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Kleine Notizen.
man von Norden kommend nacli dem Sa/m-FIusse 4 ) will, so mufs man die Spitz©
Bangomar ansteuern und von hier südwärts steuern, ohne sieh der Küste auf
weniger als 3 bis 4 S.m Abstand zu nähern und die Ansegelungstonne (spitze
Tonne mit Plagge) aulsuehen. Diese passive man auf 300 bis 400 m Abstand
an B-B. lassend. Von Süden kommend ist diese Tonne schwer aufzufinden, da
sie sich nur wenig vom Lande und der im Hintergründe befindlichen Brandung
abhebt.
Von der Tonne steuere mau auf die Spitze GoMmd zu bis zu dev zweiten
Tonne (von derselben Form aber kleiner) und behalte dieselbe gleichfalls an B-B.
Dann steuere man rw. NNW und passive hintereinander 3 Tonnen in Form von
Korksoheiben mit Flagge auf 50 m Abstand an B-B. Von hier steuere man
auf die Spitze N’Dior zu. Da zwischen den Tonnen 2 und 3 die Bank etwas
vorspringt und sich daselbst nur 2,5 m Niedrigwasser befindet, so darf man
nicht zu dicht an diese Tonnen kerangeheu.
Die beste Zeit zum Einsegeln in den Sa/m-FIufs ist mit dem Beginn der
Flutb, da man dann die Uferbänke leicht übersehen und solche meiden kaum
Die auf der Spitze Sangomar befindliche Bake dient hauptsächlich kleinen
Schiffen, welche den kleinen Kanal bei dieser Landspitze benutzen wollen.
7. Ausdehnung des Boca-Kanals bei Buenos Aires. Rio de la
Plata. („Avis aux Navigateurs“ 128/764. Paris 1889.) Nach einem Berichte
des Kommandanten des französischen Schiffes »Etoih*, Lieutenant Bcrryer,
erstreckt sieh der Boca-Kanal*) von den Molenköpfen zunächst 11200m in der
Richtung rw. N 72° 30'0 uud dann 3200 m nach rw. S85°30'0.
Die Breite desselben variirt zwischen 70 bis 100 in, und di© Wassert! efe
betrug gegen Ende September 1888 ca 6 m.
8. Anmerkung über die Paracöl-Insoln. Chinesisches Meer.
{„Avis aus Navigateurs“ 129/769. Paris 1889.) Nach einer Mittheilung des
Führers des Dampfers »Melbourne* liegen an der NO-Kante des Nord Riff*)
vier Klippen, welche auf fi bis 7 Sm Abstand zu sehen sind. Die südlichste
derselben ist ca 8 m hoch.
Die Insel Money der Oeseewt-Gruppe ist 6 m hoch und von Strauchwerk
bedeckt: eie hat in der Richtung SW—NO eine Länge von ca 1500m uud ist
auf 1 Sm Abstand an allen Seiten: von Brandung umgeben.
Die Insel Triton ist eigentlich nur eine Sandbank von 1 m Höhe und
von einigen Klippen umgeben, welche gleichfalls nicht höher über der Meeres
fläche sind als die Sandbank.
9. Bemerkungen über den Rous Channel, di© südliche Einfahrt
ln die Moreton - Bucht. Queensland. Ostküste von Australien.
(.,Hydrographische Nachricht* 34/276. Polo. 1888.) Das Fahrwasser über die
Barre des Rous Channel' 1 ) hat sich etwas ostwärts verschoben. Einlaufende
Schiffe müssen jetzt den nördlichen Abhang des Berges Cotton ca i 3 k der Ent
fernung von der Insel Moreton frei von der Spitze Amity halten und so steuern,
dafs dio Ecke der South Break Shoal an B-B. bleibt. Sobald die erste schwarze
Tonne beim Südende der Insel Moreton in Sieht kommt, ist in das gewöhnliche
Fahrwasser einzusteuern. Die Wassertiefe auf der Barre ist nicht mehr als
3,7 ra bei Springzeit-Niedrigwasser. Da dieses Fahrwasser sehr häufigen Ver
änderungen ausgosetzt ist, so ist anzurathen, das Ein- oder Auslaufen nie ohne
Lootsen zu versuchen.
10. Zeitsignal zu Kapstadt. Afrika. („Mededeclingen aan Zee-
varenden“ 17/213. *s Gravenhage 1889.) Nach einer Mittheilung des Komman
danten des niederländischen Schiffes „Van Galen*, Kapt. z. See C. ten Bosch,
kann man das durch einen Kanonenschufs von der hnhojff-Batterie abgegebene
Zeitsignal zu Kapstadt 5 ) nicht zur Vergleichung mit den Chronometern benutzen.
1) ,Africa Pilot“, Part I, 1885, pag. 155.
2 ) »South America Pilot“, Part I, 1885, pag. 205.
3 ) „The China Sea Directory“, Vol. 11, 1879, pag. 78, 80, 82.
t) „Australia Directory“, Vol. IT, 1879, pag. 70: Supplement 1887, pag. 7.
3) „Nsmtisches Jahrbuch 4 , Tafel XXVII.