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Prütof der Poissonschen' Deviätionstheorie für die Schifl¥köin|i&g.ge.
gleiehvertheilten Beobachtungen benutzt worden, wo nur fünf konstante Koeffi-
eienten zu bestimmen waren, damit immer gerade so viele Gleichungen vorhanden
sind, wie unbekannte Gröfsen bestimmt werden sollen. Es wird dabei auch zur
Uebersicht der erforderlichen, successiven Verbesserungen dienen, wenn vor der
Anwendung der strengen Gleichung erst die Rechnungen nach der Näherungs
forme], ohne und mit ihren Ergänzungen durch sextantale und oktantale Deviation,
durchgeführt werden. Schliefslsch soll dann eine Zusammenstellung der Diffe
renzen zwischen den ursprünglichen 48 Beobachtungen und den Resultaten der
verschiedenen Rechnungen gegeben werden, um über die Zulässigkeit der Theorie
für den gegebenen Pali ©rfahrungsmäfsig entscheiden zu können.
Zuerst möge die Rechnung nach der gewöhnlichen Formel:
S =» A + Bsjni' + Ceosf' + Dmiaf' + Eci^i'
für die folgenden fünf, nach Kompafakursen äquidistanten Beobachtungen aus-
gcführt werden:
Beob,
i
0°
— 6°
30'
üb **
Ä
+
C
+
E
72
— 18
55
A
+ B
001
18
+
o
sin
18 Hh1)
81U
36 —
E co$
36
144
— 19
44
ÜJ44 =“
A
+ B
sin
—
c
OOS
36-
-D
OOS
18 +
E sin
18
216
+27
49
fefi =
A
— B
■sin
36
—
c
Cfe +
86 H- jD:
cos
18 +
K sin
18
288
+ 12
3
ÜjSS «■»
A
—.B
OOS
18
+
G
sin
18-
-D
sitl
36-
E cos
36
Die Elimination giebt folgende Resultate:
SA = & + Ü®+ Ü144 4- 'V»; + ÜS88
SB =s 2 ($n —- feg) cos 18 -|- 2 (tVt« — fee) sin 86
SC = 2AH-2 (fe-1- feg) sin J8—'2 (<fi44 4- fee)cos3ö
SD .= 2 (fe — Jsss) sin an - 2 (fei — fec) m 18
SB = 2üb — 2 (<fe 4- fes) cos 36 4* 2 (ßm fee) sin 18
A ™ — 1° 3'
B = —22 68
G mm — 6 4
D = 4-10 49
E = + Q 31
womit die Berechnung der fünf zu Grunde liegenden Beobachtungen eine genaue
Uebereinstimmung als Prüfung der Rechnung geben mufs, während die fünf
dazwischen liegenden Beobachtungen noch, was zu erwarten war, erhebliche
Differenzen übrig lassen, wie folgt:
£'
A
B sin
C cos f'
D sin 2 ?'
E co« 2 J'
ü
Beob.
Diff.
0"
— 1,05
0,00
— 6,07
0,00
+ 0,62
— 6°
30'
— 6® 30'
0° 0'
36
—1,05
—13,50
— 4,90
+10,28
+ 0,19
- 8
59
—11 29
— 2 30
72
—1,05
— 21,84
—1,87
+ 6,35
— 0,50
-18
65
— 18 55
0 0
108
— 1,05
— 21,84
+1,87
— 6,35
— 0,50
— 27
52
— 24 38
+ 3 14
144
—1,05
— 13,50
+ 4,90
-10,28
+ 0,19
— 19
44
— 19 44
0 0
180
— LOS
0,00
+ (¡07
0,00
+ 0,62
+ 5
38
+ 5 13
-0 23
216
—1,05
+ 13,50
+ 4,90
+ 10,28
+ 0,19
+ 27
49
+ 27 49
0 0
252
—1,05
+ 21,84
+ 1,87
+ 6,85
— 0,50
+ 28
31
+ 24 20
— 4 11
288
—1,05
+ 21,84
+ 1,87
— 6,35
- 0,50
+ 12
4
+ 12 3
— 0 1
324
—1,05
+13,50
— 4,90
- 10,28
4- 0,19
- 2
32
+ 05
+ 2 37
Die berechneten Werthe in der Mitte zwischen den gegebenen fünf Beob*
achtungen können noch, unabhängig von den gefundenen Deviationskonstanten,
geprüft werden durch eine allgemeine Interpolationsformel 8 ) für diesen Fall,
wonach z. B.
fe = 4- 0,64721 (üb + fe) - 0,24721 (fes + fed + 0,20000. fee
Lognr. . . . 9,81108 9.39307« 9,30103
Diese einfache Formel, welche immer die beiden gleichweit von dem
gesuchten Mittelwerthe entfernten Beobachtungen zusammenfafst, bis bei der
ungeraden Anzahl von fünf Beobachtungen nur eine übrig bleibt, erhält man
mit ihren unveränderlichen KoCfficienten aus der Gleichung:
cT$l s= Ä “f* B sin 86 ■+• G cos 36 Hb D cos 18 Hh 33 sin 18 ?
durch Substitution obiger Formelwertke von A, B, 0, D, E, wonach offenbar
statt dieser Konstanten nur die beobachteten Werthe selbst mit ihren ent
sprechenden Zahlenkoefficienten erscheinen müssen. Aber von den besonderen
S) Diese Formel ist hiermit berichtigt. I» der „Vierteljabrssehrift der Aelronomiachen
Gesellschaft®, Jahrg. 22, Leipzig 1887, pag. 296, stellt <imch eine Verwechselung 4- 0,64271 statt
4-0,64721, and daher rnufs auch der Logarithmns dieser Zahl daselbst 9,81105 statt 9,80802 heifsen.