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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Vierteljahrs -Wetter-Eundschau der Deutschen. Seekarte, Sommer 188S. 
Gehret 
Ober» and Mittellauf des Dnjepr (10 8Ist.) . 
Uadögft und Önega, (12 Stat.) 
Weifses Meer und Kola (5 Stat.) . . . . 
NordMste de« Schwarzen Meeres (17 Stat) . 
Cettiräl-Eussland {17 Stat) 
Kaukasus, mittlerer Theil (11 Stat.) . . . 
Untere. Wolga (7 Stat.) 
Mittlere Wolga und Wjatka (II Stat.) . . 
Steppen zwischen Wolga und Aral (5 Stat.) 
Süden des Käspisees (4 Stat.) 
Mittl. Uralgebirge u. Töbolbeckea (10 Stat.) 
Unterer Obi (2 Stat.)......... 
BfidweskSihirieii (3 Stat.) ....... 
Mittlere 
Mittl. gmge. tagt) Temperatur-Abweichung 
S0° G-Lg 
51° N-Er 
Juni 
+ 17 
Jali 
+ 3,6 
Aug. 
— 2,5 
34 
» 
61 
» 
— 1,0 
+ 4,0 
— 0,7 
35 
66 
M 
- 0,6 
— 3,9 
— 1,4 
35 
» 
46 
» 
+ 2,2 
+ 2,6 
—1,5; 
39 
w 
54 
» 
+ 0,7 
+ 3,9 
— 2,2 
45 
33 
43 
n 
+ 0,6 
+1,2 
— 2,3 
47 
» 
49 
n 
+ 0,7 
+ 2,4 
—1,6 
48 
58 
n 
— 1,1 
— 3,2 
—1,5 
52 
w 
50 
» 
— 0,1 
• i - 0.4 
— 1,4 
52 
» 
40 
» 
o.o 
+ 0,5 
+ 0,7 
62 
n 
58 
7t 
— 1,3 
— 1,2 
2,7 
70 
„ 
64 
— 1,9 
—0,4 
— 2,0 
80 
» 
53 
» 
+.1A 
-2,0 
-16 
Id Nordamerika war der Sommer vorwiegend kühl, der August von Neu- 
England big zum Felsengebirge sogar viel zu kühl. In Europa war der August 
ebenfalls meist sehr kühl, Juni und Juli zeichneten sich in Russland durch 
grofse räumliche Gegensätze aus, besonders der Juli, dessen Mittelwärme im 
Nordosten des Europ.-Russlands weit unter dem NonmilwerÜje lag, während 
der Rest des Landes sehr warm war. 
Kleine Notizen. 1 ) 
1. (D. 8.) Auffällige Himmelser scheinung. Kapt. M. Martens 
von der deutschen Bark n CapeUa a schreibt in .seinem meteorologischen Journal, 
auf der Reise von Blyth nach Iquique, wie folgt: „Am 10. Juli 1888 um 4 Uhr 
Morgens im Südatlantischen Ocean, auf 2,5° S-Br und 25,9^ W-Lg, beobachteten 
wir bei heiterem Himmel einen hellen Lichtstreifen, der sich vom östlichen 
Horizont durch das Sternbild des Taurus, südlich von den Plejaden vorbei und 
durch das Sternbild des Aries bis zum Zenith hinaufzog. Die Erscheinung war 
etwa 10 Minuten lang sichtbar und verschwand dann plötzlich.“ 
2. (D. 8.) Der neue Schiffahrtskanal nach Melbourne. Kapt. 
P» Reitzenstein vom deutschen Schiffe ^Balnbwy* schreibt in seinem meteoro 
logischen Journal: „Heber Melbourne läfst sich im Allgemeinen nichts Neues 
mehr berichten) ich möchte nur des neuen Schiffahrtskanals nach Melbourne 
Erwähnung thuo. Derselbe ist eine Begradigung des Flusses Yarru, Für grofse 
Schiffe ist er nicht von erheblichem Nutzen, da die Wasscrfiefe darin und in 
der Mündung des Yarra nicht über 4,8 m —- 16 Fuis — gebracht werden wird. 
Den Rhedern der nach hier kommenden Schiffe erwächst durch den Kanal noch 
insofern ein Schaden, als die Schiffe jetzt verpflichtet werden, ihre Ladungen 
an der Melbourne-Werft zu löschen, wodurch aufser längerem Aufenthalt auch 
noch besondere Auslagen verursacht werden. Unsere Mehrkosten gegen früher 
bestanden beispielsweise in 
Leichterlohn ... zu 
ScMepplohn . . . „ 
Lootsgeld ... „ 
Bootheuer . . . „ 
Zusammen 
86 Lstrl. — sh. 
10 
137 Lstrl. 10 sh. 
Nach einem Berichte in der in Melbourne erscheinenden, vom Kapt. 
Reitzenstein der Seewarte eingesandten Zeitung „The Age“ ist der neue 
Kanal am 28. Juli 1887 durch die Durchfahrt des Regierungsdampfers „Gannet 
1) Di© »It (D. S.) bezeichnet©!! Notizen sind von der Deutschen iÜeewmie eingesendet
	        
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