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Untersuchungen am Mungansutld bezüglich seiner magnetischen Eigenschaften,
Am Schlofs sind endlich die Ablenkungswinkel, welche durch temporären plus
permanenten Magnetismus (t -f~ p), sowie die Ablenkungen, welche nach dem
Oeffnen des Stromes zunicltb lieben (p), für die einzelnen Lagen der Spule
zusammen gestellt, und die Mittel werthe derselben zur weiteren Rechnung ver
wendet.
Die zur Berechnung des magnetischen Moments M dienende Formel ist
die folgende: 1 )
H
M — 4- — e s sin
K
worin H die Horizontal-Intensitat, e die Entfernung des ablenkenden Stabes
von der freien Nadel, (p der Winkel, um welchen letztere — bei fortgesetzt
senkrechter Lage des Stabes zur Nadel — abgelenkt wird, k ist eine Gröfse,
die von der Entfernung e und den Dimensionen der Magnete abhängig ist, für
welche die nach F. Kohlrausch reducirten Stablängeu angenommen wurden.
Da für die Manganstahlstäbe wegen der schwächeren Wirkung kleinere Ent
fernungen gewählt werden mufsten, so fallen die Greisen k für die einzelnen
Stäbe verschieden aus.
Die nach obiger Formel erhaltenen magnetischen Momente wurden, wie
angedeutet, auf eine mögnotisironde Kraft für jede Stabsorte reduch't, schliefs-
lich durch Division der Stabgewichte die Werthe der specifischen Magnetismen
erhalten. Das Yerhältnifs des specifischen Magnetismus des Manganstahls zu dem
des Silberstahls und Eisens zeigt die aufserordentlieh geringe Magnetisiruugs-
fähigkeit jenes Materials gegenüber den letzteren Substanzen, das erhaltene
Yerhältnifs ist jedoch etwas gröfser, als das sich aus den Untersuchungen
Barrett’g ergehende.
l) Lamoat, „Handbuch des Erdmagnetismus*, pag. 28 und 235.