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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Meteorologische  Beobachtungen  auf  der  Rhede  und  im  Hafen  von  Kamerun.

Hiernach  das  Mittel  für  die  einzelnen  Monate:
1887  1888

Dezember  Januar

Februar  Mai  Juni

Juli

August

763,3  763,7

763,5  763,6  765,6

766,7

765,6  mm

Dio  gröfste  Differenz  an

einem  Tage  betrug:

4,8  7,3

4,7  6,8  3,6

3,2

3,5  m

Dio  kleinste  Differenz  an

i  einem  Tage  betrug:

0,6  1,3

0,9  1,6  1,3

1,5

0,4  mm

Die  täglichen  Schwankungen  im  Barometerstände  ergaben  zwei  Maxima
und  zwei  Miniuoa.  Das  kleinste  Minimum  ist  um  12 h  oder  4 h  a.  m.  und  regelmäfsig
  um  4 b  p.  m.;  das  Barometer  steigt  von  12 h  rosp.  4>>  a.  m.  bis  8 !l  resp.  12 1 *,
fällt  dann  bis  4 b  p.  m.  und  erreicht  um  8 h  p.  m.  sein  zweites  Maximum.
Wind.  Der  Wind  trat  in  den  Monaten  Dezember  1887,  Januar,  Februar
und  Mai  1888  als  Land-  und  Seewind  auf.  Letzterer  setzt  mit  ziemlicher
Regelmäfsigkeit  zwischen  11  und  1  Uhr  aus  den  Richtungen  SSW  bis  WSW
ein.  Die  Stärke  des  Windes  schwankt  zwischen  1  und  4.
Ein  Landwind  wurde  in  diesen  Monaten  aus  den  Richtungen  von  SE,  E,
N  bis  NNW  beobachtet  mit  einer  Stärke  1  bis  2.  Derselbe  setzt  nach  vorhergehender ­
  Stille  gewöhnlich  zwischen  2  und  6  Uhr  am  Morgen  ein  und  weht
bis  10  Uhr,  alsdann  tritt  Stille  ein.
Im  Juni  verschafft  sich  der  Seewind  mehr  Geltung;  derselbe  tritt  am
Morgen  nach  1-  höchstens  2ständiger  Stille  und  zeitweise  1-  bis  V[%ständiger
leichter  Briese  aus  SE  bis  NE  um  10  Uhr  auf,  erreicht  am  Tage  eine  Stärke
bis  5.  Von  6 h  p.  m.  flaut  derselbe  allmählich  ab,  bis  um  2 h  oder  4 h  a.  m.  eine
kurze  Stille  eintritt.
Der  Monat  Juli  zeichnete  sich  durch  viele  Stillen  am  Tage  aus,  zeitweise
durch  leichte  Winde,  aus  allen  Richtungen  kommend  (vorherrschend  jedoch  aus
südwestlicher),  unterbrochen.
Im  August  wehte  durchweg  Tag  und  Nacht  eine  frische  Seebriese  aus
SSW  bis  SW,  in  seltenen  Fällen  aus  S  oder  WSW.  Des  Morgens  zwischen
6  und  8  Uhr  trat  regelmäfsig  eine  1-  bis  1‘4ständige  Stille  ein.
Tornados  sind  nicht  beobachtet  worden.
Regen.  Das  Verhältnifs  der  Regentage  zu  den  regenfreien  Tagen  war
folgendes:
1887  1888
Dezember  Januar  Februar  Mai  Juni  Juli  August
Tage  mit  Regen:  11  5  2  14  24  15  22
Tage  ohne  Regen:  20  26  3  —  —  1  —
Wetterleuchten.  Wetterleuchten  wurde  in  den  einzelnen  Monateu
wie  folgt  beobachtet:
9  8  —  7  6  1  1
Gewitter.  Gewitter  mit  Regen  sind  beobachtet:
9  4  —  6  8  —1
Gezeiten.  Beobachtungen  über  Riehtung,  Stärke  und  Dauer  wurden
im  Hafen  von  Kamerun  gemacht.
Die  Richtung  der  Gezeiten  war  NEzE  bezw.  SWzW.  Die  Stärke  und
Dauer  wird  sehr  boeinfiufst  durch  die  gefallene  Regenmenge.  Die  Ebbe  läuft
nach  anhaltendem  Regeu  länger,  und  zwar  big  zu  7,5  Stunden.  Durchschnittlich
läuft  sie  6—7  Stunden,  die  Fluth  5—6  Stunden.
Die  gröfste  beobachtete  Geschwindigkeit  bei  Ebbe  war  2,7  Sm  pro  Stunde,
die  der  Fluth  1,7  Sm  pro  Stunde.
Die  geringste  beobachtete  Geschwindigkeit  bei  Ebbe  betrug  1,7  Sm  pro
Stunde,  bei  Fluth  1,1  Sm  pro  Stunde.
ln  der  Regenzeit  ist  der  Pegelstand  durchschnittlich  0,5  m  höher  als  in
der  trockenen  Zeit.
Die  Hafenzeit  im  A«warw«-Flusse  wurde  bestimmt  zu  6  Stunden.
            
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