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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Meteorologische Beobachtungen auf der Insel Bntaritari. 
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Temperatur der Luft — 31,8° C. — wurde am 29. Oktober um 4 ühr Nach 
mittags, die niedrigste — 26,1° 0. — am 10. September um 8 Ohr Abends 
beobachtet. Die Amplitude der Temperatursehwankung betrug demnach 5,7° 0. 
Die Bewölkung des Himmels war durchschnittlich am geringsten in den 
Morgen- und Abendstunden, am grofsten am Mittage und am Nachmittage. Ein 
vollständig klarer Himmel war eine Seltenheit, ebenso auch ein gänzlich be 
deckter. Ersterer Zustand wurde in den 230 Beobachtungsstunden fünfmal, 
letzterer aber nur dreimal beobachtet. Wie überall in den Tropen war die 
Cumuluswolke die häufigste. 
Als eine Eigentümlichkeit des Wetters ist das nicht seltene Auftreten 
kurz anhaltender Regenschauer zu erwähnen, welche gelegentlich bei Tage so 
wohl, wie in der Nacht sich einstellten. Innerhalb der Beobachtungsstunden 
war dieses am häufigsten um 12 Uhr Mittags der Fall, wohingegen sich für 
8 Uhr Abends kein Regenschauer notirt findet. Abends und während der 
Nacht wurde einige Male Wetterleuchten wahrgenommen; auch war das Wetter 
um diese Zeit manchmal dunstig und der Mond von einem Hofe umgeben. Im 
Ganzen wurden Regenschauer von längerer oder kürzerer Dauer und mehr 
oder weniger Häufigkeit während der 58tägigen Beobachtengszeit an 22 Tagen 
notirt; an den übrigen Tagen war das Wetter ohne Unterbrechung schön. 
Vierteljahrs-Wetter-Rundschau der Deutschen Seewarte 
an der Hand der täglichen synoptischen Wetterkarten für den 
Nordatlantischen Ocean, 
Herbst 1885. 
Hierzu Tafel 11 bis 13. 
I. Allgemeine Untersuchungen über die Wetterlage 
auf dem NordatlantiscUen Ocean. 
Die dieser Rundschau beiliegenden Karten sind auf Grund der täglichen, 
vom Dänischen Meteorologischen Institut und der Deutschen Seewarte gemeinsam 
herausgegebenen Wetterkarten nach denselben Grundsätzen entworfen, wie die 
bereits erschienenen 66 Karten. Eine Erklärung der angewandten Zeichen 
findet man auf jeder derselben. Die dargestellten Momente sind kurz folgende: 
1. Die glatt ausgezogenen, hier und da mit Pfeilhäkehen versehenen 
Kurven stellen sämmtlich Bahnen der barometrischen Minima (Cyklouen) 
dai\ Die durchgängig mit Bezeichnung der ungefähren Tiefe angegebenen 
Morgenpositionen beziehen sieb für den grofsten Tkcil der Karte auf 8 h a. m., 
sei es nach Lokalzeit (wie namentlich auf dem Oceau), sei es nach der Zeit 
eines benachbarten Meridians; so für Nordamerika nach der Zeit des 75sten 
Meridians West v. Gr. Die durch bloßen Punkt angegebenen Positionen zu 
anderen Tageszeiten sollen nur die Kontinuität der Erscheinung tkunlichst 
sicherstellen. 
2. Die Lage und Ortsveränderung der Hochdruck-Gebiete 
(Anticyklonen) sind für die wandernden durch Schrift längs der Bahn und ge 
wellten Pfeil, für die stationären durch blofse Ueberdeckung des Schwankungs- 
Gebietes ihres Mittelpunktes mit der Aufschrift angegeben. 
3. Die mittlere Lage der Isobare 765 während der einzelnen, dem 
Texte zu Grunde gelegten Zeitabschnitte, unter event. Fortlassung der Uebergaugs- 
tago, ist durch eine Kurve angegeben, welche auf graphischem Wege aus den 
Einzelkartcn abgeleitet ist; die Zacken daran bezeichnen die Seite des höheren 
Luftdrucks. 
Im ersten Zeitabschnitt dieses Vierteljahres, vom 1. —12. Sep 
tember, war die Lage des Hochdruck-Gebietes der Rossbreitea ungefähr die 
selbe wie am Ende des vorhergehenden. Kloine barometrische Maxima be 
wegten sich gleichzeitig auf den beiden Kontinenten, und mehrero Depressionen
	        
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