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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Kleine  Notizen.  223
Zeit  leiclit  und  sicher  mit  3,7  m  Tiefgang  bei  südlichen  und  östlichen  Winden
einlaufen  kann.
In  der  in  der  Nähe  dos  Beatt/orf-Hafens  befindlichen  Loofowi-Bucht  liegt
ein  Schiff  sicher,  da  die  Bucht  vollständig  durch  Land  geschützt  ist.  Auch
kann  in  diese  Bucht  ein  Schiff  zu  jeder  Zeit  einlaufen.  Die  Wassertiefe  in  derselben ­
  beträgt  5,5—9  m.  Ein  Schiff  mit  4,7  m  Tiefgang  würde  in  dieser  Bucht
so  sicher  liegen,  als  in  einem  der  besten  Häfen  der  Vereinigten  Staaten,  denn
sie  bildet  den  denkbar  sichersten  Hafen  an  der  Atlantischen  Küste,  in  den  man
sowohl  bei  Tage  wie  auch  bei  Nacht  einlaufen  kann.
Auf  der  Barre  des  Bguw/or£-Hafens  sind  noch  nie  weniger  als  4,3  m  Wasser
gewesen;  derselbe  kann  jedoch  bei  NW-  bis  NE-Sturm  und  besonders  zur  Zeit
der  Ebbe  nicht  erreicht  werden,  und  inufs  in  solchem  Falle  ein  Schiffe  den  Sturm
abzureiten  versuchen,  um  Hochwasser  oder  eine  Aenderung  des  Windes  zu
erwarten.
Der  Führer  des  amerikanischen  Regierungs-Dampfers  „Oolfax“  hat  die
Häfen  an  dieser  Küsten  strecke  häufig  besucht  und  erklärt,  dafs  seit  den  letzten
zwei  Jahren  nachstehende  Wassertiefen  auf  den  Barren  derselben  gefunden
worden  sind.  Auf  der  Barre  des  Hatterds  Inlet  *)  3,7  m,  des  Ocracoke  Inlet  *)
4,6  m  und  des  Beaufort-lltxfaus  *)  4,6  m.  In  der  Loo&owi-Bncht 1 )  findet  man  auf
6,4  m  Wasser  Schutz  gegen  alle  Winde.  Dagegen  rnufa  bemerkt  werden,  dafs
die  Fahrwasser  zu  diesen  Ankerplätzen  mit  Ausnahme  desjenigen  nach  der  Lookout-Bucht
  so  grofsen  Veränderungen  unterworfen  sind,  dafs  dieselben  nicht  ohne  Lootsen
eingesteuert  werden  können.  Schleppdampfer  sind  an  diesen  Plätzen  nicht  vorhanden. ­
  Da  die  Fahrwasser  sehr  schmal  sind  und  die  Strömung  in  denselben
sehr  stark  ist,  können  dieselben  von  Seeschiffen  nur  bei  günstigem  Winde  aufgesucht
  werden.  Dagegen  kann  die  Loofowt-Bucht  bei  jedem  Winde  angelaufen
werden.
Ocracoke  Inlet  liegt  ungefähr  25  Sm  und  Beau/wt-Hafen  und  Lookout-Bucht
  ca  80  Sm  in  südwestlicher  Richtung  vom  Kap  HaUeras  entfernt.
4.  Nichtauffindung  der  Inseln  Warwick  und  Mokor  im  nördlichen ­
  Stillen  Ocean.  Auf  der  Reise  von  Amhoina  nach  Jaluit  passirte
S.  M.  S.  „Olga“,  Kommandant  Korv.-Kapt.  Freiherr  von  Erhnrdt,  am  18.  November ­
  v.  J.  Abends  bei  ganz  klarem  Wetter  und  vollem  Mondschein  die
Position  der  unter  No.  999  und  999a  in  der  „List  öf  reported  dangers  to
navigation  in  the  North  Pacific  Ocean“,  Washington  1871,  resp.  dem  Supplement ­
  dazu,  Washington  1880,  aufgeführten  Warwick-Insel  und  Breakers,  ohne
dafs  ein  Anzeichen  von  dem  Vorhandensein  dieser  Gefahren  entdeckt  werden
konnte.  Der  Ort  dos  Schiffes  war  durch  sehr  günstige  Sternbeobachtungen  und
nach  einem  Chronometer,  dessen  Stand  in  Jaluit  kontrollirt  und  als  richtig
befunden  wurde,  bestimmt.  Die  Meldung  dieser  Gefahren  beruht  wahrscheinlich
auf  einer  optischen  Täuschung,  wie  sie  häufig  Veranlassung  zu  ähnlichen  Meldungen ­
  gewesen  ist.  Auch  an  Bord  S.  M.  S.  „Olga“  wurde  in  jener  Gegend
bei  stillem  und  klaren  Wetter  die  Erscheinung  mehrfach  beobachtet,  indem
Dünung  und  Luftspiegelung  täuschend  deutlich  am  Horizont  schwere  Brandung
erscheinen  liefsen.
Ebenso  konnte  am  24.  November  Mittags,  als  die  in  der  britischen  Karte
781  (Titel  XI,  No.  211)  niedcrgelegte  und  mit  P.  S.  bezeichnet©  Insel  Mokor
auf  5—6  Sm.  Abstand  passirt  werden  sollte,  Land  in  der  Richtung  derselben
nicht  ansgemaoht  werden,  während  Namolouk  eine  Stunde  später  schon  auf
18  Sm  Entfernung  gesichtet  wurde.
5.  Bemerkungen  über  die  San  Luis  Gonzales  und  Ometepes-Bucliten.
  Ostküste  von  Unter-Kalifornien,  (Notice  to  Mariners  No.  6/134
Washington  1889.)  Der  Führer  des  Dampfers  „Newbern“,  Knpt.  John  van
Helms,  hat  über  die  beiden  Buchten  San  Luis  Gonzales  und  Ometepes  im  Golf
von  Kalifornien  Nachstehendes  berichtet:
Die  Spitze  Willard  bildet  die  nördliche  Emfahrtsspitze  der  San  Luis
Gonzales-Lucht  s )  und  liegt  ca  8  Sin  rw.  N69°W  von  der  Spitze  Final  entfernt.
!)  „Sailing  Directions  fov  the  principal  Port«  on  the  East  Coast  of  the  U.  St.  of  America",
1882,  p.  185—IST.
2 )  North  Pacific  Directory.  Findlay  1886,  p.  148  und  West  Coast  of  Mexico  etc.  Washington
1887,  p.  33.
            
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