Küste der Inseln Buka und Bougainville. Saloinons-Arohipel.
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Karte noch nicht verzeichnet), und welche mit der letzterwähnten Lagune in
Verbindung steht. Die Strafse ist in ihrem westlichen Theile wegen vieler
Riffe und kleiner Inseln recht schwierig m befahren, besonders bei schlechter
Beleuchtung; der östliche Theil ist rifffrei, ungefähr 3 /t Sni breit und bietet
trotz starken Stromes bei sicherem Grunde gute Ankerplätze. Aß der Strafse
.liegen mehrere Niederlassungen von Eingeborenen. Die geographische Lage
des östlichen Ausganges der Strafse wurde auf etwa 5° 24' S-Br und 154° 38' O-Lg
festgestellt; es lagen hier auf Buka mehrere reich bevölkerte, mit vielen Kokos-
nufsbäumen bestandene Dörfer.
Bei der Weiterfahrt nach Süden längs der Ostküste von Bougainville
öffnete sieh hinter dem auf der britischen Admiralitätskarte verzeichneten Kap
Laverdie eine sehr grofse Bucht, welche infolge der Verlagerung mehrerer,
durch Riffe verbundener Inseln einen recht geschützten Hafen und hinter den
nach Norden belegenon Riffen auch guten Ankergrund bot. Im Uebrigen erwies
.sich die Karte für die weiter nach Süden folgende Strecke als wenig zuverlässig.
Einige Seemeilen hinter Kap Laverdie begann in Entfernung von */» bis 3 Sui
ein Barriere-Riff, welches, ungefähr 8 bis 10 Sm lang, parallel den Strandriffen
läuft und den Schiften guten Schutz gegen Seegang und mehrere Ausgänge
bietet. Innerhalb der Passage zwischen Festland und Riff liegen zwei Inseln.
Gegen Abend wurde in der Bucht von Numa-Numa 1 ) auf 5° Ö0‘/*' S-Br und
155° 9Vs' O-Lg im Angesicht des imposanten Berges Balbi, der höchsten Spitze
des Kaiser-Gebirges, geankert. Die Bucht von Numa-Numa gewährt zwar
infolge des vorgelagerten Riffes einen sehr geschützten Ankerplatz, ist aber
selbst so reich an Riffen,
sie als Hafen nicht empfohlen werden kann.
Ansiedelungen wurden hier nicht bemerkt, auch konnte im Hafenbassin nicht
gelandet, werden, da Sumpf und Mangroven dies verhinderten. Es gelang dies
jedoch auf einer in der südlichsten Ecke gelegenen Insel, in deren Nähe ein
Flufs mündete. Das nicht weit von der Küste liegende Dorf machte wie seine
Bewohner einen recht armseligen Eindruck; die letzteren nahmen eine mifs-
trauische und feindselige Haltung an.
Nachdem der Hafen verlassen und das Kap Legras passirt war, wurde
etwa 10 Sm südlich von dem letzteren eine tiefe, ea 10 Sm lange Bucht fest-
gestellt, welche, durch kleine Inseln und vorliegende Riffe geschützt, jedenfalls
einen guten Ankerplatz bietet.
Die Fahrt ging dann aufserhalb der in der Karte vermerkten Bicterici*
Inseln zwischen Festland und Afarfwi-Inseln hindurch. Südlich von letzteren
wurde in einer Bucht in unmittelbarer Nähe eines reich bevölkerten Dorfes,
Namens Toleroi, auf 6° 17*/*' S-Br und 155° 38 l /s / O-Lg geankert. Die Bucht
bietet wie die Küste von den XR'öimci-Jnseln an viele landschaftliche Schön
heiten. Die Bewohner, die in gr offen Kanoes an den Dampfer herankamen,
waren kräftig und wohlgebaut und zeigten sich furchtlos und freundlich.
Nach Südosten an der Küste entlang weiter steuernd, wurden weite
Strecken Flachlands, passirt, durch welche sich ein gröfserer Flufs in das Meer
ergofs; hinter dem Vorlande waren sanft ansteigende Hügel sichtbar. Wegen
der vorgelagerten Riffe bot der Strand keine Landungsplätze. Hinter den auf
der Karte angegebenen Zeune-Inseln begann wieder ein Barriere-Riff, welches
8 bis 9 Sm von der Küste entfernt war und diese bis fast zur Bougainvüle-
Sfraise begleitete. Ungefähr 7 Stü von Kap Freundschaft., bald hinter einer
kleinen Insel StaKo, zeigte die Küste sehr weite Strecken flachen Landes, die
jedoch wegen vorliegender Riffe vom Meere aus wenig zugänglich waren.
*) „Pacific Islands“ Vol. I, 1885, S. 93.