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Die Küste von Atacama, Chile.
Meeresspiegel erhebt. Fast die ganze Küste der Insel ist unrein, und die West
seite, wo die See fortwährend heftig brandet, durchaus unzugänglich. An der
NO-Küsto sind zwar verschiedene Landungsplätze, doch sind dieselben wegen
des dort auftretenden Sogs sehr unbequem. Die beste Stelle zum Landen ist
ungefähr in der Mitte der Ostküste bei einer kleinen, aus Sand und Kiesel be
stehenden Landzunge. Die Insel liegt in 23 ö 25' 33,6" S-Br und 70° 36' 50,3" W-Lg,
und entspricht diese Position dem Schnittpunkte einer Ost—West-Linie durch
die eben erwähnte kleine Landzunge mit einer Nord—Süd-Linie durch die Nord
spitze. Im Süden der Insel liegen bis zu einer Entfernung von 600 m von ihrer
Küste einige Klippen und anfser diesen noch eine blinde Klippe in ca 1000 m
Entfernung. Letztere vei-eogt die südliche Mündung des die Insel von dem
Festlande trennenden Kanals. Derselbe hat eine Länge von 1,1 Sm und eine
Minimalbreit© von 4 Kabllg. Er empfiehlt sich Dicht zur Einfahrt nach dem
Hafen, weil dieser nordöstlich Yon der Insel Santa Alaria liegt und der Kanal
nicht ganz rein ist. Am besten ist es, durch den nördlich der Insel liegenden
Kanal, welcher auch bisher ausschliefslioh benutzt wurde, nach dem Hafen zu
steuern. Die Einfahrt nach dem letzteren ist nicht ganz frei von Gefahren,
weil an der Nordseite der Insel und an der ihr gegenüberliegenden Küste des
Festlandes einige Klippen sind, welche das Fahrwasser auf ca 4,5 Kabllg. ein
engen. Die Tiefe im nördlichen Kanal schwankt zwischen 40 und 33 m. Der
Grund besteht ans Sand und kleinen Muscheln. Beim Einsegeln in denselben
dai’f man der West-, NW- und der Nordküste der Insel Santa Maria nicht zu
nahe kommen und mufs die Stellen, wo Seetang wächst, vermeiden. Der beste
Ankerplatz befindet sich in 16 m Wasser, auf Sand- und Muschelgrund, unter
den Peilungen:
Ostspitze der Insel in ... S 4° 30' W
Nordspitzo derselben. . . . S 80° W.
Es ist besser, das Schiff zu vertäuen, weil öfters heftige Windstöfse von
Süd her kommen. Im Uebrigen bietet der Hafen vollständige Sicherheit; das
chilenische Kanonenboot „Pileomago“ hat denselben oft benutzt und in ver
schiedenen Theilen desselben vor Anker gelegen. Die in Lee der Insel liegende
Küste hat Landungsplätze, an welchen in früheren Zeiten das in der Umgegend
gewonnene Kupfererz eingeschifft wurde. Jetzt werden die Minen nicht mehr
bearbeitet und ist infolge dessen der Hafen ganz anfgegeben. Nur Fischer
fahrzeuge suchen denselben noch auf. Die Gegend ist öde und wasserlos. Der
nächste Ort, wo man Wasser erhalten kann, ist die Aguada de Moreno, zu
welcher ein beschwerlicher Weg führt. Im Norden des Hafens befindet sieh
an der Küste des Kontinentes eine kleine Bucht, in welcher einige Schiffe Hegen
können und die einen guten Landungsplatz hat. Die Hafenzeit von Puerto de
Constitución ist 10 h und steigt die Springfluth 1,0 m.
Punta Lagarto. Diese Landspitze liegt 10 Sm in N7°0 von Punta
Tetas. Die Küste zwischen Puerto de Constitución und Punta Lagarto ist felsig
und nicht hoch. In der Nähe derselben liegen viele Felsen, welche wenig über
dem Meeresspiegel hervorrageu. Etwas nördlich der Punta Lagarto ist eine
kleine Bucht, welche die Fischer besuchen und die sie Caleta Lagarto nennen.
Dieselbe ist aber nicht zu empfehlen; ein Boot der „Pilcomayo“, welches dort
zu landen versuchte, wurde an den Felsen in Stücke zerschlagen.
Insel Lagarto. Dieselbe liegt S 20° W von Punta Lagarto, 450 m von
der Küste entfernt. Ihre Breite beträgt 150 m und ihre Länge in nordsüdlicher
Bichtung 450 m. Sie ist felsig und wegen der gelblichen Farbe der auf ihr
lagernden Muscheln von der anders gefärbten Küste leicht zu unterscheiden.
Ihre Höhe über dem Meei-esspiegel beträgt ca 6 tn. Au ihrer Leeseite kann
man landen, ln N 40° W von der Insel, 800 m von ihrer NW-Spitze entfernt,
befindet sich ein Fels, welcher von einem Riff umgeben ist, auf dem die See
fortwährend brandet. Auf diesem Riff strandete im Jahre 1862 der Dampfer
„Lima*.
Klippe Esmeralda. Südlich der Südspitze der Insel Lagarto und
1300 m von derselben entfernt befindet sieh eino Uutiefe von ca 2 Kabllg.
Durchmesser, bestehend aus blinden Klippen, die mit Seetang bedeekt sind.
Auf denselben brandet das Meer fortwährend. Diese Untiefe ist etwas weiter