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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Windstärke «ad Windgeschwindigkeit auf norwegischen Leuchtfeuer-Stationen. 
die Windstärke nach der Skala 0—6 und der in „Gruüdmgen der Meteorologie“ 
gegebenen Laödskäla notirt, die Windgeschwindigkeit nach der Wild'scheu 
Platte mit den obigen Korrektionen. 
Da m mir von Interesse schien, zu sehen, wie die auf den norwegischen 
Leuchtfeuer-Stationen geschätzten Windstärken, sieh zu den gemessenen Wind 
geschwindigkeiten stellten, indem man dadurch einen Begriff davon erhalten 
würde, wie die Beaufort-Skala von unseren Beobachtern aufgefafst wurde, habe 
ich die in der Folge beschriebene Arbeit auegeführt. 
Bei der Wahl der Stationen bin ich nach den folgenden Prineipien vor- 
gegangen. Die verschiedenen Tlieile der Küste sollten repräsentirt werden. 
Die Beobachtungs-Stationen mufsten eine freie Lage haben. Sämmtliche ge 
wählten Stationen liegen auf Inseln und alle, Andmes ausgenommen, auf sehr 
kleinen Inseln. Das Land innerhalb dieser Inseln ist niedrig, oder es liegt 
weit entfernt. Andenes liegt auf einer Spitze, mit welcher ein Tiefland endigt, 
und das hohe Land liegt in einem bedeutenden Abstand. Sowohl Winde von 
dem Lande als vom Meere können also die Stationen mit ungehinderter Rich 
tung und ohne erhebliche Verschiedenheit der terrestrischen Hindernisse treffen. 
Die Windmesser müfsten auf der Station selbst frei stehen. Diese Be 
dingung ist überall erfüllt. 
Die Beobachter sind, mit einigen Ausnahmen, alte Seeleute, welche also 
gewöhnt sind, die Stufen der Beaufort-Skala zu beurtheilen. 
Di© Stationen sind folgende: 
Breite 
Länge 
Saehöhe 
Windmesser 
Aufstellung 
des Bodens üb. d, Krdbod. 
Torungi«, 
Skagerrak-Küste 
58° 25' 
8® 18' 
15 m 
5m 
Stange 
Hellisö, 
Westküste 
60° 45' 
4° 43' 
19 öl 
5 m 
Stange 
Onä, 
Rosnsdals-Küste 
62° 52' 
r 33' 
<5Ü SM 
1 m 
Felsenspitze 
Presto, 
Folden-Bjord 
64° 47' 
12© 
10 m 
11 m 
Giebel 
Andenes, 
Nordlands-Küste 
69° 20' 
IG® & 
6 m 
3 m 
Stange 
Ich habe die Jahrgänge 1876 bis 1878 (1879) gewählt, in dem Gedanken, 
dafs in den ersten Jahren nach der Aufstellung die Schätzung der Windstärke 
dio gewohnte alte geblieben ist, und dafs der Apparat zum Messen in guter 
Ordnung gewesen. 
Einige Lücken in den Beobachtungsreihon haben bewirkt, dafs ich, um 
volle drei Jahre zu haben, einige Monate aus 1879 für Om und PrestS nehmen 
mufete. Für Torungen berechnete ich zuerst fünf Jahrgänge. Als es sich in 
dessen zeigte, dafs eine Zulage von zwei Jahrgängen kein wesentlich verschiedenes 
Resultat von drei Jahrgängen gab, erachtete ich diese Anzahl für hinlänglich 
für die übrigen Stationen. 
Auf Torungen, Hellisö und Andenes hat derselbe Beobachter die ganze 
Zeit beobachtet. Auf Ona hat vom November 1878 an und, wie es scheint, 
stellenweise auch früher ein neuer Beobachter observirt. Auf Presto tritt ein 
neuer Beobachter im Dezember 1877 auf. Man merkt den Uebergang in der 
Tabelle. 
Die Berechnung ist iu der Weise ansgeführt worden, dafs die notirte 
Windstärke als Argument genommen ist und dio gleichzeitig notirten (redueirton) 
Windgeschwindigkeiten unter einander aufgeschrieben sind, und ihr Mittel ge 
nommen. Da wo ein x notirt worden ist, ist in den Rechnungen die Ziffer 
20 m per Sek. eingeführt worden. Da beide Notirungen Moment-Beobachtungen 
sind, ist dies Verfahren berechtigt. 1 ) 
Die Berechnungen sind für jeden Monat ausgeführt worden. Es ist keine 
Sonderung gemacht nach Beobachtuugsterminen oder nach Windrichtungen, da 
dieses außerhalb meines Planes lag und die Arbeit sehr erschwert hätte. 
Die Tabellen I bis V geben das Resultat von diesen Berechnungen, mit 
den Mitteln und der Anzahl der Beobachtungen. Die Mittel sind mit diesen 
Anzahlen als Gewichten berechnet worden. 
i) „Meteorologische Zeitschrift“ 1888, S. 289. Anmerkung von \V, K.
	        
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