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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Beschreibung der Insel Sipora oder Sikabou. 
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Korallenriffe von ca 100 m Breite, auf deren äufserem Ende einige Steine über 
Wasser liegen. In der Mitte der Einfahrt sind 63 in Wasser, und diese Tiefe 
nimmt nach den Eiofahrtshuken hin bis auf 2i,6 und 19,8 m ab. Diese letzten 
Tiefen sind dicht bei den vorher erwähnten Kiffen. Nach innen zu nimmt die 
Wassertiefe erst langsam bis auf 18 m und dann sehr rasch bis auf 9 und 5,5 m 
üb; diese letztere Tiefe ist dicht an der Bank, welche ira südlichen Theile der 
Bucht sich längs der Küste erstreckt. Der Grund besteht aus blauem Schlamm. 
An dem Sioeban Flusse liegt, ca 1 Stunde zu rudern, stromaufwärts ein Dorf 
gleichen Namens. 
Der beste Ankerplatz in dieser Bucht ist in folgenden Peilungen: Nörd 
liche Einfnhrfcshnk in rw. NzW'/sW, die Flufsmündung in rw. SWzWVhW und 
die südliche Einfahrtshuk in rw. OSO’/sO. 
Die Hafenzeit ist Cg die Fhuhhöhe beträgt bei Springzeit 1,2 m und bei 
gewöhnlicher Fluth 0,6 m. 
Die 8 emeb ua i - B u c h t liegt 7 Sm rw. SSCM/zO von der ¿noeèara-Bucht ent 
fernt und hat in ihrer Einfahrt eine Breite von ca 1 Sm. Ebenso tief schneidet 
die Bucht in das Land hinein, und in der Mitte derselben liegt die Insel 
Semebaai, mit weilsem Sandstrand, dichtem Strauchwerk und einem Baum be 
standen und von einem kleinen Riffe umgeben. Längs den NW- und SO-Huken 
der Bucht erstreckt sich ein Korallenriff von nicht mehr als 100 m Breite. 
Längs dem Wer in der Bucht liegen hier und da schmale Riffe, und vor 
den beiden im südlichen Theile der Bucht mündenden kleinen Flüssen liegen 
Bänke. 
Das Fahrwasser östlich der Insel hat 41,4 und 43,2 m Wasser und das 
jenige westlich der Insel 27 bis 28,6 m. An der NO- und Nordseite der Insel 
sind 7,2, 12,6 bis 27 m Wasser. In dem südlichen Theile der Bucht sind 32,4 
bis 18 m Wasser bis auf ca 100 m Abstand vom Ufer. Der Grund besteht aus 
blauem Schlamm. 
Einen guten Ankerplatz findet man auf 27 in Wasser in folgenden Pei 
lungen: Die Insel Semebaai ungefähr in Linie mit der nördlichen Einfahrtshuk 
in rw. NzW 3 /8W, die Osthuk der Bucht in rw. O'/hN Und zwei weiter inner 
halb liegende Buken in rw. NW 3 /aN und SzWI'ÜW. 
Aufser diesen beiden Buchten sind noch einige kleine Buchten vorhanden, 
welche jedoch für die Schiffahrt wenig Werth haben; selbst die Burlock*Bucht, 
welche ca 6 Sm von der nordöstlichen Huk der Stpora-Bucht entfernt ist, hat 
für die Schiffahrt wenig Werth, da der äufsere Tbeil derselbe» gegen Nord- und 
NW.Winde keinen Schutz bietet und der kleine innere Theil nur von kleinen 
Fahrzeugen zu benutzen ist. 
Beim Anstcuen» der Semebaai- Bucht ist der ca 2 Sm rw. SSO davon 
liegende Berg Mangkoeljoe oder Türkische Mütze eine gute Landmarke. Der 
Berg ist kegelförmig und bat einen abgerundeten Gipfel. 
Ungefähr 1 Vs Sm nördlich der Insel Semebaai liegt eine gut zu erkennende 
Landspitze; dieselbe unterscheidet sich von den übrigen Landspitzen durch zwei 
Berge, welche 800 bezw, 1800 m von derselben entfernt liegen. Die Landspitzen 
sind alle niedrig und mit hohen und niedrigen Bäumen bedeckt. 
Die Sioeban-Bucht ist bei trüber Luft nicht so gut zu erkennen, als die 
Semebaai* Bucht, weil die niedrigen bewachsenen Einfahrtshuken sich nicht 
von dem Hintcrlande abheben. 
Die beste Erkennungsmarke ist die 1 Sm nördlicher gelegene kleine 
Pasakiat-Bucht, welche am Eingänge längs den Einfahrtsspitzen weifsen Sand- 
straod hat, und dieser ist auf grofse Entfernung sichtbar. Von See aus erblickt 
man dann weiter südwärts eine Hügelkette mit horizontal verlaufenden Gipfeln 
und nördlich der Bucht einen allmählich a buchenden kegelförmigen Berg. 
Die O'tküste der Insel Sipora lallt nach dem Laude zu allmählich ab 
und hat weiter landeinwärts mit Bäumen bedeckte Berge, welche jedoch keine 
besondere Lanchuarke abgeben. Von der NO-Spitze der Insel bis zur Semebaai- 
Bucht ist die Küste ganz rein. Die Wassertiefen aufserhalo der dicht längs 
der Küste sich erstreckenden 12,5m-Linie nehmen sehr rasch auf 108 m und 
mehr zu. Der Grund besteht aus blauem Schlamm. Hin und wieder liegt 
längs der Küste ein schmales Korallenriff, welches jedoch nur bei dem Sibarau- 
Flusse eine Breite von 375 m erreicht. 
.Äm. tL ÜJ'dr. ôté., 1S89 Hèft VI. 
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