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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Kleine Notizen. 
39 
von 5,3° C. waren nur um 0,2° niedriger als um 4 h a. m., obgleich sich auch 
in unmittelbarer Nähe des Schiffes mehrere kleine Eisstücke befanden. Nach 
den niedrigeren kleinen Eisschollen ist ein ganz besonders scharfer Ausguck zu 
halten, weil sie aus der Ferne leicht für schäumende Seen gehalten werden 
und das Auge über sie hinweg schweift. 
3. (D. S.) Eigenartiger Blitzschlag, An Bord des deutschen 
Dampfers „Hannover“, Kapt. II. Gathemann. beobachtete man am 25. Dezem 
ber 1887 um 5 h a. m. auf der Reise vom La Plata nach Antwerpen in 6,2° N-Br 
und 28,8° W-Lg einen Blitz in Gestalt eines sich abroüendeu Knäuels Garn, 
von NO nach NNW laufend, woselbst er mit einem furchtbaren Knall, ähnlich 
einem kurzen knatternden Donnerschlage, auseinander flog und verschwand. 
Die Luft war zur selben Zeit dick bezogen, bei anhaltendem starkem Regen, 
Blitzen und Donnern und mäfsigem NE-Winde. Gleichzeitig fand ein starkes 
Moerleuchten statt. 
4. Uebe.r die jährliche Periode der Stürme an den Küsten 
Grofsbritanniens giebt der „Report of the Meteor. Council for the year 
ending 31 st of March 1887“ folgende, aus 15jährigen Beobachtungen (von 1871 
bis 1885) ermittelte Uebersicht, in welcher die angeführten Zahlen die monat 
liche Häufigkeit der Stürme in Procenten der jährlichen Gesammtzahl, die 
Gesammtzahl im Jahre und die Häufigkeit derselben nach der Richtung 
(Quadranten), aus welcher sie wehten, ebenfalls in Procenten der Gesammtzahl, 
angehen. 
Monatliche Häufigkeit der Stürme 
Gesammt 
zahl 
Jan. 
Febr. März Aptil Mai Jüni Juli Ang. Sept. Okt. 
Nov. Dez. 
im Jahre 
Shetland-Inseln 
16 
18 
h 
3 
1 1 
2 3 
6 
13 
14 
15 
281 
Ostküste von Schottland. . 15 
13 
12 
4 
1 — 
— 3 
6 
15 
16 
13 
229 
NW-Küste von 
Schottland . 15 
14 
15 
3 
1 — 
1 1 
o 
13 
16 
13 
275 
Nördliches Irland .... 16 
14 
15 
3 
1 1 
1 2 
4 
13 
15 
13 
198 
SW-Irland . 
21 
14 
10 
5 
2 1 
1 2 
6 
10 
15 
12 
277 
Irische See . 
18 
10 
10 
3 
1 1 
1 3 
6 
14 
17 
14 
265 
NO-England . 
16 
9 
16 
4 
1 3 
3 3 
5 
14 
15 
11 
172 
Ost-England . 
..... 22 
8 
10 
4 
— 3 
4 
14 
18 
14 
160 
Süd-England. 
15 
8 
8 
5 
2 1 
1 7 
7 
14 
17 
16 
190 
NW- England 
15 
12 
10 
6 
2 2 
1 5 
6 
13 
15 
13 
328 
Die gedämmten britischen 
Inseln 
«... 17 
12 
12 
4 
1 1 
1 3 
6 
13 
16 
14 
2375 
Häufigkeit 
(O/o) nach ihrer 
Richtung 
NE 
SE 
SW 
NW 
Shetland-Inseln . 
* w 
14 
29 
30 
26 
Ostküste von Schottland 
y 
8 
23 
33 
35 
NW-Küste von Schottland . 
7 
16 
44 
33 
Nördliches Irland 
6 
18 
42 
34 
SW-Irland . . 
V v 
5 
16 
62 
17 
Irische See . . 
7 
14 
50 
28 
NO-Erig'and. . 
17 
28 
40 
25 
Ost-Engîand . . 
* w 
15 
11 
57 
16 
Süd-England. . 
, 
8 
5 
54 
33 
NW-England . 
6 
15 
46 
32 
Die gestimmten britischen Insein 
9,4 
16,5 
45,8 
27,9 
5. Espiègle-Bai; Westküste von Afrika. 1 ) Die in diesen Annalen 1888, 
Seite 20, erwähnte Ansiedelung an der Ostküste der Espiègle-Bai liegt nach 
dem Berichte S. M. Kr. „Habicht“ nicht, wie mau zu erwarten geneigt ist, in 
dem inneren Theile der Bai, der sogenannten Espiègle Com, sondern am Nord 
ende der ganzen Bai. Dieselbe besteht aus drei gröfseren weifs getünchten 
Häusern, die von Negorhütteu umgeben sind. Dicht bei der Ansiedelung steht 
ein pyramidenförmiger Felskegel von röthlicher Farbe. Derselbe ist 12 Sm 
weit zu sehen und bildet eine gute Land marke zum Auffinden der Espiègle- Bai. 
Bei der Ansteuerung der Bai ist es rathsam, zunächst auf die erwähnte An 
siedelung zu halten, bis man etwa 3 Kabllg. vom Strande entfernt ist. Dann 
fahre man an der Ostküste der Bai entlang auf die im Hintergründe der 
J) „Africa Pilot“, Part II, 1884, S. 150.
	        
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