischreich und wird aufser von 
Fischern auch von den Minenarbeitorn der Umgegend öfters aufgesucht; 2000 
bis 2500 m südlich von Punta Copaca liegen die beiden bequemen Landungs 
plätze Higuera und Copaca Vieja. Ibr Strand besteht aus Sand und kleinen 
Muscheln. 500 m nördlich von Punta Ampa befindet sich ein kleiner Landungs 
platz, La Qaviota genannt, dessen Strand von weifser Farbe ist. 
Punta und Caleta Alala. Die Landspitze liegt N1° W 11 Sm von 
Punta Grande. Sie ist das westliche Ende einer Reihe von Bergen, 100 m hoch 
und von kegelförmiger Gestalt, Wegen dieser regelmäfsigen Gestalt und der 
0 Südlich, zwischen Punta Lagarlo und Punta Jorjmo, liegt eine Bucht, welche denselben 
Namen führt. (Siehe Seite 443.)
	        
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