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Untersuchungen am MaugoMtfthl bezüglich seiner magnetischen Eigenschaften,
geschlossen, eine Stärke von 7 bis 8 Amper anzeigte. Dies Mefsiustrument
zeigte auch die Stärke des durch die Magnetisirungsspirale geleiteten Stromes,
sowie dessen Aenderungen während der Versuche uuter theilweiser Erneuerung
der Flüssigkeiten in der Batterie an. Der zu untersuchende Stab lag in einer
Magnetisirungsspule von 24 cm Länge, die durch Umwickeln einer Glasröhre
mit 1 mm starkem übersponuenem Kupferdraht hcrgestellt war. Den Durch
messern der Stäbe entsprechend, wurden zwei Spulen verwandt, von denen die
eine, dickere, 374 Windungen in zwei Lagen, die zweite 534 Windungen in
drei Lagen übereinander enthielt. Der innere Durchmesser der Glasröhren
entsprach möglichst genau dem der beiden Stabsorten. Das in dem Stabe
inducirte magnetische Moment wurde durch Ablenkungen an der am Faden auf
gehängten freien Nadel von 7 cm Länge des magnetischen Theodoliten Bam
berg 1849, der gewöhnlich zu Bestimmungen der Horizontal-Intensität des Erd
magnetismus dient, gemessen. Die zur Verwendung kommende Spule wurde
vermittelst eines Schlittens auf die zum Theodoliten gehörige Ablenkungsschieoe
gesetzt, derart, dafs die Axe der Spule auf einer Höhe mit der freien Nadel
und senkrecht zu ihr lag. Diese senkrechte Lago der Schiene sowohl wie des
ablenkenden Stabes verblieb auch bei eingetretener Ablenkung, sobald die Ein
stellung der freien Nadel, die mit einem Spiegel versehen war, mittelst des auf
letzteren gerichteten oxcentrischen Theodolitenfernrohres erfolgte. Die sich
beiderseits der freien Nadel erstreckende Schiene erlaubte, den Schlitten mit
Spule und Stab beiderseits der Nadel in bestimmter Entfernung aufzusetzen.
Um die Wirkung der vom Strome durchflossenen Spule selbst auf die
freie Nadel aufzuheben, wurde eine dritte Spule, die Kompensationsspule, ver
wendet, die jedesmal der Magnetisirungsspule gegenüber, auf der anderen Seite
der freien Nadel, aufgesetzt wurde. Dieselbe war wesentlich kürzer, als die
beiden anderen, allein der Durchmesser der Windungen betrug ca 5 cm. Die
Zuleitungen zu den Spulen wurden dicht noben einander geführt, so dafs ein
direkter Einflufs des Stromes in den Leitungsdrähten auf die freie Nadel nicht
zu erkennen war. Der Strom wurde ein- und aus-, sowie umgeschaltet ver
mittelst eines Stöpselschalters.
Mit Hülfe der beschriebenen Einrichtung, die unter möglichster Ver
wendung der Instrumente des Observatoriums, dem nicht die Einrichtung eines
physikalischen Kabinets zur Verfügung steht, getroffen wurde, gelang es, das
magnetische Moment der zu untersuchenden Stäbe aus den beobachteten Ab
lenkungen zu bestimmen, sobald aufser dor Entfernung des Stahes von der
Nadel die jeweilige Horizontal-Intensität bekannt ist. Dieselbe wurde für den
Zeitpunkt jeder Ablenkungsbeobachtung neb3t den gleichzeitigen etwaigen
Aenderungen des magnetischen Meridians den photographischen Kurven des
erdmagnetischen Registrirapparates entnommen. Die Entfernung des Schlittens
mit der Spule wurde genau auf einen Theilstrich der Schiene des Theodolits
eingestellt. Die Spule auf dem Schlitten konnte möglichst symmetrisch an
gebracht werden, ebenso wurde die Lage des Stabes in der Spule unveränder
lich erhalten durch einen Stöpsel in der Glasröhre, der als Anschlag diente.
Die Fehler, die unvermeidlicher Weise immer noch bei dieser Orientirung auf
die Bestimmung der Entfernung der Mitte des Stabes von der freien Nadel
einwirken, werden durch das Beobachtungsverfahren seihst eliminirt.
Dasselbe bestand zunächst in der Orientirung der Magnetisirungsspule
auf den bestimmten Theilstrich, beispielsweise östlich von der freien Nadel,
sodann wurde die westlich aufgesetzte Kompensiruugsspule so lange verschoben,
bis die freie Nadel dieselbe Stellung behielt, wenn ein Strom durch beide
Spulen ging oder nicht. Nach dem Einlegen des zu untersuchenden Stabes
wurde die vou dem permanenten Magnetismus herrührende Ablenkung bei
geöffnetem Strom bestimmt, alsdann der Strom geschlossen und die Ablenkung
bestimmt, als dieselbe uiit Wachsen aufgehört hatte. Dies trat bei allen Stäben
nach kurzer Zeit ein. Jetzt wurde der Strom in entgegengesetztem Sinne durch
die Spulen geleitet, wiederum der Ausschlag der Nadel bestimmt, alsdann der
Strom geöffnet und die zurückbleibendo Ablenkung gemessen. Diese vier Beob
achtungen würden genügen zur Bestimmung des permanenten wie des indueirten
Magnetismus, wenn nicht die oben erwähnten kleinen unvermeidlichen Onentirungs-
fehler das Resultat für verschiedene Stäbe mehr oder weniger unvergleichbar