240
.SegelanweisUBg für den Kongo you dev Mündung bis. Bema.
Auf der Fahrt nach Ponta da Lenha ist bis zur Insel Bull nahe dem
rechten Ufer zu steuern, sodann quer über den Fiats auf die Spitze Scotchman
zu (vom Lootsen Kmanga genannt) zu halten. Letztere Spitze bildet eine gute
Landmarke, da die an dieser Stelle bis zum Wasserspiegel reichende Vegetation
besonders üppig und farbenprächtig ist.
Von der Spitze Scotchman bis [zur Spitze Spiteful ist bis nahe an das
Ufer freies Fahrwasser. Von der Mündung des Hewett Creek wird auf die
Tonne südöstlich der Insel Grass gesteuert. Diese Insel, sowie auch die Insel
Draper sind niedrige Sandinseln mit hohem Gras- und spärlichem Baumwuchse.
Die aus zwei Faktoreien bestehende Niederlassung Ponta da Lenha wird nach
dem Passären der Insel Grass gesichtet. Der Ankerplatz daselbst Ist möglichst
nahe dem Ufer zu wählen, um frei von den den Strom hinabtreibenden Gras
inseln zu bleiben. Die Stromstärke beträgt hier 1,5 bis 2,5 Sei. Ponta da
Lenha besitzt als Uferschutz ein Bohlwerk mit gemauerter Rücklage. Vor der
portugiesischen und englischen Faktorei sind zwei kurze Holzmolen erbaut.
Bei der Fahrt nach Bonia ist lediglich nach Angabe des Lootsen zu steuern,
eine Kontroje ist bei dem raschen Wechsel des Fahrwassers, sowie der Untiefen
nicht möglich. Die Betonnung des Fahrwassers ist ebenfalls unzureichend
und besteht nur aus vier Tonnen und zwei hölzernen pyramidenförmigen Baken.
Nach Verlassen des Fahrwassers zwischen den Inseln Stocking und Farquhar
ist auf Fetish Rock, eine zerklüftete, dunkelgefärbte Felsmasse, abzuhalten, und
dann St-B. von der südlich von Lom-I. liegenden Tonne zu passiren, Bei Fetish
Rock beginnt das Hügelland. Om Tree Hill, ein kegelförmiger Berg, auf dessen
Spitze ein einzelner Baum steht, bildet eine weit sichtbare Landmarke. Von
Fetish Rock bis Borna, dessen weifse Häuser auf 7 bis 8 Sm zu sehen sind, ist
in der Mitte des Fahrwassers zu steuern und die Tonnen südlich der Insel
Kekay an St-B. zu passiren.
Der Ankerplatz von Borna (Embomma oder Bonia of Old Lombee) ist
185 m vom Lande, querab der eisernen Mole. Das Fahrwasser besitzt hier eine
Breite von ca 8 Kabllg. und eine Tiefe von 12 bis 22 m. Die bei der Mole
stationirte Tonne dient den Dampfern zum Sehwäiert.
Schiffe mit geringem Tiefgang können am Molenkopf anlegen, woselbst
eine Tiefe von 5 in ist. B&rna besitzt keinen Uferschutz, Von dem Regierungs.
gebende ist eine 50 m lange eiserne Mole mit Treppen erbaut, Auf der Platt
form derselben steht ein Drehkrahn auf Schienen. Etwas stromauf, vor der
portugiesischen Faktorei, ist eine kurze Holzmole, welche als Anlegeplatz der
Postdampfer benutzt wild.
Beschreibung der Ostküste der Insel Sipora oder Sikabou.
Westküste von Sumatra. 1 )
Nach einem Berichte des niederländischen KapL z. See K. A. Stakman
Bosse befinden sich an der Ostküste der Insel Sipora zwei gute Ankerplätze,
und zwar in der Sioeban- und Semebaai-BnCit.
Die Sioeban~ (Seooban-) Bucht liegt in 2° 10' 15" S-Br und 99° 44' 15" Ö-Lg,
hat eine Länge von ca 1 Sm in der Richtung NW—SO und erstreckt sich
ca 900 m tief in das Land hinein. Die SO- und NW-Huk dieser Bucht, welche
900 m weit von einander liegen, sind niedrig und mit Bäumen bedeckt. Von
beiden Huken erstrecken sich Korallenriffe in den Eingang der Bucht, das
jenige an der SO-Huk ca 170 m und dasjenige an der NW-Huk ca 100 m weit,
so dafs zwischen beiden eine tiefe Wasserrinne von ca 600 m Breite verbleibt.
Nördlich und südlich des in diese Bucht mündenden jSice&aw-Flusaes liegen
längs den Ufern trockenfallende Korallenriffe, von denen das nördliche ca 250 m
breit ist. In dem östlichen Theile der Bucht längs des Südufers befinden sich
q ,Hydrographische Mededeetingeu“ No. 7. Batavia 1888-