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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

Berechnung einer Gezeitentafel. 
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Im Anhänge geben wir unter VI bia IX Auszüge aus Öen Tabellen über 
№> 
die Korrektionen C h ^. 
Die bei der Berechnung von T und h m Vorkommen den Multiplikationen 
lassen sieh leicht mit Hülfe von Multiplikationstabellen ausführen, welche sich 
z. B. für zvveizifferige Zahlen in Jordans: „Mathematische und geodätische 
Hülfstafeln“, für dreizifferige Zahlen in Grelles „Rechentafeln“ finden. Die 
erstgenannten Tabellen genügen vollständig. 
6. Für die Niedrigwasser haben wir nur überall ß + 90° anstatt ¡i zu 
setzen, das Verfahren ist sonst genau dasselbe wie für Hochwasser, bedarf also 
keiner weiteren Erläuterung. 
7. Vereinfachung des Verfahrens. Das xm Vorstehenden beschriebene 
Verfahren bezieht sich auf den Fall, dafs man die gröfste Genauigkeit erreichen 
will, welche das gegebene Material gestattet, mit der Einschränkung jedoch, 
dafs ein geringer Fehler dadurch entsteht, dafs die Gröfsen für die genäherto 
und nicht, wie es eigentlich der Fall sein sollte, für die genaue Hochwasserzeit 
den Tabellen entnommen werden. Verzichtet man auf einen Theil dieser 
Genauigkeit, so können wir, abgesehen davon, dafs man einzelne Tiden als 
unbedeutend weglassen kann, Vereinfachungen einführen, durch welche das 
Verfahren erheblich abgekürzt wird. Wie schon oben bemerkt wurde, unter 
scheiden sich die bei Berechnung von (p — ;.i und V- (11 und 15) zur Anwendung 
kommenden Gröfsen dadurch, dafs die erstereu den für jede Tide verschiedenen 
Faktor enthalten, während derselbe für die letzteren = 1 ist. Wir haben 
dem Im Vorhergehenden dadurch Rechnung getragen, dafs wir die speciellen 
Hülfstabellen (s. o. unter 3) unter Berücksichtigung des Faktors berechnet 
haben und behufs Ableitung von ~ kleine Korrektionen c a (25) anbrachten, um 
diesen Faktor = 1 zu machen, eine Opei'ation, welche höchst lästig ist. Die 
Uebei'siebt (24) zeigt nun, dafs dieser Faktor meistens nur wenig von 1 ver 
schieden ist und dafs man, ohne gröfsen Fehler zu begehen, denselben sogar 
überall = 1 setzen könnte. Bei Weitem vorzuziehen ist es aber io (23) zwar 
für die Sinusglieder zu berücksichtigen, für die Cosiuusglicder aber — 1 zu 
setzen, dann wird in <p— ¡j, ein kleiner Fehler entstehen dadurch dafs im 
Nenner die von 1 — abhängigen Gröfsen (25) fehlen und in |y dadurch, dafs 
sec 2ß in der dritten (in vei'einzelten Fällen bei grofsem Werth von ß vielleicht 
schon in der zweiten) Decimale ein wenig anders wird, weil wir mit B statt 
mit B + 3' rechnen. Diese Fehler fallen aber wenig ins Gewicht. 
Verzichten wir auf die getrennte Ermittelung und Anbringung der 
Gröfsen c„ (25), so können wir noch weitere sehr wesentliche Vereinfachungen 
einführen. Die Uebersieht (4) resp. (21) zeigt, dafs einige Tiden gleiches 
Argument haben, wir würden sie also zusammeufassen können, wenn der Faktor -y 
für dieselben der gleiche wäre. Dies ist freilich streng nur für die Tiden v 
und X der Fall, doch ist der Fehler, welchen man begeht, wenn man für 2 MS 
und 2 SM, deren -y x*esp. — f und = 1 ist, diesen Faktor dem von 
gleich setzt, nur ein geringfügiger (derselbe wird nur in einzelnen Ausnahme 
fällen l ), wo die Tide 2 MS sehr grofs ist, auf 0,005 steigen können). Noch 
geringer, wegen der Kleinheit der Tiden, ist der Fehler, welchen mau begeht, 
- >«-UU. f,\ 8etet . 
s>! (f) 
wenn man für MS, S 4 und M 4 y — 1, sowie für J und Q — + 
denen 
i) S. 
2 MS 
M, 
Darwin und Baird: Results of the harmonic analysis of tidal observations, nach 
für einige Ort® (*, B, .Rangun und Portland Breakwater) auf 0,1 steigt.
	        
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