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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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.SegelanweisUBg  für  den  Kongo  you  dev  Mündung  bis.  Bema.

Auf  der  Fahrt  nach  Ponta  da  Lenha  ist  bis  zur  Insel  Bull  nahe  dem
rechten  Ufer  zu  steuern,  sodann  quer  über  den  Fiats  auf  die  Spitze  Scotchman
zu  (vom  Lootsen  Kmanga  genannt)  zu  halten.  Letztere  Spitze  bildet  eine  gute
Landmarke,  da  die  an  dieser  Stelle  bis  zum  Wasserspiegel  reichende  Vegetation
besonders  üppig  und  farbenprächtig  ist.
Von  der  Spitze  Scotchman  bis  [zur  Spitze  Spiteful  ist  bis  nahe  an  das
Ufer  freies  Fahrwasser.  Von  der  Mündung  des  Hewett  Creek  wird  auf  die
Tonne  südöstlich  der  Insel  Grass  gesteuert.  Diese  Insel,  sowie  auch  die  Insel
Draper  sind  niedrige  Sandinseln  mit  hohem  Gras-  und  spärlichem  Baumwuchse.
Die  aus  zwei  Faktoreien  bestehende  Niederlassung  Ponta  da  Lenha  wird  nach
dem  Passären  der  Insel  Grass  gesichtet.  Der  Ankerplatz  daselbst  Ist  möglichst
nahe  dem  Ufer  zu  wählen,  um  frei  von  den  den  Strom  hinabtreibenden  Grasinseln ­
  zu  bleiben.  Die  Stromstärke  beträgt  hier  1,5  bis  2,5  Sei.  Ponta  da
Lenha  besitzt  als  Uferschutz  ein  Bohlwerk  mit  gemauerter  Rücklage.  Vor  der
portugiesischen  und  englischen  Faktorei  sind  zwei  kurze  Holzmolen  erbaut.
Bei  der  Fahrt  nach  Bonia  ist  lediglich  nach  Angabe  des  Lootsen  zu  steuern,
eine  Kontroje  ist  bei  dem  raschen  Wechsel  des  Fahrwassers,  sowie  der  Untiefen
nicht  möglich.  Die  Betonnung  des  Fahrwassers  ist  ebenfalls  unzureichend
und  besteht  nur  aus  vier  Tonnen  und  zwei  hölzernen  pyramidenförmigen  Baken.
Nach  Verlassen  des  Fahrwassers  zwischen  den  Inseln  Stocking  und  Farquhar
ist  auf  Fetish  Rock,  eine  zerklüftete,  dunkelgefärbte  Felsmasse,  abzuhalten,  und
dann  St-B.  von  der  südlich  von  Lom-I.  liegenden  Tonne  zu  passiren,  Bei  Fetish
Rock  beginnt  das  Hügelland.  Om  Tree  Hill,  ein  kegelförmiger  Berg,  auf  dessen
Spitze  ein  einzelner  Baum  steht,  bildet  eine  weit  sichtbare  Landmarke.  Von
Fetish  Rock  bis  Borna,  dessen  weifse  Häuser  auf  7  bis  8  Sm  zu  sehen  sind,  ist
in  der  Mitte  des  Fahrwassers  zu  steuern  und  die  Tonnen  südlich  der  Insel
Kekay  an  St-B.  zu  passiren.
Der  Ankerplatz  von  Borna  (Embomma  oder  Bonia  of  Old  Lombee)  ist
185  m  vom  Lande,  querab  der  eisernen  Mole.  Das  Fahrwasser  besitzt  hier  eine
Breite  von  ca  8  Kabllg.  und  eine  Tiefe  von  12  bis  22  m.  Die  bei  der  Mole
stationirte  Tonne  dient  den  Dampfern  zum  Sehwäiert.
Schiffe  mit  geringem  Tiefgang  können  am  Molenkopf  anlegen,  woselbst
eine  Tiefe  von  5  in  ist.  B&rna  besitzt  keinen  Uferschutz,  Von  dem  Regierungs.
gebende  ist  eine  50  m  lange  eiserne  Mole  mit  Treppen  erbaut,  Auf  der  Plattform ­
  derselben  steht  ein  Drehkrahn  auf  Schienen.  Etwas  stromauf,  vor  der
portugiesischen  Faktorei,  ist  eine  kurze  Holzmole,  welche  als  Anlegeplatz  der
Postdampfer  benutzt  wild.

Beschreibung  der  Ostküste  der  Insel  Sipora  oder  Sikabou.
Westküste  von  Sumatra. 1 )
Nach  einem  Berichte  des  niederländischen  KapL  z.  See  K.  A.  Stakman
Bosse  befinden  sich  an  der  Ostküste  der  Insel  Sipora  zwei  gute  Ankerplätze,
und  zwar  in  der  Sioeban-  und  Semebaai-BnCit.
Die  Sioeban~  (Seooban-)  Bucht  liegt  in  2°  10'  15"  S-Br  und  99°  44'  15"  Ö-Lg,
hat  eine  Länge  von  ca  1  Sm  in  der  Richtung  NW—SO  und  erstreckt  sich
ca  900  m  tief  in  das  Land  hinein.  Die  SO-  und  NW-Huk  dieser  Bucht,  welche
900  m  weit  von  einander  liegen,  sind  niedrig  und  mit  Bäumen  bedeckt.  Von
beiden  Huken  erstrecken  sich  Korallenriffe  in  den  Eingang  der  Bucht,  dasjenige ­
  an  der  SO-Huk  ca  170  m  und  dasjenige  an  der  NW-Huk  ca  100  m  weit,
so  dafs  zwischen  beiden  eine  tiefe  Wasserrinne  von  ca  600  m  Breite  verbleibt.
Nördlich  und  südlich  des  in  diese  Bucht  mündenden  jSice&aw-Flusaes  liegen
längs  den  Ufern  trockenfallende  Korallenriffe,  von  denen  das  nördliche  ca  250  m
breit  ist.  In  dem  östlichen  Theile  der  Bucht  längs  des  Südufers  befinden  sich

q  ,Hydrographische  Mededeetingeu“  No.  7.  Batavia  1888-
            
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