Die Gezeiten längs der niederländischen Küste.
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.Asm» .4 TW! Vfil.
2
Tägliche Ungleichheit Vlminge» 1,887.
Gruppe der
Monddeklinatkm
NördHelio
Deklination
Tägliche
Ungleichheit
in Zeit
Anzahl
SudlicIiB
Deklination
Tägliche
Ungleichheit
in Zeit
! (U—L)
‘ " 1
Anzahl .
!
4- 2° 9' bis — 2 C 9'
+ 1° V
— l,2 l, >
35
-h 3° 0‘ bis 4- 8° !K
4- 5° 9'
-1- 0,4“
34
— G° 7'
—1,7“
38
-+. 9° 0' bis ±14° !>'
4-12° 0'
4- 5 ,7 m
4ö
— 12° 3'
— 3.7“
44
+15° 0' bis -+-2.0° 4'
-1-18° 2'
4- 3,3'"
73
—18° 2'
— 5,3“
73
L_ .... -
Summe
155
Summe
155
Was zu erwarten war nnd schon ans den Wertlien von -J : (Ü—-L) hervor
ging, tritt am deutlichsten aus dieser Tabelle zum Vorschein, nämlich die
Thatsache, dafs, wo es die Bestimmung einer Korrektion von nur wenigen
Minuten gilt, das Abrunden der beobachteten Hochwasserzeiten anf 5 Minuten
so überwiegend sieh fühlbar macht, dafs das Ergöhnifs aus solchen Aufgaben
unbrauchbar wird. Sicherlich ungereimt ist der Zeichenwechsel zwischen 1° 1'
und 5° 9' nördl. Deklination.
Es orgiebt sich somit behufs Ableitung der täglichen Ungleichheit die
Benutzung der Blätter des selbstregistrirenden Fluthmessers als Erfordernifs.
Durch das Vorhorgcgangenc ist augedcutet, dafs es mit verhältnifsmäfsig
geringer Mühe möglich ist, ohne dem genauen, doch sehr beschwerlichen Weg
der harmonischen Analyse zu folgen, aus den Beobachtungen der Gezeiten
selbst ihre Zeiten und Höhen vorher zu berechnen. Die Frage, ob es nicht
wünschenswert!! ist, die genauere, von Sir William Thomson angegebene
Methode zu befolgen, kann nicht anders als bejahend beantwortet werden.
In derselben Weise, wie die Tabelle I für Vltmngm erhalten ist, sind
auch die Gezeiten für einige andere niederländische Küstenplätze geordnet.
Jedes H-W., in 1887 beobachtet, ist somit mit der wahren Zeit der unmittelbar
vorhergehenden Mondkulmination zusaunnengcstcllt. Wie die später folgenden
Hafenzeiten deutlich erkennen lassen, ist, genau genommen, diese Kulmination
einmal die unmittelbar vorangehende, dann wieder die zweite vorangehende.
Für einzelne andere Plätze im Norden sind die H-W.-Zeiten stets mit der 2.
vorangehenden Kulmination zusammongestellt. Der Grund dafür ist klar: bei
der befolgten Handelsweise gehören alle benutzten Beobachtungen gruppen
weise zu eiu und derselben Tide. Vorläufig kamen nur die Mondkulminationen
am die Syzygiea in Betracht. Die Mittel aus den Kulminationen mit denen der
zugehörenden H-W.-Zeiten, fallend zwischen 11" Ö ö —ll h 59 m nnd 0 h 0™ — 0 h 59 m ,
nochmals gemittelt, gaben die Hafenzeit. Die nach dieser Methode berechneten
Hafenzeiten, zu einer Tabelle vereinigt, zeigen bedeutende Unterschiede mit den
gewöhnlich angegebenen. (In Spalte 3 stehen die Zahlen des Taschenbuches
des Königl. Instituts der Ingenieure). Es ist wahrscheinlich, dafs die gefundenen
Hafenzeiten durch die Benutzung von mehr Beobachtungen sich etwas ändern,
jedoch nicht in dem Maf.se, um die hier gefundenen Unterschiede zu vernichten.
"Letzteres wird noch durch die Thatsache befestigt, dafs die berechneten Hafen
zeiten gut mit den aus der theoretischen Fortpflanzung der Fluthwelle sich
ergebenden übereinstimmen, wie wir später thatsächlich sehen werden.