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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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lieiseu iui QsimdiscUé» Andi'ip-il. 
während der Nacht, um das Zurücktreiben zu verhindern, geankert wurde. Auf 
einem Ankerplätze unter der Insel Zutphen, den wir endlich am Nachmittage 
des 28. November erreichten, lief« ich, wie ich das schon vorher beabsichtigt 
hatte, den Boden des Schiffes reinigen. Der Wind war ungünstig, dabei leicht 
und häufig ganz still; dazu lief der Strom, mit Ausnahme einiger Stunden am 
Nachmittage, entgegen, so däfa nichts zu gewinnen war. Uebrigens liegt ein 
Schiff auf diesem Ankerplatz in dieser Jahreszeit besser als auf der Rhede von 
Anjer, doch läM es sich von hieraus nicht so gut beurtheilen, wie Wind, 
Wetter und Strömung in der Mitte der Strafse sind. Die Boote von Anjer, 
die frischen Proviant anbieten, kommen auch nach der Rhede von Zutphen. 
An mehreren Morgen wehte auf dieser Rhede ein leichter Landwind von Sumatra 
herüber, während gleichzeitig unter der gegenüberliegenden Küste die Schiffe 
gegen einen SSW-Wind kreuzten, aber durch die Strömung zurückgetriqben 
wurden. 
Am Morgen des 26. November wehte ein leichter Westwind, doch lief 
der Strom aus, und nahmen wir deshalb unsern Anker auf und gingen unter 
Segel. Frei vom Laude holte der Wind südwestlich und nahm, je mehr wir uns 
der Küste von Java näherten, unter Böen an Stärke zu. Wir ankerten deshalb 
um Mittag wieder unterhalb Anjer, 1 Sm südsüdwestlieh von der Kap-Insel, 
auf einer Stelle, woselbst nach der Karte 29 m (16 Fad.) Wasser sein sollte, 
in Wirklichkeit aber 38 m (21 Fad.) standen. Dazu ist der Ankergrund schlecht; 
als es am Nachmittage an fing, stürmisch zu wehen, und See und Strom Zunahmen, 
gerieth das Schiff iua Treiben, was uns nöthigte, den zweiten Anker fallen zu 
lassen. Zur selben Zeit schien das Wetter unter der Swmuira-Küste, nach dem 
Aussehen der Luft, zu urthcilen, gut zu sein. Aufser uns lagen noch zehn 
andere Schiffe, die vor einigen Tagen mit uns von nordwärts gekommen waren, 
unter Kap-Insel vor Anker. Bis zum 29. November wehte es meistens steif aus 
SW, bei nordöstlichem Strom, der nur in den Vormittagsstunden etwas schwächer 
wurde, weshalb wir unsern Ankerplatz nicht verlassen konnten. Am 30. No 
vember, am Tage des Vollmonds, begann der Strom, um 8 Uhr Morgen» auszu 
laufen; wir gingen daher unter* Segel, kreuzten aber den ganzen Tag ohne 
Erfolg und waren schließlich, weil der Strom mit einer Geschwindigkeit von 
4 bis 5 Kn wieder in die .Java-See hineinlief, nur froh, gegen 8 Uhr Abends 
die Rhede von Außer au holen zu können. Wie sieh später herausstellte, war 
beim Fallen des Ankers der Stock desselben abgebrochen. Am folgenden Tage 
gingen wir mit Stauwasser Anker auf, setzten Segel und kreuzten unter der 
Jam-Kaste auf, bis uns um 7 Uhr Abends die einsetzende Fluth, welche indefs 
längst nicht so stark war, als in der Nähe von Anjer, noch einmal zu ankern 
nöthigte. Am 4. Dezember 1887 gelang es uns endlich, gegen flauen, südlichen 
Wind auszukreuzen und frei von der <SM».d«-Strafse zu kommen, nach einer 
Reise, deren Dauer von Ilo-llo 59 Tage betrug. 
Dampfer-Routen zwischen Aden und Niederländisch Ostindien. 
Nachdem die Abtheilimg „Zeevart“ des Königlich Niederländischen 
Meteorologischen Instituts zu Utrecht bereits im Jahre 1881 in dem von dem 
selben veröffentlichten Werke „Route voor Stoomsehepen vau Aden naar Straat 
Sunda en terug“ aufserordentlich werthvollö Beiträge für die Schiffahrt im In 
dischen Océan und Anweisungen zur Ausführung einer möglichst schnellen Reise 
auf genannter Route geliefert hat, 1 ) hat dasselbe nunmehr eine zweite, von dem 
Lieutenant zur See M. A. E. ArkeDbout Schokker bearbeitete Publikation 
unter dem Titel „Routen voor Stoomsehepen tussehen Adeu eu Nederlandsch 
Oost-Indie“ in holländischer und französischer Sprache erlassen, durch welche 
jene erste Arbeit wesentlich berichtigt und vervollständigt wird. Die Arbeit 
1) Siehe diese Annalen 1881, S. 597.
	        
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