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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Bemerkungen über einige Plätze an der DitMste Afrikas. 
Wir fassen demnach in den speciellen Hülfstabellen die Tiden folgendermafsen 
in je eine Tabelle zusammen: 1, S.,, 2 MS und 2 SM, 2, v und X, 3, J und Q 
und 4, MS, S 4 und M Jf so dafs wir statt 10 verschiedener G-röfsen nur deren 
4 zu entnehmen haben. Die Erleichterungen, welche wir durch diese verein 
fachenden Annahmen erzielen, bestehen also in dem Wegfall der sehr lästigen 
Korrektionen c„ und in der Verringerung der Anzahl der speciellen Hülfs 
tabellen um sechs. Wie weit man die Korrektionen für M 6 sowie und 
0'“^ unberücksichtigt lassen kann, wird man im Hinblick auf die Tabellen 
II—IX in jedem Falle besonders entscheiden. 
(Fortsetzung folgt.) 
Bemerkungen über einige Plätze an der Ostküste Afrikas. 
Nach dem Berichte S. M. 8. „Olga“, Kommandant Kapt. z. See Hartog. 
1. Dar es Salaam. 1 ) 
Für die Anstcucrung der Rhede von Dar es Salaam bilden der Hammond 
Rock und die auf dem Makatumbe-Riffe liegenden Inseln gute Landmarken; da 
gegen ist die Einsteuerung zwischen dem Hammond Rock und den Daphne- 
Riffen für den Fremden nicht ganz leicht, da abgesehen von dem Nicht 
vorhandensein des Obelisken bei Ras Rongoni (vgl. No. 548 d. „Nachr. f. 
Seef.“ 1887), auch der mit Red CHffs bezeichnete Abhang, das zweite Objekt 
der Einsegeiungsmarke, erst auf geringe Entfernung mit Bestimmtheit zu er 
kennen ist und der sehr viel besser sichtbare rothe Abhang bei und nördlich 
von Upanga leicht irre führen kann. Die beim Hammond Rock infolge der 
Stromkabbelungen sich weit nach aufsen erstreckende unruhige See, so wie die 
mit jeder Beleuchtung schnell ändernde Farbe des Wassers können dazu führen, 
sich den JQfljpÄwi-Riffen zu sehr zu nähern. Eine gute Landmarke ist ein weifses 
Gebäude auf Ras Chokir, Mit dem Kura SW auf dasselbe zuhaltend, bleibt 
man beim Einlaufen in der Mitte zwischen Hammond Rock und den Daphne- 
Riffen. 
Im inneren Hafen von Dar es Salaam wurde in folgenden Peilungen auf 
13 m Wasser geankert: Baobab-Baum-Flagge in 0 7 /sN, Sultans Flaggenmast in 
WNW 5 /sW und Kokospalmen-Flagge in SW 7 /sS. Ehe das Schiff den engen 
Einfahrtskaual passirte, waren auf der Südspitze von North Sand Head, auf 
der westlich von der 3 Faden- (5,5 m) Bank sich in das Fahrwasser hinein 
ziehenden Sandspitze, sowie auf den bei Hast und West Fei'ry Point aus 
springenden Bänken, Markjrungsboote ausgelegt. Mit diesen Hülfsmitteln, und 
da sich bei Niedrigwasser das Riff und die Bänke gut erkennen liefsen, bot die 
Einsegelung keine Schwierigkeit. Obgleich der innere Hafen vollständig ein- 
gesehlosson ist, so wehte doch während des Tages frische Briese daselbst, und 
zeigte das Thermometer keine höhere Temperatur an, als auf der Aufsenrhede. 
Nach den Angaben des hier wohnenden Bezirkschefs der ostafrikanisehen Ge 
sellschaft soll es Nachts in der Regenzeit sogar manchmal so kalt werden, dafs 
das Geflügel vor dem Erfrieren zu schützen ist. 
Nach dem Berichte des Schiftskommandos S. M. Kr. „Nautilus“ sind 
nunmehr zur Benutzung für die Einsegelung in den Hafen von Dar es Salaam 
von der ostafrikanischen Gesellschaft auf Vorschlag des Schiffskommaudos au 
vier Plätzen Flaggenstangen aufgestellt worden, I und II auf Ras Rongoni, 
III auf West Ferry Point und IV auf der südlich vom Palast liegenden Huk 
1} _ Airu-a Pilot“ Part. III 1884, pag. 308 und Appendix pag. 14. Vergl. auch Annalen 1886 
S. 13 und 85.
	        
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