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Kleine Note».
Kleine Notizen. * 1 )
1. Segelanweisung für den Casamanza-Flufs. Westküste von
Afrika. („Notice hydrographique“, 6. Paris 1889.) Von Norden kommend,
mufs man, um den ¿•osamcinä'n-Plufs 2 ) anzusteuern, bei der Spitze Guimbering,
und von Süden kommend, bei der Spitze St, ßoko Land machen. Da die Lootsen
selten die Führung der Schilfe an der Einfahrt des grofsen Kanals übernehmen,
so gehen die Schiffe fast stets an die Einfahrt des DjogvJ- (Djoghe-) Kanals.
In diesem Falle hat mau, von Süden kommend, die Kiffe an der Nordbank zu
vermeiden.
Von Norden kommend, darf man sich dem Lande nicht zu viel nähern,
um die Bänke an den FMsnfern zu vermeidenj man steuere daher derart, dafs
die Spitze Guimbering etwas frei von der Spitze Djoghe bleibt. Wenn kein
Lootse herauskommt, mufs man ankern. Kommt dagegen der Lootse aus dem
Djogue-Kanal heraus, so gehe man dem Boote entgegen, vermeide aber die
Bänke, welche gröfstentheils durch Brandung zu erkennen sind, nur auf der
Djoguä-Bank steht selten Brandung.
2. Segelanweisung für den Nuüez-Flufs. Westküste von Afrika.
(„Notice hydrographique“ 6. Paris 1889.) Um den Wmäcz-FMs 3 ) anzusteuern,
mufs man zunächst die Insel Gonsalez anlaufeu und von dort nach der Flufs-
müudung auf die in der Br. Adm.-K. 1562 (Tit. VI No. 107) verzeichneten drei
Bäume steuern, wobei Sand Island an B-B. bleibt. Bei der Spitze Gonsalez
liegt keine Tonne aus.
Im Flusse selbst bis Bd Air ist die einzige schwierig zu passirende
Stelle eine felsige Barre, welche Gueme Saint Jean benannt ist. Dieselbe liegt
auf halbem Wege zwischen Victona und Bel Air, 3 bis 4 Sm oberhalb Victoria,
woselbst, unmittelbar nachdem der Flufs eine scharfe Krümmung gemacht hat,
am linken Ufer ein einzelnes woifses Haus mit Veranda steht.
Man steuere nun auf das linke Ufer zu, so dafs man sich querab von
dem Hause auf 150 bis 200 m Abstand befindet und von dort auf eine Baum
gruppe am rechten Ufer zu, wobei der Flufs in einem Winkel von 45° gegen
die Stromrichtung gekreuzt wird. Ungefähr 500 bis 600 m stromaufwärts von
der Baumgruppe ist dicht am rechten Ufer längs zu steuern und dann allmählich
wieder auf die Mitte des Stroms.
Querab von der erwähnten Baumgruppe liegt ein Wrack, welches strom
aufwärts gehend an St-B. bleibt. Dieses Wrack sowohl als auch die Klippen
Guimi Saint Jean fallen bei Niedrigwasser troeken.
Nahe bei Bel Air liegt ein zweites Wrack, welches man gleichfalls an
St-B. behalten mufs.
3. Bemerkungen übor Bramble Qay und Eastern Fields Riff.
Oestlicher Eingang in die Torres-Strafse. Nach dem „Sydney Morniiig
Herald“ vom 18. Juni d. J. hat der Schiffsführer Robert Brew Nachstehendes
über Bramble Cay*) und Eastern Fields-Riff mitgetheilt, Bramble Gay besteht
aus Korallen und Sand, erstreckt sich in der Richtung NW—SO und liegt auf
dem NO-Ende des «Bumer-Riffes, etwas über 20 Sm von der FTy-Mündung auf
Neu Guinea. Es ist bei Hochwasser und unsichtigem Wetter schwer aufzufinden,
da nur ein kleiner Theil desselben dann sichtbar ist. Von Oktober bis Januar
leben zahllose Seevögel zum Brüten auf dem Cay, und befindet sieh deshalb
auch eine Menge Guano darauf.
Obgleich Bramble Cay auf allen Seiten reines Fahrwasser hat, so brandet
die See auf der SO- oder Wetterseite so stark, dafs man bei gutem Wetter
das Geräusch der Brandung auf mehrere Seemeilen Entfernung deutlich hören
kann. Der auf dem Cay befindliche feine Sand ist bei Hochwasser fortwährenden
Veränderungen von der Wetterseite nach der Leeseite zu unterworfen.
i) Die mit (D. 8.) bezeichneten Notizen sind von der Deutselten Seewarte eingesendet.
I) „Africa Pilot“, Part I, 1885, pag. 161.
®) „Africa Pilot“, Part I, 1885, pag. 119.
*} „Australia Directory“, Vol. II, 1819, pag. 368 u. 450.