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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Meteorologische Beobachtungen im Hafen von Kamerun. 
Meteorologische Beobachtungen im Hafen von Kamerun. 
Ala Ergänzung der in Heft I der diesjährigen Annalen veröffentlichten 
meteorologischen Beobachtungen S. M. Kr. „Habicht“ in Kamerun während dos 
Jahres 1888 mögen die folgenden von S. M. Knbt. „Cyclop“ während der Monate^ 
März, April, Mai, September und Oktober desselben Jahres im genannten Hafen' 
ausgeführten Beobachtungen dienen. 
Die Beobachtungen vertheilen sich auf 125 Tage, welche auf die 
einzelnen Monate, wie folgt, kommen. 
März 
April 
Mai 
September 
Oktober 
28 Tage 
13 Tage 
27 Tage 27 Tage 
30 Tage 
Lufttemperatur. 
Maximum: 
29,4 
29,6 
28,6 
26,2 
26,8 
Minimum: 
24,9 
25,0 
24,8 
24,0 
23,3 
Wassertemperatur 
Im Mittel: 
28,6 
28,8 
29,0 
26,3 
Die höchste Temperatur, 
81,5°, wurde im 
April beobachtet. 
Barometer. 
Maximum: 
764,5 
764,7 
765,0 
766,6 
765,6 
Minimum: 
761,9 
763,0 
763,7 
764,1 
762,8 
Wind. Im Allgemeinen wurde ein regelmäfsiges Eintreten des Land- 
und Seewindes beobachtet. An trüben regnerischen Tagen blieb letzterer oft 
ganz aus oder trat nur sehr sehwach auf; an besonders klaren Tagen hingegen 
stellte er sich schon gegen 10 Uhr Vormittags ein. In der Regel begann er 
aber erst gegen Mittag, meistentheils mit einer Stärke von 8 bis 4, welche sich 
jedoch zeitweise, namentlich mit Eintreten der Fluth, steigerte. Der Landwind 
wehte aus SE bis NW mit einer Stärke von 1 bis 2 gewöhnlich von Dunkel 
werden bis nach Mitternacht, Von da ab trat meist Stille ein. 
Tornados wurden zu verschiedenen Jahreszeiten beobachtet und be 
schränken sich durchaus nicht auf eine sogenannte Tornadozeit, Sie kamen 
stets aus NE, und fiel ihre Richtung mit der des Stromes zusammen. Ein 
Tornado ist leicht erkenntlich an der segmentartigen Wolkenbank, die sich, 
schwärzlich oder gelblich gefärbt und nach oben scharf begrenzt, über den 
Horizont erhebt. Der Wind überschritt die Stärke 6 bis 7 meistentheils nicht. 
Die Tornados waren stets von heftigen Regengüssen begleitet, welche mit zu 
nehmendem Winde am stärksten waren. 
Regen. Das Verhältnifs der 
folgendes: 
Regentage 
zu 
den regenfreien Tagen 
März 
April 
Mai 
September Oktober 
Tage mit Regen: 18 
7 
20 
26 
27 
Tage ohne Regen: 10 
6 
7 
1 
3 
Summe der Regenstunden: 53 
11 
63 
201 
140 
Gewitter. Gewitter mit Regen sind beobachtet: 
8 4 16 
10
	        
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