Bemerkungen über einige Plätze an der Ostküste Afrikas.
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bei der auf der Karte mit „Conspicuous Coeoa nut Clump“ bezeichneten Baum
gruppe. Die Deckpeilung der ersteren beiden Zeichen I und II soll die mw.
Dichtung S 3 * AW und damit die Linie bezeichnen, in welcher — nachdem man
auf dem Kurse Westkanto von Rongoni Red Cliff mw. SSW, die Südspitze von
Inner Makatumbe an B-B, querab gepeilt hat, weiter zu steuern ist, bis mau
die beiden Marken III und IY in Eins peilt. Man hat dann auf eine sich gut
marldreude Gruppe von Mangobäumen in der Nähe von East Ferry Point zu-
zusteuern, bis Flaggenstange I (die äufserste bei Ras Rongoni), zwischen SO
und SOVaS (mw.) peilt. Dann ist auf einem nördlich von mw. West gelegenen
Kurse die Deckpeilung der Marken III und IV aufzusuchen und in dieser
weiter zu steuern, bis die vorerwähnte Gruppe von Mangobäumen an B-B. quer
ab ist. Von hier aus führt der Kurs (mw.) SSW S * /*W in Mitte des engen Fahr
wassers zwischen East und West Ferry Point hindurch, von wo ab dann nach
den im „Africa Pilot“ Part III, 1884, Seite 311 angegebenen Direktiven der
Ankerplatz leicht zu erreichen ist.
2. Mikindani. 1 )
Bei der Änsteuerung von Mikindani kam der Berg Mlima Mjoho in Sieht,
derselbe hat jedoch, von Weitem wie aus der Nähe gesehen, mit der Vertonung
auf der Br. Adm.-Karte 684 (Tit, IX, No. 67) sehr wenig Aehnlichkeit. Der
Hafen von Mikindani wurde nach der Segelanweisung von den 11 ull Rocks an
gesteuert, es läfst sich dabei eben nur Pemba- und Tingi Point deutlich er
kennen. Auf das Navigiren nach einzelnen Bäumen darf man sich nicht ein
lassen, da ein auffallender Baum neben dem andern steht. Auch Ras Managumba
ist kein so in die Augen springendes Objekt, wie man dies nach der Segelan-
Weisung annehmen sollte, erst die beiden nördlich davon liegenden Dörfer lassen
es mit Bestimmtheit als das gesuchte Kap erkennen. Da die Ebbe eingesetzt
hatte, konnte S. M. S. „Olga“ nicht in den inneren Hafen einlaufen und ankerte
auf 13 m Wasser hei der änfsern Einfahrt in folgenden Peilungen: Tingi Point
in SW 5 /sS, Ras Managumba in NNW 3 A,W, und Ras Panam in N 7 /sO.
S. Lindi. 2 )
Die Änsteuerung der Lmdi-liua\ii ist einfach, da der Madamarari-H'öhea-
zug eine ausgezeichnete Landmarke ist. Von Süden kommend, ist beim Eiusegeln
Anfangs die genaue Positionsbestimmung schwierig, da die einzelnen Landspitzen
und Huken nicht zu erkennen sind, sobald man aber im Eingang der Bucht
selbst angelangt ist, geben die kleinen Inseln bei Ras Shuka, ferner Ras Rungi
und, wenn die Beleuchtung günstig, auch der 15 m hohe rotho Abhang an der
Westseite der Bucht gute Peilobjekte ab.
Nach angestellten Lothuugen hat sieh die im Jahre 1874 vermessene
Einfahrtsrinne zum inneren Hafen verändert. Es scheint sich quer vor der
selben eine Barre gebildet zu haben, welche bei Niedrigwasser nur Schiffen
von 4 bis 4,5 m Tiefgang das Einlaufen gestattet. Aus diesem Grunde wurde
nicht vor der Stadt, sondern auf der Aufsenrhede in folgenden Peilungen
geankert: Zollhaus Mitwengi (Mwentengi) in SS0 3 /sO, Ras Rungi in SWzS und
das Fort zu Lindi in SWzWVsW. Das letztere Objekt konnte übrigens nur
mit Hülfe eines Angestellten der ostafrikanischen Gesellschaft erkannt werden
und hat die im „East Africa Pilot“ gegebene Anweisung zur Einfahrt in den
Flufs für den Fremden keinen Werth.
4. Kiloa Kiwinje (Kilwa Kislwani). 3 )
Die auf der Br. Adm.-Karte 662 (Tit: IX No. 68) befindliche Vertonung
von Kiloa (Kilwa) ist für die Orientirung sehr brauchbar, die Berge Mpara
und Namara, sowie die Insel Fangore (Fanjove) sind gute Peilungsobjekte. Die
Einsegelungsmarke — hervorragender Baum bei Gingwera, — ist entweder nicht
i) a. a. 0. pag. 259. Vergi, auch Annalen 1886, S. 180 und .305, 1888 S. 216.
^ a. a. O. pag. 266 and Appendix pag. 14. Vergi, auch Annalen 1886, S. 306, 1888
8, 216.
s ) a, a, 0. pag. 273 und Appendix pag. 14- Vergi, aneli Annalen 1886, S. 306, 1888
S. 216-
Arni. d. Hydr. etc., ISSO, Heft I.
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