Kleine Notizen.
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Es ist anzuratlie», nordöstlich von Bramble Cay zu Melken, uüi Eastem
Fields-Riff' ostwärts passiren zu können. Dabei onus tnan sich bemühen, das
hoho Land von Port Moresby und von Redskar Cay, welches bei gewöhnlichem
Wetter 35 Sm weit sichtbar ist, in Sicht zu bekommen. Man thut gut, wenn
man bei Tagesanbruch oder doch am Morgen den NO-Channel erreicht, da
man dann die Sonne im Osten, also mehr oder weniger achteraus hat und
dadurch das Riff leichter erkennen kann. Da das Loth nur geringe Auskunft
giebt, denn auf dem Ausläufer des Riffes sind 55 bis 91 m Wasser, so ist ein
scharfer Ausguck vom Topp aus zu halten.
Bei Springzöit setzt der Gezeitenstrom sehr stark durch die verschiedenen
Oeffnungen im Barrier-\i\i\, derselbe erreicht oft eine Stärke von 4 bis 5 Sm
die Stunde. Die Richtung ist schwer zu bestimmen, da man zu einer Zeit die
Fiuth von SO und einige Tage später dieselbe aus NW antrifft.
4. Bemerkungen über Bulhar. Ostkäste von Afrika. Golf von
Aden. („Notice liydrographique“ 5. Paris 1889.) Der im Oktober 1884 von
Aegypten an England abgetretene Handelsplatz Bulhar 1 ) liegt ca 5öSm südöstlich
von Rhor Karangarit (Khor Kalangarit), und halten die Engländer während der
Handelssaison daselbst einen politischen Agenten. Die Bevölkerung beträgt
ca 12 000 Eingeborene. Der Ankerplatz liegt an der offenen Küste und hat
keinen Schutz gegen schlechtes Wetter. Eine ca 1 Kabllg. vom Strande und
parallel zu demselben sich erstreckende Sandbank erschwert den Bootsverkehr,
welcher öfters 12 bis 15 Tage ununterbrochen gehemmt ist. Die Schiffe, welche
Bulhar aufsuchen, sind von so geringer Gröfsc, dafs sie zwischen der Sandbank
und dem Strande ankern können, um einige» inafseu sicher zu liegen.
Gröfscre Schiffe müssen 600 ro weit vom Strande, in Nord des Flaggen
mastes des Rcsidentenhauses, auf 13 m Wasser, grauen Sandgrund ankern.
Ungefähr U/s Sm ostwärts von Bulhar liegt eine durch ein Palmengebüsch
gekennzeichnete Sandbank, weiche theilweise unter Wasser, aber ca Sm von
der Kü3te ontfornt liegt.
5. Bemerkungen über Borbereh (Barbura). Afrika. Golf von
Aden. („Notice hydrographique“ 5. Paris 1889.) Der im Jahre 1884 von
England besetzte Hafen von Berbereh 2 ) ist der beste Hafen an der Siidküste
des Golfs von Adm; er liegt ca 35 Sin ostwärts von Bulhar entfernt.
Der Seyareh-Berg im Osten, das MOms-Gebirge im Westen und der Bluff-
Pafs im SO der Stadt erleichtern das Ansteuern aus jeder Richtung. Nachdem
man die Spitze Tamar passirt hat, steuere man iw. N 71° 0 auf das Hafenamts-
gebimdo zu und ankere in der Verlange» ung der Mole, ea 350 m vom Kopfe
entfernt, auf 10 in Wasser, Schlammgrund. Am Ufer beim Polizeigebäude steht
auf einer kleinen Anhöhe ein Flaggenmast, Das Hafenamt ist ein langes
weifses Steingebäude, welches nur aus einem Raum zu ebener Erde mit Veranda
besteht und daher nicht, leicht mit irgend einem anderen Gebäude verwechselt
werden kann. Am Dache, in der Mitte des Gebäudes, befindet sich das rothe
feste Häfenfeuer,
Vom Oktober bis Juni ist das Wasser im Hafen trotz der frischen,
täglich ca 15 Standen lang wehenden NE-Winde ruhig, und ist infolge dieser
Winde die Temperatur verhältnifsmäfsig frisch. Die Strömungen sind hier
unbedeutend und laufen in der Richtung der Bucht.
Kriegsschiffe können ihren Wasservorrath unentgeltlich ergänzen, und ist
das Wasser von vorzüglicher Qualität.
Aufser der im tiefen Wasser bereits befindlichen Mole, an welcher kleinere
Dampfer anlegen können, beabsichtigt die englische Regierung, an der Ostseite
der Bucht, vor dem Hafenamte eine Mole zu erbauen, um dadurch den ein
heimischen Fahrzeugen das Laden und Löschen zu erleichtern.
6. Segelanweisung für den Salm- (Saium-) Flufs. Senegambien.
Westküste von Afrika. („Notice hydrographique“ 6. Paris 1889.) Wenn
i) of Aden Pilot“, 1887, pag. 60.
^ „Gulf of Aden Pilot“ 1887 pag. 58.
Aiar>. |v Hydr. 1880, Htift X.
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