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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Zum Klima Japans. 
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der Ostküste zugleich mit der Temperatur die Regenmenge abzunehmen. Die 
Westküste ist, mit Ausnahme im äufsersten Süden, regnerischer als die 
Ostküste. 
Die Hauptregenzeit des Jahres fällt im gröfsten Theile Japans auf die 
Monate Juni und September; im Süden tritt das Septembermaximum nur 
schwach hervor, während im mittleren Theile der Ostküste das September 
maximum zum Hauptmaximum, das Junimaximum zum sekundären wird. An 
der Westküste verschieben sich beide Maxima auf den Juli und November; im 
nördlichen Theile findet gleichfalls eine Verschiebung statt; Hakodate hat ein 
Juli- und ein Septembermaximum, Sapporo eine entschiedene Herbstregenzeit 
mit Maximum im Oktober und November. 
Die folgenden Zahlen geben eine Uebersicht über die jährliche Regeo- 
vertbeilung in Japan, vertreten durch je zwei Orte im südlichen, mittleren 
und nördlichen Theile. 
Ort 
Jährliche 
Hegon- 
tnenge 
tsm 
Jan. 
Febr. 
März 
Monatlicher Regenfall 
in Prozenten der jährliche» Regenmenge 
April Mai Juni Juli Aug. Sept, 
Okt, 
Nov, 
Dez. 
Nagasaki 
2039 
4 
4 
6 
13 
12 
18 
10 
11 
10 
5 
4 
3 
Hiroshima 
1461 
3 
5 
8 
13 
14 
17 
10 
6 
11 
7 
4 
2 
Tokio 
1552 
3 
5 
8 
7 
9 
12 
8 
9 
7 
16 
13 
6 
4 
Niigata 
1694 
7 
6 
6 
7 
5 
7 
10 
9 
11 
13 
12 
Hakodate 
1058 
5 
5 
6 
6 
8 
7 
12 
11 
14 
9 
9 
8 
Sapporo 
1037 
9 
6 
7 
4 
7 
5 
5 
10 
12 
13 
13 
9 
R, 
Die Verkeilung des Luftdruckes über Mittel- und Süd-Europa. 1 ) 
Vor bald 20 Jahren war es, dafs Alexander Buehan zum ersten Mal 
den Versuch machte, die mittlere Vertheilung des Luftdruckes auf der ganzen 
Erdoberfläche durch Monats- und Jahres-Isobaren darzustellen, und dadurch die 
Grundlage schuf, von der aus die Erkenntnifs des inneren Zusammenhanges der 
klimatischen Elemente zu gewinnen war. Es mufste nun die Aufgabe von 
Specialarbeiten sein, dieses Bild im Detail auszuarbeiten und zu vervollständigen. 
Doch war in dieser Hinsicht nur wenig geschehen, bis vor Kurzem J. Hann 
unter dem obigen Titel ein Werk veröffentlichte, dessen Bedeutung weit über 
die Grenzen des behandelten Gebietes hinausreicht. 
Dasjenige, was dem vorliegenden Werk den Stempel aufdrückt und es 
als ein Vorbild für jede klimatologische Arbeit erscheinen läfst, ist die absolute 
Genauigkeit und Zuverlässigkeit jeder veröffentlichten Zahl. Die Methoden, 
denen diese Zuverlässigkeit zu danken ist, sind zum Theil neu vom Verfasser 
entwickelt und in verschiedenen Kapiteln (I, VIII, IX) klar dargelegt. Gerade 
die Barometerbeobachtungen sind mannigfaltigen Fehlerquellen ausgesetzt, 
welche nur zu oft die Homogenität einer langen Reihe unterbrechen. Eine 
Aenderung der Aufstellung (Höhe) des Barometers, ein Wechsel des Instruments 
oder eine Aenderung der Korrektion desselben, ein Wechsel des Beobachters 
und damit eine Aenderung der persönlichen Gleichung genügt, um die Ein 
heitlichkeit der Reihe zu stören und io die Mittelwerthe Fehler einzuführen, 
die zwar an sich klein scheinen, jedoch grofs sind, wenn es sich um die Dar 
stellung der Luftdruckvertheilung auf einem kleineren Gebiet handelt, in dem 
vielleicht die maximalen Luftdruckunterschiede nur den Betrag jener Fehler 
i) Die Vertheilung; des Luftdruckes über Mittel- und Süd-Europa, dargestellt auf Grundlage 
der 30jährige» Monat«- und Jahresmittel (1851—1880), riebst allgemeinen Untersuchungen über die 
Veränderlichkeit der Luftdruck-Mittel und -Differenzen, sowie deren mehrjährige Perioden, von 
J. Hann. Mit 3 Tafeln der Monats- und Jahres-Isobarcn und zahlreichen Tabellen. Geographische 
Abhandlungen, herausgegeben von A. Penck, Band II, Heft 2. Wien, Eduard Hölzel, 1887. 
220 S. gr. 8®. Preis 12 M. 
Am. &. Hydi. ©te., 1889, Heft I. 5
	        
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