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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Dio Kiiats von Asacama, Chile. 
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Punta und Caleta Gualaguala. Die Landspitze liegt N 5° W 2,3 Sm 
von Punta Yages. Sie ist hoch und an den auf ihr liegenden niedrigen 
schwarzen Hügeln zu erkennen. In NO dieser Spitze liegt die Bucht Gualaguala 
mit ziemlich gutem und geschütztem Ankerplätze. In 100 m Entfernung vom 
Strande sind 18 m Tiefe mit Sandgrund, In dieser Bucht wird Kupfererz aus 
den Minen der Umgegend eingeschifft, und hat man zu diesem Zwecke eine 
hölzerne, circa 30 m lange Mole gebaut. Nahe dem Strande stehen einige 
Häuser, deren Einwohnerzahl (1885) 20 bis 25 betrug. Im Osten der Land 
spitze sind drei Brunnen mit ziemlich gutem, aber wenig Wasser, uud im Osten 
der Bucht, 3 Sm von ihr entfernt, liegt das Thal des Leoncito, wo gleichfalls 
oin Wasserplatz ist. 
Punta und Caleta Michilla. Die Landspitze liegt 1,7 Sm in NNO der 
Landspitze Gualaguala. Sie tritt wenig hervor, ist felsig, und in ihrer Nähe 
liegen einige Inselchen. In NO der Landspitze öffnet sieh die Bucht Michilla 
in einer Breite von 2 Sm und dringt 750 m ins Land ein. Sie hat in 23 m 
Tiefe einen guten Ankerplatz mit Sandgrund. Die felsige Küste bildet eine 
natürliche Mole, welche zum Einschiffen der aus der Mine Michilla und anderen 
Minen berangebrachten Erze benutzt wird. An der Bucht liegen einige Häuser. 
Yon' Michilla aus führen verschiedene Wege nach den Minen nnd einer nach 
Gualaguala. Der letztere kann von zweiräderigen Karren benutzt werden, die 
übrigen sind nur Reitwege. 
Punta und Caleta Tames. Die Landspitze liegt 5 Sm in N 9° W von 
Punta Michilla; ihre Umgebung ist rein. In N 2° W von Michilla und 2,3 Sm 
davon entfernt befindet sich die niedrige, wenig vorspringende Landspitze 
Huaque; 300 m von letzterer entfernt liegt eine kleine Insel von schwarzer 
Farbe. Die Küste zwischen den beiden Landspitzen ist steil und unzugänglich. 
Die Bucht Tames liegt neben der gleichnamigen Landspitze. Sie ist nur klein, 
hat aber 3 Kabllg. vom Lande in 22 in Wasser einen aus Sand bestehenden 
guten Ankergrund. In der Nähe desselben ist eine Mole zum Einschiffeu der 
Kupfererze, und am Strande stehen einige Hütten der Minenarbeiter. Oestlich 
der Bucht liegt das Thal Tarnes mit einer verlassenen Mine und einer Quelle 
mit ziemlich gutem Trinkwasser. 
Punta Guasilla. Diese Landspitze liegt 5 Sm N 7° W von Punta 
Tames. Zwischen den beiden Landspitzen sind noch zwei andere gelegen, 
nämlich Punta Ckungungo, welche sich wegen ihrer schwarzen Farbe hervor 
hebt, und nördlich von dieser Punta Tamina, erkennbar au einer davor liegen 
den kleinen Insel von weifsei- Farbe. Oestlich von der ersteren befindet sich 
an zwei Stellen gutes Trinkwasser, aber der Weg dahin ist sehr beschwerlich. 
Vor Punta Guasilla liegen, etwa 1000 m von der Küste entfernt, zwei Inselchen 
mit weifsen Gipfeln. Der Kanal zwischen denselben ist nur für Boote passirbar. 
Ungefähr 3 Kabllg. in NO der Landspitze ist ein sandiger Strand, an welchem 
Boote landen können. 
Punta Cobija. Der westlichste Tlieil dieser nicht sehr hohen Land 
spitze liegt in 22° 32' 25,7" S-Br und 70° 16' 22,6" W-Lg. Yon ihr peilen: 
Punta Guasilla in ... S 6° W, ca 1,5 Sm, 
Morro von Mejillones in . S 11° W. 
Rhede von Cobija. Die Bucht, in welcher diese Rhede liegt, hat eine 
Breite von 2 Sm und eine Tiefe von 5,5 Kabllg. Zwei Kabellängen von der 
Stadt Cobija ist auf 20 bis 28 m Wasser ein guter, aus Sand und kleinen 
Muscheln bestehender Ankergrund. In der Nähe der Ufer ist der Grund felsig. 
Das Kanonenboot R Pilcomayo“, welches öfters hier war, ankerte unter folgenden 
Peilungen: 
Punta Cobija in . . . . S 54° 0' W 
Thurm der Kirche in . . S 35° 30' 0 
Begräbnifsplatz in . . . S 83° 0' 0. 
Segelanweisung. Wenn man von Westen kommt, so erblickt man zuerst 
den Morro von Mejillones und kann dann nach der Rhede seinen Kurs nehmen. 
Sind die hohen, hinter der Küste liegenden Berge nicht mit Wolken bedeckt,
	        
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