Kleine Notizen.
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11, Ankerplatz bei Hodeidah. Rothes Meer. („Notice hydro-
graphiquc“ 5. Paris 1889.) Der beste Ankerplatz für greise Schiffe auf der
Rhede von Hodeidah 1 ) liegt 2Sm westlich der Stadt auf 8 m Wässertiefe. Bei
südlichen und westlichen Winden steht daselbst hoher Seegang, welcher den
Bootsverkehr sehr erschwert und bei südlichen Winden oft unmöglich roaeht.
12. (D. S.) Flaschenposten, a) Durch Vermittelung des deutschen
Konsulats in Wellington N. S. ist der Seewarte ein Flasehenpostzettel zu-
gegangen, der von der deutschen Bark „Lwaa“, Kapt. R. Hinriehsen, auf
der Reise von Homburg nach Melbourne am 3. November 1887 auf 46° 5' S-Br
und 72° 10' O-Lg über Bord geworfen und von dem Herrn William La n gl er
am 26. Dezember 1888 an der Westküste der Nordinsel von Neu-Seeland, eine
Seemeile nördlich von der Mündung des Flusses Mancmatu, auf 40° 26' S • Bf
und 175° 14' O-Lg aufgefunden wurde.
Soweit bekannt, dürfte die Flasche bis zum Meridian der Südspitze von
Van-Diemensland 3175 Sm nach etwa OVgN und von hier 1275 Sm nach OzN,
also zusammen in 1 Jahr, 1 Monat und 23 Tagen (418 Tagen) 4450 Sm zurück»
gelegt haben.
b) Zwei Flasehenpostzettel, welche von dem deutschen Konsular-Agenten
in St. Jago (Kay) Verdesehe Inseln) eingesandt und von dem deutschen Dampfer
„Paranagm“, Kapt. J. Kröger, auf der Reise von Pernambuco nach Hamburg,
am 15, Januar 1889 auf 13° 49' N-ßr und 25° 34' W-Lg in zwei verschiedenen
Flaschen gleichzeitig über Bord geworfen wurden, sind von dem obengenannten
Herrn beide am 5. Februar 1889 an der Südküste der Insel St. Jago> bei
Gidade do Ribeira, auf etwa 14° 54' N-ßr und 23° 37' W-Lg aufgefunden.
Die Flaschen haben unter den bekannten Voraussetzungen in 21 Tagen
131 Sm nach NOzÜ Ä /sÖ zuriickgolegt, sind also fast gerade entgegen dem zur
Zeit herrschenden Passatwind getrieben. Die ganz gleiche Trift der beiden
Flaschen wird durch den Umstand noch besonders bemerkenswert!!, dafs die
eine derselben mit Sand beschwert, die andere aber leer war.
Es mag noch hinzugefügt werden, dais auch auf I). «Santo»“ in der Nähe
der Kap Verdesckm Inseln am 11. Februar 1889 ein östlicher Strom beob
achtet wurde.
c) Bin Flaschenpostzettel, eingesandt durch Vermittelung des Auswärtigen
Amtes von der französischen Botschaft in Berlin. Derselbe wurde von Kapt.
Ed. Ladewigs, Schiff „Gerd Heye“, auf der Reise von London nach Rock
kampton am 1. Februar 18.89, bei stürmischem NE-Winde und nach vorauf
gegangenen anhaltenden schweren Stürmen, 8 Sm SO von Eddystone über Bord
geworfen und am 23. desselben Monats bei Saint Benoit des Ondes (Cancate-
Bai) an der Nordküste von Frankreich, schwimmend aufgefunden.
Soweit bekannt, hat die Flasche in 19 Tagen 122 Sm nach SO'/gO
zurückgelögt.
d) Durch Vermittelung des deutschen Konsulats in Amsterdam ist der
Seewarte ein Flaschenpostzettel zugegangen, welcher von der deutschen Bark
„Flora“, Kapt. C. J. D. Binge, auf der Reise von Hamburg nach Talcahuano
am 6. März 1889 in der Nordsee, auf 52° 10' N-Br und 2° 55' O-Lg über
Bord geworfen und von dem Knaben Arie Asjes aus Hypolitushoef atu
27. März 1889 an der Nordseite der Insel Wieringen (Holland) in etwa
52° 56' N-Br und 5° 0' O-Lg aufgefunden wurde.
Die Flasche ist in den Helderstrom hineingetrieben und hat in 21 Tagen
annähernd 80 Sm nach NOzÖ und 15 Sm in östlicher Richtung zurückgelegt.
e) Wurde über Bord gewoi’fen von dem deutschen Dampfer „Santos
Kapt. Ch. Boie, auf der Reise von Lissabon nach Pernambuco, am 24. April
1889 auf 17° 29' N-Br und 23° 23' W-Lg und eingesandt von Herrn Pedro
Pigueira, der sie am 3. Mai 1889 an der Nordküste der Insel San Nicolas
(Kap Verden) gefunden. Die Flasche hat, soweit bekannt, in neun Tagen etwa
70 Sm nach SW zurückgelegt.
f) Eingegangen bei der Seewarto durch Vermittelung der französischen
Botschaft und des Auswärtigen Amts in Berlin. Ueber Bord geworfen von der
(j „Red Sea Pilot“, 1883, pag. 235.