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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Bemerkungen über einige Plätze an der Ostküste Afrikas. 
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bei der auf der Karte mit „Conspicuous Coeoa nut Clump“ bezeichneten Baum 
gruppe. Die Deckpeilung der ersteren beiden Zeichen I und II soll die mw. 
Dichtung S 3 * AW und damit die Linie bezeichnen, in welcher — nachdem man 
auf dem Kurse Westkanto von Rongoni Red Cliff mw. SSW, die Südspitze von 
Inner Makatumbe an B-B, querab gepeilt hat, weiter zu steuern ist, bis mau 
die beiden Marken III und IY in Eins peilt. Man hat dann auf eine sich gut 
marldreude Gruppe von Mangobäumen in der Nähe von East Ferry Point zu- 
zusteuern, bis Flaggenstange I (die äufserste bei Ras Rongoni), zwischen SO 
und SOVaS (mw.) peilt. Dann ist auf einem nördlich von mw. West gelegenen 
Kurse die Deckpeilung der Marken III und IV aufzusuchen und in dieser 
weiter zu steuern, bis die vorerwähnte Gruppe von Mangobäumen an B-B. quer 
ab ist. Von hier aus führt der Kurs (mw.) SSW S * /*W in Mitte des engen Fahr 
wassers zwischen East und West Ferry Point hindurch, von wo ab dann nach 
den im „Africa Pilot“ Part III, 1884, Seite 311 angegebenen Direktiven der 
Ankerplatz leicht zu erreichen ist. 
2. Mikindani. 1 ) 
Bei der Änsteuerung von Mikindani kam der Berg Mlima Mjoho in Sieht, 
derselbe hat jedoch, von Weitem wie aus der Nähe gesehen, mit der Vertonung 
auf der Br. Adm.-Karte 684 (Tit, IX, No. 67) sehr wenig Aehnlichkeit. Der 
Hafen von Mikindani wurde nach der Segelanweisung von den 11 ull Rocks an 
gesteuert, es läfst sich dabei eben nur Pemba- und Tingi Point deutlich er 
kennen. Auf das Navigiren nach einzelnen Bäumen darf man sich nicht ein 
lassen, da ein auffallender Baum neben dem andern steht. Auch Ras Managumba 
ist kein so in die Augen springendes Objekt, wie man dies nach der Segelan- 
Weisung annehmen sollte, erst die beiden nördlich davon liegenden Dörfer lassen 
es mit Bestimmtheit als das gesuchte Kap erkennen. Da die Ebbe eingesetzt 
hatte, konnte S. M. S. „Olga“ nicht in den inneren Hafen einlaufen und ankerte 
auf 13 m Wasser hei der änfsern Einfahrt in folgenden Peilungen: Tingi Point 
in SW 5 /sS, Ras Managumba in NNW 3 A,W, und Ras Panam in N 7 /sO. 
S. Lindi. 2 ) 
Die Änsteuerung der Lmdi-liua\ii ist einfach, da der Madamarari-H'öhea- 
zug eine ausgezeichnete Landmarke ist. Von Süden kommend, ist beim Eiusegeln 
Anfangs die genaue Positionsbestimmung schwierig, da die einzelnen Landspitzen 
und Huken nicht zu erkennen sind, sobald man aber im Eingang der Bucht 
selbst angelangt ist, geben die kleinen Inseln bei Ras Shuka, ferner Ras Rungi 
und, wenn die Beleuchtung günstig, auch der 15 m hohe rotho Abhang an der 
Westseite der Bucht gute Peilobjekte ab. 
Nach angestellten Lothuugen hat sieh die im Jahre 1874 vermessene 
Einfahrtsrinne zum inneren Hafen verändert. Es scheint sich quer vor der 
selben eine Barre gebildet zu haben, welche bei Niedrigwasser nur Schiffen 
von 4 bis 4,5 m Tiefgang das Einlaufen gestattet. Aus diesem Grunde wurde 
nicht vor der Stadt, sondern auf der Aufsenrhede in folgenden Peilungen 
geankert: Zollhaus Mitwengi (Mwentengi) in SS0 3 /sO, Ras Rungi in SWzS und 
das Fort zu Lindi in SWzWVsW. Das letztere Objekt konnte übrigens nur 
mit Hülfe eines Angestellten der ostafrikanischen Gesellschaft erkannt werden 
und hat die im „East Africa Pilot“ gegebene Anweisung zur Einfahrt in den 
Flufs für den Fremden keinen Werth. 
4. Kiloa Kiwinje (Kilwa Kislwani). 3 ) 
Die auf der Br. Adm.-Karte 662 (Tit: IX No. 68) befindliche Vertonung 
von Kiloa (Kilwa) ist für die Orientirung sehr brauchbar, die Berge Mpara 
und Namara, sowie die Insel Fangore (Fanjove) sind gute Peilungsobjekte. Die 
Einsegelungsmarke — hervorragender Baum bei Gingwera, — ist entweder nicht 
i) a. a. 0. pag. 259. Vergi, auch Annalen 1886, S. 180 und .305, 1888 S. 216. 
^ a. a. O. pag. 266 and Appendix pag. 14. Vergi, auch Annalen 1886, S. 306, 1888 
8, 216. 
s ) a, a, 0. pag. 273 und Appendix pag. 14- Vergi, aneli Annalen 1886, S. 306, 1888 
S. 216- 
Arni. d. Hydr. etc., ISSO, Heft I. 
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