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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Hafen  vö»  Castries.  Insel  St.  Lucia.  Kleine  Antillen.

115  628  Pfd.  Sterl.  Die  Ausfuhr,  bestehend  aus  Zucker,  Syrup,  Kakao,  Häuten,
Blauholz  etc.,  hatte  einen  Werth  von  117  742  Pfd.  Sterl.
Segelanweisung:  Von  Norden  kommende  Schiffe  mit  geringem  Tiefgang ­
  können  dicht  um  die  Spitze  Vigie  herumgehcn,  dagegen  Schiffe  mit
grofsem  Tiefgang  müssen  um  die  l*/a  Kabllg.  südwestlich  von  dieser  Landspitze
liegende  8,8  m  -  Stelle  steuern  und  Tapion  Rock  in  Linie  mit  einem  der  Gebäude
auf  dem  Berge  Fortune  halten,  bis  das  auf  der  Spitze  Banane»  erbaute  Viotoria-Hospital
  hinter  der  Spitze  Coeoa  Nut  verschwindet.
Von  Süden  kommend,  müssen  alle  Schiffe  die  nordwestlich  von  Tapion
Rock  liegende  Tapion  Shoal  vermeiden;  hält  man  die  Spitze  LabrelloUe  in
ca  NOzN,  gut  frei  von  dem  Westende  von  Vigie,  so  bleibt  man  von  dieser
Untiefe  frei,  bis  die  Stadt  Castrie§  frei  von  der  Spitze  Coeoa  Nut  zu  sehen  ist.
In  der  Hafeneinfahrt  kommt  der  Hafenmeister  an  Bord;  Schiffe  mit
reinem  Gesundheitspafs  können  einsegeln;  Schiffe,  deren  Gesundheitszustand  nicht
in  Ordnung  ist,  dürfen  nicht  näher  als  in  275  m  Abstand  von  den  Landungsbrücken ­
  herangehen.  Dampfer  können  sodann  zwischen  Coeoa  Nut  Shoal  und
Vieille  ViUe  Shoal  hindurchgehen,  und  entweder  im  Hafen  ankern  oder  wegen
Ergänzung  der  Kohlen  an  die  Kohlenbrücke  anlegen.  Ohne  besondere  Erläubnifs
des  Hafenmeisters  dürfen  die  Schiffe  nicht  an  einer  der  Festmachetonnen  im
Hafen  sieh  befestigen.

Strom-  und  Wassertemperatur-Beobachtungen  an  der  Westküste
von  Afrika.
Antrc.MSlIt  Von  S.  M.  Kubt.  „Hyäne“,  Kommandant  Kapt.-Lieut,  Zeyo.
Die  Beobachtungen  sind  vom  2.  Juni  bis  7.  Juli  d.  J.  auf  einer  Reise
von  Kamerun  über  San  Paul  de  Loanda,  Benguela,  Mossamedes,  Große  Fisch-Bai,
Sei«4ttiicA-Hafen  und  Angra  Pequena  nach  der  Kapstadt  angestellt  worden.
Auf  der  Fahrt  von  Kamerun,  nach  San  Paul  de  Loanda  wurde  nur
während  eines  Etmals,  vom  4.  zum  5.  Juni,  ein  nördlicher  Strom,  die  übrige
Zeit  aber  stets  südlich  setzender  beobachtet.  Das  Auftreten  der  nördlichen
Strömung  machte  sich  bereits  um  IO 11  a.  m.  des  4.,  auf  1°  24'  S-Br  und
8°  8'  O-Lg,  durch  starke  von  Ost  nach  West  gerichtete  Stromkabbelung  und
durch  eine  innerhalb  kurzer  Zeit  abnehmende  Temperatur  des  Oberfläclienwassers
  von  26,4°  auf  24,2°  G.  bemerkbar.  Am  Morgen  des  6.  konnte  an  der
Veränderung  der  Farbe  und  Abnahme  des  specifischen  Gewichts  des  Wassers
bemerkt  werden,  dafs  das  Schiff  sich  im  Wasser  des  AVu/o-Flusses  befand,
dessen  Miindongsmitte  noch  etwas  über  100  Sm  entfernt  war.  In  der  folgenden
Tabelle  sind  die  während  der  Fahrt  am  6.  beobachteten  Temperaturen,  specifischen ­
  Gewichte  und  Färbungen  des  Seewassers  zusammengestellt.

Zeit
6.  Juni

S-Br

O-Lg

Mitte  der
Kongo-Mündung
peilt  Distanz

Temperatur  0  C.
Luft  Wasser

Spec.
Gewicht

Färbung
des  Wassers

8 h  a.  m.

5°

3'

10°  40'

SSOVsO

104  Sm

25,4

23,7

1,0160

schwarzgrfin.

I0 h  a.  w.

5

14

10

4ö

SSÖV2O

9»  »

25,6

24,7

dunkelbraun.

12 h  Mittags

5

24

10

51

SSO3/4O

84  »

25t>

25,7

1,0120

2 h  p,in.

5

33

10

59

mym

n  ,

26,6

26,6

1,0120

»•

4 h  p,  m.

5

43

11

7

SO*/iS

63  *

26,0

27,2

1,0115

#

6h  p.  m.

&

53

11

15

qi/ss

54  ,

25,5

26,2

1,0113

oJivengriin.

8h  p.  m.

6

4

11

22

0V4N

46  ,

25,3

26,2

1,0145.

Treibprodukte  wurden  nicht  bemerkt.
Auf  der  Reise  von  San  Paul  de  Loanda  nach  Benguela  wurde  am
13.  Juni  um  9 b  10 m  a.  in.,  zur  Ebbezeit,  3  Sm  westlich  von  der  Corimha-Barre,
            
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