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Häfen und HaiulelsTWtiältnisse des Persischen Golfs und dis Golfs той Oman.
vorhergeselien und den General-Konsul beauftragt, ein gutes, am Hasse ge
legenes Grundstück zu erwerben, um hier Magazine a, s. w. zu errichten. Er
war indessen genöthigt, auf sein Vorhaben zu verzichten.
Von Frankreich wird hier besonders Zucker eingeführt, der in Marseiile
verschifft wird. Auch Scidenwaaren von Lyon kommen hierher, doch läfst
sieh die Menge derselben nicht genau angeben, da ein grofser Theil einge
schmuggelt wird.
Die Landesprodukte, welche ausgeführt würden, sind: Datteln, Wolle,
Weizen, Gerste, Reis, Mais, Sesamkörner,, Hirse, Gallnüfse, Felle, besonders
Lammfelle — Astrachan-Felle genannt —, Arabische Pferde u. s. vr. Der gröfste
Theil geht nach England, eia kleinerer nach Frankreich, der Rest nach Indien.
Nach Erkundigungen , die an den zuverlässigsten Quellen eingezogen,
wurden, lassen sich das Quantum und der Werth der Aus- und Einfuhr an
nähernd,, wie folgt, schätzen;
A u g i ö h x:
Datteln 25000 Tonnen zum Werth« von 2000 000 Gulden
Getreide « ...... . ,
70000
3 500000
woi:«
25 000 Balten
3 750 000
Gummi < »-
4000 Kiste»
#
n
Ü
400000
GalbanuH«
m ,
»
n
15000
Ochsenhäule
2 000 Balle«
v
в
200 000
Lammfelle , .... . „ .
30 „
№
15000
Sesam
2500 Tonnen
437 500
Gallnüsse
5000 Säcke
335 000
Seidengewebe von Bagdad . . .
40 Ballen
M
100000
Gewebe von Seide u. Baumwolle
150 „
»
в
225000
Butter
3 000 Kisten
4
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3»
15000
Я
Ganzer Werth der Ausfuhr 100Э2 500 Gulden.
E i n f u h r:
Baurn wol! enwa »rt n . . . .
, 15000 Ballen, гпш
Wert)»» von
7500 000 Gulden
Rsffmirter Zucker
. 40000 Kisten
1 200000
Kupferblech
, . 2000 Packe»
»
»
500000
Indigo
300 Kisten
зоб 000
Zucker von Mauritius . . .
. 5000 Säcke
200000
Kaffe«
. 4000 »
200000
Kerzen
. , 2 000 Kisten
24 000
Papier
600 ,
St
Я
21000
Kurzwaarcn
. 2 500 ,
я
250000
Gewürze und Hcnneli . .
. . 1500 Colli
75000
Droguen
, , 1000 Kisten
25 000
Ctaft&ttke «•,«*, . .
350
8 750
Petroleum
. . 3500 „
я
17 500
Cochenille
. . 20 Säcke
7 000
Leder und gegerbte Häute .
. . 25 Ballen
Я
я
3125
Я
Seidenwaaren
. . 40 ICLteu
30000
Stangen- u. sonstiges Bisen
. . 100000 kg
15000
Я
Steinkobtea . w . , > .
. . 10000 Tonnen
№
Я
я
280000
...»
Ganzer Werth der Einfuhr 10 056 375 Guide«.
Die vorstehenden Tabellen umfassen die Aus- und Einfuhr nicht nur der
Stadt Basrak und ihrer Umgebung, sondern auch eines gröfsen Theiles der
Provinz Bagdad und selbst des westlichen Theiles von Persien, für welchen
Basrak der Stapelplatz ist. Man mufs jedoch der angegebenen Waarenmenge
25 bis 40 Procent hinzufügen, die im Schleichhandel ein- und ausgehen. Von
dem eingeführten Zucker geht mehr als dio Hälfte nach Persien. Nacht für
Nacht sieht man auf dem Wege von Bagdad nach Kirmanschah und Ramadan
Hunderte von Maulthiereu, die mit Zucker beladen sind. Der General-Konsul
zählte auf seiner Reise ihrer nicht weniger als 2327. Angesichts der Frucht
barkeit des von zwei Strömen bewässerten Landes könnte die Ausfuhr noch
eine bedeutend höhere Ziffer erreichen, wie denn in früheren Zeiten unter
Anderem auch Indigo und Zucker als Landeserzeuguisse figurirten.
Was die Schiffahrt anbetrifft, so wurde bekanntlich der Verkehr zwischen
dem Persischen Golf und Europa früher durch Segelschiffe unterhalten. Die