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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 17 (1889)

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Untersuchungen am MaugoMtfthl bezüglich seiner magnetischen Eigenschaften, 
geschlossen, eine Stärke von 7 bis 8 Amper anzeigte. Dies Mefsiustrument 
zeigte auch die Stärke des durch die Magnetisirungsspirale geleiteten Stromes, 
sowie dessen Aenderungen während der Versuche uuter theilweiser Erneuerung 
der Flüssigkeiten in der Batterie an. Der zu untersuchende Stab lag in einer 
Magnetisirungsspule von 24 cm Länge, die durch Umwickeln einer Glasröhre 
mit 1 mm starkem übersponuenem Kupferdraht hcrgestellt war. Den Durch 
messern der Stäbe entsprechend, wurden zwei Spulen verwandt, von denen die 
eine, dickere, 374 Windungen in zwei Lagen, die zweite 534 Windungen in 
drei Lagen übereinander enthielt. Der innere Durchmesser der Glasröhren 
entsprach möglichst genau dem der beiden Stabsorten. Das in dem Stabe 
inducirte magnetische Moment wurde durch Ablenkungen an der am Faden auf 
gehängten freien Nadel von 7 cm Länge des magnetischen Theodoliten Bam 
berg 1849, der gewöhnlich zu Bestimmungen der Horizontal-Intensität des Erd 
magnetismus dient, gemessen. Die zur Verwendung kommende Spule wurde 
vermittelst eines Schlittens auf die zum Theodoliten gehörige Ablenkungsschieoe 
gesetzt, derart, dafs die Axe der Spule auf einer Höhe mit der freien Nadel 
und senkrecht zu ihr lag. Diese senkrechte Lago der Schiene sowohl wie des 
ablenkenden Stabes verblieb auch bei eingetretener Ablenkung, sobald die Ein 
stellung der freien Nadel, die mit einem Spiegel versehen war, mittelst des auf 
letzteren gerichteten oxcentrischen Theodolitenfernrohres erfolgte. Die sich 
beiderseits der freien Nadel erstreckende Schiene erlaubte, den Schlitten mit 
Spule und Stab beiderseits der Nadel in bestimmter Entfernung aufzusetzen. 
Um die Wirkung der vom Strome durchflossenen Spule selbst auf die 
freie Nadel aufzuheben, wurde eine dritte Spule, die Kompensationsspule, ver 
wendet, die jedesmal der Magnetisirungsspule gegenüber, auf der anderen Seite 
der freien Nadel, aufgesetzt wurde. Dieselbe war wesentlich kürzer, als die 
beiden anderen, allein der Durchmesser der Windungen betrug ca 5 cm. Die 
Zuleitungen zu den Spulen wurden dicht noben einander geführt, so dafs ein 
direkter Einflufs des Stromes in den Leitungsdrähten auf die freie Nadel nicht 
zu erkennen war. Der Strom wurde ein- und aus-, sowie umgeschaltet ver 
mittelst eines Stöpselschalters. 
Mit Hülfe der beschriebenen Einrichtung, die unter möglichster Ver 
wendung der Instrumente des Observatoriums, dem nicht die Einrichtung eines 
physikalischen Kabinets zur Verfügung steht, getroffen wurde, gelang es, das 
magnetische Moment der zu untersuchenden Stäbe aus den beobachteten Ab 
lenkungen zu bestimmen, sobald aufser dor Entfernung des Stahes von der 
Nadel die jeweilige Horizontal-Intensität bekannt ist. Dieselbe wurde für den 
Zeitpunkt jeder Ablenkungsbeobachtung neb3t den gleichzeitigen etwaigen 
Aenderungen des magnetischen Meridians den photographischen Kurven des 
erdmagnetischen Registrirapparates entnommen. Die Entfernung des Schlittens 
mit der Spule wurde genau auf einen Theilstrich der Schiene des Theodolits 
eingestellt. Die Spule auf dem Schlitten konnte möglichst symmetrisch an 
gebracht werden, ebenso wurde die Lage des Stabes in der Spule unveränder 
lich erhalten durch einen Stöpsel in der Glasröhre, der als Anschlag diente. 
Die Fehler, die unvermeidlicher Weise immer noch bei dieser Orientirung auf 
die Bestimmung der Entfernung der Mitte des Stabes von der freien Nadel 
einwirken, werden durch das Beobachtungsverfahren seihst eliminirt. 
Dasselbe bestand zunächst in der Orientirung der Magnetisirungsspule 
auf den bestimmten Theilstrich, beispielsweise östlich von der freien Nadel, 
sodann wurde die westlich aufgesetzte Kompensiruugsspule so lange verschoben, 
bis die freie Nadel dieselbe Stellung behielt, wenn ein Strom durch beide 
Spulen ging oder nicht. Nach dem Einlegen des zu untersuchenden Stabes 
wurde die vou dem permanenten Magnetismus herrührende Ablenkung bei 
geöffnetem Strom bestimmt, alsdann der Strom geschlossen und die Ablenkung 
bestimmt, als dieselbe uiit Wachsen aufgehört hatte. Dies trat bei allen Stäben 
nach kurzer Zeit ein. Jetzt wurde der Strom in entgegengesetztem Sinne durch 
die Spulen geleitet, wiederum der Ausschlag der Nadel bestimmt, alsdann der 
Strom geöffnet und die zurückbleibendo Ablenkung gemessen. Diese vier Beob 
achtungen würden genügen zur Bestimmung des permanenten wie des indueirten 
Magnetismus, wenn nicht die oben erwähnten kleinen unvermeidlichen Onentirungs- 
fehler das Resultat für verschiedene Stäbe mehr oder weniger unvergleichbar
	        
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