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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Vierteljahrs-Wcttcr-Rundschau der Deutschen Seewarte, Sommer 1885. 
Am 26. Anglist. S. 108. Um fih 20 p. m. niedrigster Luftdruck, 747,5 mm, bei NNE 11. 
— S. 102. Um 7^ p. m. niedrigster Luftdruck, 744,3, bei NE 10. — D. 64. Um 8 11 p. in., Bar. 
747,5, Wind NE 6. 
Hinter dieser Cyklone traten im ganzen Osten der Union sehr kühle 
nordwestliche Winde auf; in den nördlichen Staaten stellenweise mit Frost und 
Schneefall. 
Die beiden erwähnten Minima, welche den Ocean kreuzten, endeten beide 
in Europa am 1. September durch Ausfüllung unter dem Einflufs stärkerer 
benachbarter Minima, Bemerkenswerth war das eine von ihnen durch seine 
aufserordentlieh lange Bahn: am 19. trat es in Manitoba auf, erhielt am 25. 
auf dem Ocean und dann wieder vom 28. bis 31. Über Europa beträchtliche 
Intensität und erstarb am 1. September an der unteren Wolga. 
Zum Schlafs mögen die Aufzeichnungen über Nordlicht Platz finden, 
welche in den Schiffsjournalen der Seewarte vom Sommer 1885 aus dem Nord- 
atlantischen Ocean sich finden: 
5. Juli. S, 52 (61° W, 43® N). Zwischen 10 und 11 p. — S. 46 (49° W, 46° N). 
Zwischen 8 und 12 p. 
10. Juli. D. 37 (23® W, 51° N). Um 1 ». 
15. Juli. S. 62 (46° W, 51° N). Zwischen 8 und 12 p. 
10. August. S. 100 (60° W, 42® N). Uin 4a helles Nordlicht. 
29. August. D. 33 (27° W, 51® N). Um 2a. 
30. August. D. 43 (22° W, 56° N). Von 8 bis 10p. hellstrahlend. 
Bin Rückblick, den wir wie gewöhnlich an der Hand der 3 Karten 
der Monatsisobaren auf das Vierteljahr werfen wollen, zeigt uns auf allen 
dreien als Hauptzüge den hohen Luftdruck SW von den Azoren und den 
niedrigen Druck westlich von Grönland einerseits, östlich vom Aralsee anderer 
seits. Die Monatsmittel des Luftdrucks sind im Juni und Juli allgemein ziemlich 
normal, im August sind sie auf der Mitte des Oceans und über der südlichen 
Ostsee zu niedrig, über Island und Ostgröuland zu hoch gewesen. Das oben 
von uns erwähnte Anwachsen des Hochdruckgebiets der Rossbreitou bis zum 
Anfang Juli und darauf folgende Abnehmen seiner Intensität bis zum Schlufs 
des Sommers ist eine normale, jedoch dieses Mal ungewöhnlich stark ausgeprägte 
Erscheinung. Bemerkenswerth sind die auf allen drei Monatskarten erscheinenden 
geringen stationären Minima des Luftdrucks im Innern der Iberischen Halb 
insel und bei Cypern. 
(Fortsetzung folgt.) 
Bemerkungen über Orkane. 
In einer eingehenden Untersuchung, welcher Ralph Abercromby die 
in Mauritius über Orkane des südlichen Indischen Oceans gesammelten Beob 
achtungen unterzieht, bestätigt er die Richtigkeit der von Meldrum für das 
Manövriren in diesen Orkanen aufgestellten Regeln. Diese Regeln sind 
bekanntlich: Man soll bei zunehmendem SE-Winde beidrehen, bis das Baro 
meter 15,24 mm (0,6 Zoll engl.) gefallen ist, wenn letzteres der Fall, nach NW 
laufen. Bei zunehmendem Winde aus NE bis E und gleichzeitig fallendem 
Barometer soll man beidrehen. Abercromby prüfte diese Regeln durch die 
Beobachtungen und Erfahrungen, welche diejenigen Schiffe, auf welche dieselben 
anwendbar sind, während des Mauritius-Orkans vom 11. bis 13. Februar 1861 
machten, und fand, dafs sich die erste und letzte Regel in allen Fällen, die 
zweite jedoch nur in einem der beiden vorliegenden Fälle bewährte. 
Ferner hat Herr Abercromby die Beobachtungen über 18 Orkane, 
welche in verschiedenen TheileD der Erde auftraten, sorgfältig untersucht, um
	        
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