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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Lothringen  im  Südatlantischen  Ocean  au  der  Ostküste  Südamerikas.

besichtigen  zu  lassen.  Die  Ladungsempfäuger  werden  aber  dadurch,  dafs  die
Kapitäne  lieber  einige  Dollar  zahlen,  als  Zeit  verlieren,  in  ihrer  unwürdigen
Handlungsweise  bestärkt.  Auch  habe  ich  keinen  Platz  gefunden,  wo  ich  so
viel  Mühe  hatte,  meine  Fracht  ausgezahlt  zu  erhalten,  als  in  Guayaquil;  es  gelang ­
  mir  nicht  eher,  als  bis  ich  nahezu  fertig  war,  um  in  Ballast  weiter
zu  segeln.
Der  Gesundheitszustand  war  in  Guayaquil  ein  schlechter,  was  indefs  nicht
zu  verwundern  war,  wenn  man  den  Schmutz  in  den  Strafsen  betrachtete.
Corinto  und  Remolinas.  Am  28.  März  verliefsen  wir  unsern  letzten
Ankerplatz  zwischen  Punta  Arena  und  Santa  Clara  und  traten  die  Reise  nach
Corinto  an,  woselbst  wir  am  12.  April,  nach  15tägiger  Reise,  ankamen.  Um
8 h  p.  m.  dieses  Tages  gingen  wir  auf  der  Aufsenrhede  auf  einer  Wassertiefe  von
9  m  (5  Fad.),  Cardon  Island  in  OSO,  zu  Anker.  Da  wir  von  Guayaquil  kamen,
waren  wir,  ebenso  wie  die  deutsche  Brigg  „./.  II.  IJibkengezwungen,  zehn  Tage
Quarantäne  zu  liegen,  wobei  jedoch  ein  Verkehr  zwischen  den  beiden  Schiffen
gestattet  war.  Von  Corinto  ging  r Jda“  nach  Remolinas,  dem  am  Estero  Real
am  weitesten  fiufsaufwärts  gelegenen  und  noch  von  Schiffen  erreichbaren  Platz,
woselbst  eine  volle  Ladung  Farbholz  geladen  wurde.  Das  Holz  pflegt  hier
besser  zu  sein  als  in  Corinto.
Die  Wassertiefe  war  in  Remolinas  eine  genügende;  doch  mufste  das
Schiff  recht  in  der  Mitte  des  Flusses  vertäut  werden,  weil  es  sonst  beim
Scbwaien  leicht  mit  dem  Heck  in  den  Busch  hätte  hineingerathen  können.
In  der  letzten  Zeit  unseres  Aufenthaltes  in  Remolinas  —  Mitte
Juni  1887  —  war  es  infolge  des  vielen  Regens  und  der  grofsen  Menge  von
Moskitos  daselbst  äufserst  unangenehm.

Lothungen  im  Südatiantischen  Ocean  an  der  Ostküste  Südamerikas,

Auf  der  Reise  von  Montevideo  bis  zur  Magellan-Stra/se  hat  das  V.  St.  S.
AllianceKommandant  Commander  G.  W.  Pigman,  inx  Juni  1888  an  der
Patagonischen  Küste  die  folgenden  Lothungen  erhalten:*)

Geographische  Lage
S-Br  |  W-Lg

Tiefe
in
m  1  ea * L
m  I  Fad.

Beschaffenheit  des  Meeresbodens

0

0

i

37

3

56

6

20,5

llf

Kies  mit  kleinen  Muscheln

37

44

50

24

82

45

Feiner  grauer  Sand

38

13

56

37

71

39

dito

38

30

56

54

73

40

Schwarzer  Sand

¡1  38

35

57

13

73

40

Feiner  grau«  Sand

38

40

56

55

73

40

Schwarzer  Sand

38

47

56

34

79

43

dito

ii  38

41

58

11

84

46

Feiner  grauer  Sand

47

2

65

12

102

56

Schwarzer  Sand  und  schwarze  Sprenkeln

47

14

65

12

84

46

Schwarzer  Sand

47

30

65

10

44

24

dito

47

35

65

13

80

44

dito

50

4

66

28

80

44

dito

50

59

67

24

99

54

dito

51

37

67

43

&

48

dito

|  51

58

68

2

73

40

dito

52

5

68

7

73

40

dito

52

10

68

11

66

36

dito

(  52

18

68

15

24

13

dito

'}  „Notice  to  Marin  ers“,  Washington  1888,  No.  40.
            
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